Mangold von Mudersbach, Johann von Rollshausen, Johann vom Stein, Siegfried Hose von Ockershausen, Thomas von Seelbach, Bernhard von Mudersbach, J...
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170 I, U 997
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1400-1425 >> 1418
1418-04-29
1. Ausfertigung, von anderer Hand als U 998; Rückvermerk 1. (16. Jh. 1. Hälfte): 9.- 1. Siegel 2,5 cm Durchmesser, im Siegelfeld Schild viermal im Sägeschnitt geständert, Legende: [S. Ma] (n) golt.vo(n).Mu[ders] bach, 2. Siegel 2,1 cm Durchmesser, im Siegelfeld Schild mit 2 gekreuzten Schaufeln (Spaten), Legende: +S.henne.van+rulshusen, 3. Siegel vgl. 1409 Dezember 21 Nr. 5, 4. Siegel 2,5 cm Durchmesser, im Siegelfeld Schild mit steigendem Bär mit Halsband und Ring, Legende: S. sefred.hose [von ockershusen], 5. Siegel 2,3 cm Durchmesser, im Siegelfeld Schild mit 3 schrägrechten Rauten, Legende: + S.thomas.de.seelbach, 6. Siegel 2,6 cm Durchmesser, im Siegelfeld Schild wie Nr. 1, Legende: +S.bernhart. van.mud(er)sbach, 7. Siegel 2,4 cm Durchmesser im Siegelfeld Schild mit waagrechtem Balken, belegt mit 3 Lilien (?), Legende: S.iohan.van.crombach, 8. Siegel 2,5 cm Durchmesser, im blütenbestreuten Siegelfeld gelehnter Schild wie Nr. 1, Stechhelm mit Bischofskopf, Legende: S.iohan.van. moddersb(ach), 9. Siegel vgl. 1409 Dezember 21 Nr. 1, 10. Siegel vgl. 1409 Dezember 21 Nr. 2
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1418 feria sexta post dominicam Cantate
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Mangold von Mudersbach, Johann von Rollshausen, Johann vom Stein, Siegfried Hose von Ockershausen, Thomas von Seelbach, Bernhard von Mudersbach, Johann von Krombach genannt von Stockheim und Johann von Mudersbach bekunden, als bestellte Schiedsrichter ihre Herren, die Brüder Adolf, Johann [II.] Engelbert [I] und Johann [III], Grafen von Nassau [-Dillenburg], mit den Brüdern Johann [I.] und Heinrich [III], Grafen von Nassau-Beilstein, wegen ihres beiderseits besessenen elterlichen Erben vertragen zu haben. 1. Nassau-Beilstein behält die Kahlenberger Zent, die Burgen Beilstein, Mengerskirchen und Eigenberg, das Haus Liebenscheid und den ganzen Westerwald, seinen Anteil an der Burg Nassau mit Wappen und Titel und zugehöriger Gülte, die Gerichte Beilstein und Walderdorf bis an die über den Endseifen führende Driedorf-Wetzlarer Straße, von der Gegenpartei unbeschnitten den Busch Lerche bei Liebenscheid, unter dem Hoch- und Niedergericht Haiger. Die von Mudersbach behalten ihre verbrieften Rechte auf den Eigenberg. [2.] Nassau[-Dillenburg] behält das übrige aus dem Erbe des verstorbenen Grafen Johann [I.] von Nassau[-Dillenburg, + 1416]: sein Anteil am Hause Nassau mit zugehöriger Gülte, das Siegerland mit den Burgen Siegen, Ginsberg und Hain, die Herborner Mark mit den Burgen Dillenburg, Herborn und Wallenfels, das Gericht Haiger, Löhnberg mit den Dörfern Waldhausen und Odersbach, ferner alle hier nicht ausdrücklich genannten [Streu-]besitzungen. Keine Partei soll der anderen ihre Leute entziehen oder vorenthalten. Die Parteien sind zu gegenseitiger Hilfeleistung verpflichtet. Sollte Löhnberg abbrennen, dürfen die Löhnberger im Kahlenberg Bauholz schlagen. Die Parteien haben an allen Besitzungen gegenseitiges Vorkaufsrecht innerhalb 6 Wochen nach Angebot zu einem durch eine Kommission auf Grund alter Kaufbriefe festzusetzenden Preis. Die 2000 Mk., welche Nassau[-Dillenburg] dem Hause Nassau-Beilstein schuldet, sollen bei der Rückzahlung in Erbgülten angelegt werden, die bei der Herrschaft Nassau verbleiben, auch wenn die Brüder Johann und Heinrich von Nassau-Beilstein ohne Erben sterben.