Lehrstab A Sonthofen (Bestand)
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BArch BW 11-VI
call number: BW 11-VI
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1955 - 1957
Geschichte des Bestandsbildners: Der Lehrstab A Sonthofen bestand von Mai 1956 bis August 1956
Bestandsbeschreibung: Der Lehrstab A wurde zum 01.11.1955 aufgestellt (Tagebuch Nr. 4172/55). Seine Aufgabe war die Vorbereitung von Offizieren auf ihre Aufgaben als Kommandeure, Führungsgehilfen und Lehroffiziere.
An der Spitze des Lehrstabes stand ein Kommandeur, ihm unterstanden ein Stab in der üblichen Gliederung sowie die Lehrgruppe und der Kommandant Stabsquartier mit den anhängenden Verwaltungsbereichen. Untergebracht war der Lehrstab in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen.
Der erste Lehrgang begann am 02.05.1956. Der erste dreiwöchige Abschnitt bis zum 24.05.1956 fand teilstreitübergreifend statt. Unterrichtsthemen waren Politik und Öffentlichkeit, Information, Innere Führung, Rüstung, Planungen Gesamtstreitkräfte und Überblick über die Planungen in den Teilstreitkräften. Es schloss sich dann vom 25.05.-27.06.1956 ein teilstreitkraftspezifischer Teil an, in dem die Lehrgangsteilnehmer auf die speziellen Aufgaben ihrer Teilstreitkraft vorbereitet werden sollten. Schon vor Beginn des ersten Lehrganges waren die Planer einem zunehmenden politischen Druck unterworfen, da das auszubildende Personal dringend zur Aufstellung der einzelnen Dienststellen benötigt wurde. Die Unterrichtsthemen wurden so stark gestrafft, dass z.B. die Auseinandersetzung mit der Inneren Führung in den Hintergrund trat. Weitere Schwierigkeiten waren die zu große Teilnehmerzahl (insgesamt durchliefen 561 Offiziere beide Lehrgänge), die sehr hohe Anzahl an Veranstaltungen und der Mangel an Diskussions- und Nachbereitungszeit. Vom 12.07.-04.08.1956 fand ein zweiter Lehrgang statt. Der geplante dritte Lehrgang wurde jedoch abgesagt. Der Lehrstab A wurde zunächst nach Rheinbach und von dort aus am 02.01.1957 nach Adenau verlegt (Befehl IV D-IV D 7 ¿ Nr. 4280/56). Dort fanden im Hotel Eifeler Hof noch fünf zweiwöchige Lehrgänge statt. Diese waren zum 31.03.1957 abgeschlossen. Mit diesem Datum wurde auch der Lehrstab A aufgelöst.
Der Lehrstab unterstand dem Bundesminister für Verteidigung; Dienstaufsicht führte der Abteilungsleiter IV.
Kommandeure:
Oberstlt Kraehe, Horst 07.04.1956-04.11.1956
Oberstlt Danckworth, Hans-Joachim 05.11.1956-31.03.1957
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand beinhaltet Unterlagen zur Aufstellung des Lehrstabes sowie die Lehrgangsvorträge und -materialien
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Zitierweise: BArch BW 11-VI/...
Bestandsbeschreibung: Der Lehrstab A wurde zum 01.11.1955 aufgestellt (Tagebuch Nr. 4172/55). Seine Aufgabe war die Vorbereitung von Offizieren auf ihre Aufgaben als Kommandeure, Führungsgehilfen und Lehroffiziere.
An der Spitze des Lehrstabes stand ein Kommandeur, ihm unterstanden ein Stab in der üblichen Gliederung sowie die Lehrgruppe und der Kommandant Stabsquartier mit den anhängenden Verwaltungsbereichen. Untergebracht war der Lehrstab in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen.
