Die Kanoniker des Stifts St. Cassius zu Bonn (ecclesie sancti Cassii Bunnensis) Elger von Deutz (de Tuicio), Scholaster, Ludolf von Honnef (Hunffe), Thesaurar, Werner von Wichterich (Wichtrich), Johann Wellinck, Tilmann von Isweiler (Yswiilre), Winand von Esch, Johann von Kelz (Keylse), Tilmann von Siegburg (Sibergh), Giselbert von Bohlendorf (Bolendorp), Kämmerer, Peter Vierblat, Wolter von Drolshagen (Droils-), Magister Mersilius von Inghen, Johann von Erp (-e), Hupert Molgin, Goswin von Tiel, Gobelin Moirgin, Hermann von Wesel (de Wesalia), Nikolaus Soete, Peter von Bockenheim (Buckenhem), Subthesaurar, Mathias von Kelz und Johann Stakelwecke, Kantor, welche - bei Vakanz des Dekanats - das Kapitel bilden, nehmen in öffentlicher Kapitelsversammlung die großen Früchte der Kanonikalpräbende ihres Propstes Nikolaus von Riesenburg (Resenburgh) von diesem zur Pacht (ad firmam seu in arrendam) und treffen mit ihm über diese anheimgegebenen Früchte folgende Übereinkunft, welche gilt, solange er Propst oder auch nur Kanoniker an St. Cassius ist: 1) Sie geloben, ihm für die großen Präbendalfrüchte jährlich ab dem nächstfolgenden 24. August (in festo beati Bartholomei proxime futuro) durch ihre Amtleute 3 Fuder Wein geben zu lassen, desgleichen 16 Malter Weizen, 15 Malter Hafer, 10 Malter Korn, Erbsen, Salz usw., wie einem anderen Inhaber einer höheren Präbende. - 2) Weil der Propst ihnen für immer die freie Verfügung (liberam presentacionem seu disposicionem) über die Höfe in Poppelsdorf (-torp) und Kürrighoven (Curinchouen) überlassen hat, so dass schließlich deren Erträgnisse zur Mehrung aller Kanonikerpfründen dienen - die größere Emenda indes, die zum Gericht des Propstes in Endenich gehört, bleibt der Propstei vorbehalten -, geloben sie ihm, dass sie, sobald einer der Höfe vakant wird und das Kapitel darüber verfügen kann, jährlich eine Memorie für ihn halten und zu diesem Anlass 6 Malter Weizen dem Brauch des Stifts gemäß austeilen lassen werden; sie haben ihn bereits in ihr Präsenzienbuch eingetragen. - Sie verzichten auf jeglichen Rechtsbehelf und kündigen das Siegel Erzbischof Friedrichs, den sie um Besiegelung gebeten haben, und das ihre an. - Konsenserklärung und Siegelankündigung Erzbischof Friedrichs. Datum 1384 mensis Marcii die quinta.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
Objekt beim Datenpartner
Loading...