Die Friedenskonferenz
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 D451114/005
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/001 Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949
Tondokumente der SDR-Wortdokumentation aus den Jahren 1945 bis 1949 >> Tondokumente des Jahres 1949 >> Juni 1949
Mittwoch, 1. Juni 1949
Pfleiderer sitzt im Wirtshaus und liest Zeitung, die er wegen der darin häufig verwendeten Fremdwörter oft nicht versteht: "Fräulein, haben Sie keine deutsche Zeitung?" Häberle betritt die Wirtschaft. Die beiden ergehen sich nach einem langen. Begrüßungsritual in Belanglosigkeiten wie dem Wetter der letzten Wochen. Häberle spielt Toto, gewinnt dabei jedoch nichts. Er vergleicht die Fußballbegegnungen mit politischen Streitigkeiten: "Westdeutschland gegen Zwietracht Bonn". Häberele hat sich in Frankfurt die Vertretung einer Käsefabrik verschafft. In diesem Zusammenhang berichtet er vom Frankfurter Wirtschaftsrat: "Die Politiker machen seit dreieinhalb Jahren Frieden." Häberle verwechselt den sowjetischen Außenminister Wjatscheslaw Molotow mit Mollenkopf, einem Stuttgarter Optikergeschäft. Häberele beschreibt, wie Politiker Erklärungen abgeben: Morgens macht Mollenkopf gegenüber den Journalisten Äußerungen, die er nach dem Mittagessen dementiert. Pfleiderer läßt sich erklären, wie eine Friedenkonferenz gemacht wird. Dabei spielt Pfleiderer Mollenkopf (Molotow), Häberle Marstall (George C. Marshall, Außenminister der USA). Pfleiderer zieht die hochpolitische Ebene, auf der sich das Rollenspiel bewegen sollte, immer wieder auf das Niveau des schwäbischen Kleinbürgeralltags herab. Beide treten in fiktive Abrüstungsverhandlungen ein, die in wüste Beschimpfungen ausarten. Die Bedienung fragt, was sie da machen: "Das sehen Sie doch, wir spielen Friedenskonferenz."
Autor: Laszlo Vodnay
Sprecher: Willy Reichert (Pfleiderer)
Sprecher: Oscar Heiler (Häberle)
Autor: Laszlo Vodnay
Sprecher: Willy Reichert (Pfleiderer)
Sprecher: Oscar Heiler (Häberle)
0:20:30
Audio-Visuelle Medien
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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