Der erste Lehrgang begann am 02.05.1956. Der erste dreiwöchige Abschnitt bis zum 24.05.1956 fand teilstreitübergreifend statt. Unterrichtsthemen waren Politik und Öffentlichkeit, Information, Innere Führung, Rüstung, Planungen Gesamtstreitkräfte und Überblick über die Planungen in den Teilstreitkräften. Es schloss sich dann vom 25.05.-27.06.1956 ein teilstreitkraftspezifischer Teil an, in dem die Lehrgangsteilnehmer auf die speziellen Aufgaben ihrer Teilstreitkraft vorbereitet werden sollten. Schon vor Beginn des ersten Lehrganges waren die Planer einem zunehmenden politischen Druck unterworfen, da das auszubildende Personal dringend zur Aufstellung der einzelnen Dienststellen benötigt wurde. Die Unterrichtsthemen wurden so stark gestrafft, dass z.B. die Auseinandersetzung mit der Inneren Führung in den Hintergrund trat. Weitere Schwierigkeiten waren die zu große Teilnehmerzahl (insgesamt durchliefen 561 Offiziere beide Lehrgänge), die sehr hohe Anzahl an Veranstaltungen und der Mangel an Diskussions- und Nachbereitungszeit. Vom 12.07.-04.08.1956 fand ein zweiter Lehrgang statt. Der geplante dritte Lehrgang wurde jedoch abgesagt. Der Lehrstab A wurde zunächst nach Rheinbach und von dort aus am 02.01.1957 nach Adenau verlegt (Befehl IV D-IV D 7 ¿ Nr. 4280/56). Dort fanden im Hotel Eifeler Hof noch fünf zweiwöchige Lehrgänge statt. Diese waren zum 31.03.1957 abgeschlossen. Mit diesem Datum wurde auch der Lehrstab A aufgelöst.
Der Lehrstab unterstand dem Bundesminister für Verteidigung; Dienstaufsicht führte der Abteilungsleiter IV.
Kommandeure:
Oberstlt Kraehe, Horst 07.04.1956-04.11.1956
Oberstlt Danckworth, Hans-Joachim 05.11.1956-31.03.1957
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand beinhaltet Unterlagen zur Aufstellung des Lehrstabes sowie die Lehrgangsvorträge und -materialien
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Zitierweise: BArch BW 11-VI/...
Lehrstab A Sonthofen (Lehrstab A Sonthofen), 1956-1956
13 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: BW 1 Bundesministerium der Verteidigung
BW 2 Führungsstab Streitkräfte
BW 9 Deutsche Dienststellen zur Vorbereitung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaften zusammenhängenden Fragen
Literatur: Claus von Rosen: Bildungsreform und Innere Führung, Weinheim 1981.
Dietrich Genschel: Wehrreform und Reaktion. Die Vorbereitung der Inneren Führung 1951-1956, Hamburg 1972.
Martin Kutz: Reform und Restauration in der Offiziersausbildung der Bundeswehr, Baden-Baden 1982.
Sonthofener Vorträge, Teil Heer, Lehrgang I (Mai/Juni 1956). Hg.v. Bundesministerium für Verteidigung, Köln 1956.
Schicksalsfragen der Gegenwart. Hg.v. Bundesministerium für Verteidigung, Tübingen 1957.
Handbuch Innere Führung. Hg.v. Bundesministerium der Verteidigung, 4. Aufl. 1966.
BW 2 Führungsstab Streitkräfte
BW 9 Deutsche Dienststellen zur Vorbereitung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaften zusammenhängenden Fragen
Literatur: Claus von Rosen: Bildungsreform und Innere Führung, Weinheim 1981.
Dietrich Genschel: Wehrreform und Reaktion. Die Vorbereitung der Inneren Führung 1951-1956, Hamburg 1972.
Martin Kutz: Reform und Restauration in der Offiziersausbildung der Bundeswehr, Baden-Baden 1982.
Sonthofener Vorträge, Teil Heer, Lehrgang I (Mai/Juni 1956). Hg.v. Bundesministerium für Verteidigung, Köln 1956.
Schicksalsfragen der Gegenwart. Hg.v. Bundesministerium für Verteidigung, Tübingen 1957.
Handbuch Innere Führung. Hg.v. Bundesministerium der Verteidigung, 4. Aufl. 1966.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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