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Es siegeln die genannten Schiedsrichter, die Grafen Adolf und Johann [II.] von Nassau[-Dillenburg] zugleich für ihre Brüder Engelbert [I.] und Johann [III.] und die genannten Grafen von Nassau-Beilstein.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Mangold von Mudersbach, Johann von Rollshausen, Johann vom Stein, Siegfried Hose von Ockershausen, Thomas von Seelbach, Bernhard von Mudersbach, Johann von Krombach genannt von Stockheim und Johann von Mudersbach bekunden, als bestellte Schiedsrichter ihre Herren, die Brüder Adolf, Johann [II.] Engelbert [I] und Johann [III], Grafen von Nassau [-Dillenburg], mit den Brüdern Johann [I.] und Heinrich [III], Grafen von Nassau-Beilstein, wegen ihres beiderseits besessenen elterlichen Erben vertragen zu haben. 1. Nassau-Beilstein behält die Kahlenberger Zent, die Burgen Beilstein, Mengerskirchen und Eigenberg, das Haus Liebenscheid und den ganzen Westerwald, seinen Anteil an der Burg Nassau mit Wappen und Titel und zugehöriger Gülte, die Gerichte Beilstein und Walderdorf bis an die über den Endseifen führende Driedorf-Wetzlarer Straße, von der Gegenpartei unbeschnitten den Busch Lerche bei Liebenscheid, unter dem Hoch- und Niedergericht Haiger. Die von Mudersbach behalten ihre verbrieften Rechte auf den Eigenberg. [2.] Nassau[-Dillenburg] behält das übrige aus dem Erbe des verstorbenen Grafen Johann [I.] von Nassau[-Dillenburg, + 1416]: sein Anteil am Hause Nassau mit zugehöriger Gülte, das Siegerland mit den Burgen Siegen, Ginsberg und Hain, die Herborner Mark mit den Burgen Dillenburg, Herborn und Wallenfels, das Gericht Haiger, Löhnberg mit den Dörfern Waldhausen und Odersbach, ferner alle hier nicht ausdrücklich genannten [Streu-]besitzungen. Keine Partei soll der anderen ihre Leute entziehen oder vorenthalten. Die Parteien sind zu gegenseitiger Hilfeleistung verpflichtet. Sollte Löhnberg abbrennen, dürfen die Löhnberger im Kahlenberg Bauholz schlagen. Die Parteien haben an allen Besitzungen gegenseitiges Vorkaufsrecht innerhalb 6 Wochen nach Angebot zu einem durch eine Kommission auf Grund alter Kaufbriefe festzusetzenden Preis. Die 2000 Mk., welche Nassau[-Dillenburg] dem Hause Nassau-Beilstein schuldet, sollen bei der Rückzahlung in Erbgülten angelegt werden, die bei der Herrschaft Nassau verbleiben, auch wenn die Brüder Johann und Heinrich von Nassau-Beilstein ohne Erben sterben.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Es siegeln die genannten Schiedsrichter, die Grafen Adolf und Johann [II.] von Nassau[-Dillenburg] zugleich für ihre Brüder Engelbert [I.] und Johann [III.] und die genannten Grafen von Nassau-Beilstein.
Abschriften 16. Jh.: Kopiar 10 fol. 115, Kopiar 12 fol. 1074
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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