Forstamt und Oberförsterei Wörlitz (Bestand)
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Z 218 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) >> 03.04. Behörden und Einrichtungen 1848 - 1945 >> 03.04.05. Forstbehörden >> 03.04.05.02. Forstrevierverwaltungen, Forstämter u. Revierförstereien
1872 - 1953
Findhilfsmittel: Findbuch 2011
Registraturbildner: Die Aufsicht über dem Revier Wörlitz oblag bis zum Verwaltungsumbau 1848 dem Herzoglichen Oberforstamt Dessau. Diese Funktion übernahm 1848 die bei der Regierung Dessau eingerichtete Forst- und Jagdverwaltung. Nach der Vereinigung Anhalts wurde 1864 bei der Regierung Dessau die Abteilung für Domänen und Forsten gebildet. Ihr waren 6 Forstinspektionen nachgeordnet, wobei das Revier Wörlitz zum Bereich der Forstinspektion Dessau II gehörte.
Die nächste Veränderung in der Verwaltungsstruktur ging mit der Domanialauseinandersetzung im Jahre 1871 einher. Der Rezess vom 3.12.1871 realisierte die Trennung zwischen herzoglichem und staatlichem Besitz. Infolgedessen wurde u.a. auch das Forstrevier Wörlitz (zeitweise Forstrevier Wörlitz-Rehsen) mit Wirkung vom 1.1.1872 an zum Allodialbesitz des Herzogs bestimmt. Für die Verwaltung der herzoglichen Forstreviere war zunächst als eigenständige Behörde das Herzogliche Hof-Forstamt und ab 1879 die Hofkammer Dessau zuständig. Nach der Novemberrevolution von 1918 trat das anhaltische Herzogshaus weite Teile des Forstreviers Wörlitz an die neu gebildete Theaterstiftung ab. Der dem Herzogshaus verbliebene Teil des Forstreviers (Försterei am Jagdhaus Kapen) kam 1923 unter die Oberaufsicht der neu eingerichteten Herzoglichen Forstverwaltung Dessau, bis dieser gemäß einer Vereinbarung zwischen dem Staatsministerium und der Herzoglichen Treuhandverwaltung vom 24.12.1928 an den Staat übertragen wurde, wobei das Jagdrecht weiterhin beim Herzog verblieb. Im Jahre 1934 wurden die Revierverwaltungen in Forstämter umbenannt. Das Staatshandbuch des Jahres 1937 weist das Forstamt Wörlitz als Stiftungsrevier der Theaterstiftung mit den Revierförsterbezirken Rehsen, Wörlitz, Vockerode und Luisium aus. Bei der nach Ende des II. Weltkrieges vorgenommenen Neueinteilung der Forstämter wurde die Stiftungsforst Wörlitz u.a. mit dem Forstbezirk Rosenhäuschen, dem Forstrevier Kühnau und dem Stadtforst Dessau zum Forstamt Dessau (Wörlitz) zusammengelegt. Als übergeordnete Behörde fungierte von 1945 bis 1948 das Bezirksforstamt Dessau.
Registraturbildner: Die Aufsicht über dem Revier Wörlitz oblag bis zum Verwaltungsumbau 1848 dem Herzoglichen Oberforstamt Dessau. Diese Funktion übernahm 1848 die bei der Regierung Dessau eingerichtete Forst- und Jagdverwaltung. Nach der Vereinigung Anhalts wurde 1864 bei der Regierung Dessau die Abteilung für Domänen und Forsten gebildet. Ihr waren 6 Forstinspektionen nachgeordnet, wobei das Revier Wörlitz zum Bereich der Forstinspektion Dessau II gehörte.
Die nächste Veränderung in der Verwaltungsstruktur ging mit der Domanialauseinandersetzung im Jahre 1871 einher. Der Rezess vom 3.12.1871 realisierte die Trennung zwischen herzoglichem und staatlichem Besitz. Infolgedessen wurde u.a. auch das Forstrevier Wörlitz (zeitweise Forstrevier Wörlitz-Rehsen) mit Wirkung vom 1.1.1872 an zum Allodialbesitz des Herzogs bestimmt. Für die Verwaltung der herzoglichen Forstreviere war zunächst als eigenständige Behörde das Herzogliche Hof-Forstamt und ab 1879 die Hofkammer Dessau zuständig. Nach der Novemberrevolution von 1918 trat das anhaltische Herzogshaus weite Teile des Forstreviers Wörlitz an die neu gebildete Theaterstiftung ab. Der dem Herzogshaus verbliebene Teil des Forstreviers (Försterei am Jagdhaus Kapen) kam 1923 unter die Oberaufsicht der neu eingerichteten Herzoglichen Forstverwaltung Dessau, bis dieser gemäß einer Vereinbarung zwischen dem Staatsministerium und der Herzoglichen Treuhandverwaltung vom 24.12.1928 an den Staat übertragen wurde, wobei das Jagdrecht weiterhin beim Herzog verblieb. Im Jahre 1934 wurden die Revierverwaltungen in Forstämter umbenannt. Das Staatshandbuch des Jahres 1937 weist das Forstamt Wörlitz als Stiftungsrevier der Theaterstiftung mit den Revierförsterbezirken Rehsen, Wörlitz, Vockerode und Luisium aus. Bei der nach Ende des II. Weltkrieges vorgenommenen Neueinteilung der Forstämter wurde die Stiftungsforst Wörlitz u.a. mit dem Forstbezirk Rosenhäuschen, dem Forstrevier Kühnau und dem Stadtforst Dessau zum Forstamt Dessau (Wörlitz) zusammengelegt. Als übergeordnete Behörde fungierte von 1945 bis 1948 das Bezirksforstamt Dessau.
Laufmeter: 2.4
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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- 03.04.05. Forstbehörden (Archival tectonics)
- 03.04.05.02. Forstrevierverwaltungen, Forstämter u. Revierförstereien (Archival tectonics)
- Forstamt und Oberförsterei Wörlitz (Archival holding)