Amtsgericht Burgwedel (Bestand)
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NLA HA, Hann. 72 Burgwedel
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.11 Kurfürstentum/Königreich Hannover >> 1.11.12 Justiz >> 1.11.12.2 Untere Justizbehörden >> 1.11.12.2.1 Amtsgerichte im Obergerichtsbezirk Celle
1558-1899
Geschichte des Bestandsbildners: Der Bezirk des Amtsgerichts Burgwedel entspricht dem des Amtes Burgwedel. Es gehörte bis 1879 zum Obergericht Celle, danach zum Landgerichtsbezirk Hannover.
Bestandsgeschichte: Die Akten und Amtsbücher sind offenbar erst nach 1900, jedenfalls vor dem Zweiten Weltkrieg ins Staatsarchiv nach Hannover gelangt.
Die Abgabe des Amtsgerichts Burgwedel befand sich bis zur vorliegenden Neuverzeichnung in einem nur grob geordneten Zustand. Bei den Kontraktenbüchern waren besonders die Amtsvogteien Bissendorf und Essel untereinander vermischt, zu geringerem Teil auch die Kontraktenbücher von Burgwedel. Die Amtsvogteien Burgwedel, Bissendorf und Essel wurden mit ihren Beständen getrennt wiederhergestellt, ebenso auch die Adelsgerichte Altwarmbüchen (Alten-Warmbüchen), Elze (Familie von Stechinelli) und Horst (Familie von Cramm).
Neugebildet wurde die Abteilung Generalia, die vorwiegend gedruckte Verordnungen enthält. Die Zivilprozesse wurden wie üblich nach dem Alphabet des Beklagten geordnet.
In den Amtshandlungsbüchern der Amtsvogtei Bissendorf befinden sich zumeist am Anfang des jeweiligen Archivbestandes sogenannte "Bescheide": Protokolle zivilrechtlicher Art mit gerichtlichen Entscheidungen.
Die bei den Amtsvogteien Burgwedel und Bissendorf gebildeten Abteilungen der "Ediktalladungen" betreffen gerichtliche Zitierung von Gläubigern zur Geltendmachung vermeintlicher Ansprüche.
Vorbemerkungen zu Acc. 2010/056
Im Februar 2015 wurden in den Bestand sieben Testamente, welche mit der Acc. 2010/056 vom Amtsgericht übernommen worden waren, eingeordnet - Nrn. 704 bis 710. Weitere Testamente um die "Grenzzeit" 1879 sind in Hann. 172 Burgwedel vorhanden; die zeitliche Zuordnung kann nicht immer eindeutig erfolgen.
Stand: März 2015
Findmittel: An den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Burgwedel schließt die Überlieferung des Amtsgerichts Burgwedel nach der Reichsjustizreform 1879 (Hann. 172 Burgwedel) an. Bei der Abgrenzung zu diesem Archivbestand sind zeitliche Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesem Archivbestand heranzuziehen sind.
Bearbeiter: Dr. Stöhr (1958)
Anna Ostendorff (2015)
Bestandsgeschichte: Die Akten und Amtsbücher sind offenbar erst nach 1900, jedenfalls vor dem Zweiten Weltkrieg ins Staatsarchiv nach Hannover gelangt.
Die Abgabe des Amtsgerichts Burgwedel befand sich bis zur vorliegenden Neuverzeichnung in einem nur grob geordneten Zustand. Bei den Kontraktenbüchern waren besonders die Amtsvogteien Bissendorf und Essel untereinander vermischt, zu geringerem Teil auch die Kontraktenbücher von Burgwedel. Die Amtsvogteien Burgwedel, Bissendorf und Essel wurden mit ihren Beständen getrennt wiederhergestellt, ebenso auch die Adelsgerichte Altwarmbüchen (Alten-Warmbüchen), Elze (Familie von Stechinelli) und Horst (Familie von Cramm).
Neugebildet wurde die Abteilung Generalia, die vorwiegend gedruckte Verordnungen enthält. Die Zivilprozesse wurden wie üblich nach dem Alphabet des Beklagten geordnet.
In den Amtshandlungsbüchern der Amtsvogtei Bissendorf befinden sich zumeist am Anfang des jeweiligen Archivbestandes sogenannte "Bescheide": Protokolle zivilrechtlicher Art mit gerichtlichen Entscheidungen.
Die bei den Amtsvogteien Burgwedel und Bissendorf gebildeten Abteilungen der "Ediktalladungen" betreffen gerichtliche Zitierung von Gläubigern zur Geltendmachung vermeintlicher Ansprüche.
Vorbemerkungen zu Acc. 2010/056
Im Februar 2015 wurden in den Bestand sieben Testamente, welche mit der Acc. 2010/056 vom Amtsgericht übernommen worden waren, eingeordnet - Nrn. 704 bis 710. Weitere Testamente um die "Grenzzeit" 1879 sind in Hann. 172 Burgwedel vorhanden; die zeitliche Zuordnung kann nicht immer eindeutig erfolgen.
Stand: März 2015
Findmittel: An den vorliegenden Archivbestand Hann. 72 Burgwedel schließt die Überlieferung des Amtsgerichts Burgwedel nach der Reichsjustizreform 1879 (Hann. 172 Burgwedel) an. Bei der Abgrenzung zu diesem Archivbestand sind zeitliche Überschneidungen nicht zu vermeiden, so dass in entsprechenden Fällen auch die Findmittel zu diesem Archivbestand heranzuziehen sind.
Bearbeiter: Dr. Stöhr (1958)
Anna Ostendorff (2015)
25,1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