Mannheim, Stadt (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 213
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Städte >> Mannheim, Stadt
(1403) 1522, 1598-1877
Überlieferungsgeschichte
1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp die Residenz der Kurpfalz von Heidelberg nach Mannheim, das bereits als pfälzische Festung seit 1606, barocke Planstadt und Standort einer durch Privilegien geförderten Wirtschaft eine besondere Rolle gespielt hatte. Bis zum Regierungsantritt des Kurfürsten Carl Theodor in München im Jahr 1778 blieb Mannheim das politische und kulturelle Zentrum der Kurpfalz, wobei das Nebeneinander der Konfessionen und die Aufnahme französischer Emigranten der Stadt ein besonderes Gepräge gaben. Auch nach dem Abzug der Hofgesellschaft nach München und dem Anfall an Baden 1803 behielt die Stadt ihre Bedeutung als Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Liberalismus.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand, enthält neben Akten der kurpfälzischen Zentralbehörden auch zahlreiche Akten der badischen Ministerien und Mittelbehörden. Außerdem finden sich eine Reihe von Akten der badischen Behörden über die Zeit des Vormärz und der 1848er Revolution vor allem unter den Rubriken Bücher und Verbrechen. Einen sozialgeschichtlich besonders wichtigen Überlieferungsblock bilden die über 600 Nachlassakten des 17. und 18. Jahrhunderts unter der Rubrik Erbschaften. Zwischen 1978 und 1980 überarbeitete der damalige Inspektoranwärterkurs unter Anleitung von Reinhold Rupp das bisherige Zettelrepertorium. Das maschienenschriftliche Findbuch fertigte Frau Kuhnle 1984. Die jetzige vertiefende Überarbeitung des Findbuchs zur Aufbereitung als Online-Findmittel übernahm Gabriele Wüst 2023. Zu den umfangreichen Redaktionsarbeiten gehörte auch die Entnahme und Verzeichnung von ca. 250 überformatigen oder losen Plänen. Zur Identifizierung der Pläne mit Sonderlagerort wurde an die jeweilige Aktensignatur ein K angefügt. In gebundene Akten eingenähte Pläne verblieben in den Akten. Vor dem Jahr 2000 entnommene Pläne befinden sich im Bestand G Bauplansammlung, meist unter Mannheim. Entsprechende Signaturen wurden beim jeweiligen Akteneintrag vermerkt. Soweit die in einer Kooperation zu Nachlassakten zwischen dem Stadtarchiv Mannheim/Marchivum und dem Generallandesarchiv Karlsruhe 2002 von Carl Jochen Müller unter anderem neu verzeichneten obengenannten Nachlassakten weiterführende Enthältvermerke erhielten, als das bisherige Findbuch im Generallandesarchiv, wurde das Onlinefindmittel entsprechend ergänzt.
Behörden- und Bestandsgeschichte: 1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp die Residenz der Kurpfalz von Heidelberg nach Mannheim, das bereits als pfälzische Festung seit 1606, barocke Planstadt und Standort einer durch Privilegien geförderten Wirtschaft eine besondere Rolle gespielt hatte. Bis zum Regierungsantritt des Kurfürsten Carl Theodor in München im Jahr 1778 blieb Mannheim das politische und kulturelle Zentrum der Kurpfalz, wobei das Nebeneinander der Konfessionen und die Aufnahme französischer Emigranten der Stadt ein besonderes Gepräge gaben. Auch nach dem Abzug der Hofgesellschaft nach München und dem Anfall an Baden 1803 behielt die Stadt ihre Bedeutung als Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Liberalismus. Der Bestand, enthält neben Akten der kurpfälzischen Zentralbehörden auch zahlreiche Akten der badischen Ministerien und Mittelbehörden. Außerdem finden sich eine Reihe von Akten der badischen Behörden über die Zeit des Vormärz und der 1848er Revolution vor allem unter den Rubriken Bücher und Verbrechen. Einen sozialgeschichtlich besonders wichtigen Überlieferungsblock bilden die über 600 Nachlassakten des 17. und 18. Jahrhunderts unter der Rubrik Erbschaften. Zwischen 1978 und 1980 überarbeitete der damalige Inspektoranwärterkurs unter Anleitung von Reinhold Rupp das bisherige Zettelrepertorium. Das maschienenschriftliche Findbuch fertigte Frau Kuhnle 1984. Die jetzige vertiefende Überarbeitung des Findbuchs zur Aufbereitung als Online-Findmittel übernahm Gabriele Wüst 2023. Zu den umfangreichen Redaktionsarbeiten gehörte auch die Entnahme und Verzeichnung von ca. 250 überformatigen oder losen Plänen. Zur Identifizierung der Pläne mit Sonderlagerort wurde an die jeweilige Aktensignatur ein K angefügt. In gebundene Akten eingenähte Pläne verblieben in den Akten. Vor dem Jahr 2000 entnommene Pläne befinden sich im Bestand G Bauplansammlung, meist unter Mannheim. Entsprechende Signaturen wurden beim jeweiligen Akteneintrag vermerkt. Soweit die in einer Kooperation zu Nachlassakten zwischen dem Stadtarchiv Mannheim/Marchivum und dem Generallandesarchiv Karlsruhe 2002 von Carl Jochen Müller unter anderem neu verzeichneten obengenannten Nachlassakten weiterführende Enthältvermerke erhielten, als das bisherige Findbuch, wurde das Onlinefindmittel entsprechend ergänzt.
Benutzungshinweise: Der Bestand ist verfilmt. Die Originalakten werden nicht vorgelegt. Von sechs ausgewählten Akten zur Badischen Revolution mit den Signaturen 213 Nr. 3739, Nr. 3740 a, Nr. 3740 b, Nr. 3740 c, Nr. 3769 und Nr. 3784 kann der Mikrofilm bereits digitalisiert im Internet eingesehen werden. Eine Sonderkartei mit alphabetischem Namensverzeichnis zu 213 Nr. 3859 und 213 Nr. 3860 ist in Karteiform vorhanden, jedoch nicht ganz vollständig.
Literatur: Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 374-376. Bürgerverzeichnis 1719, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 116 (1968) S. 291-347.
1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp die Residenz der Kurpfalz von Heidelberg nach Mannheim, das bereits als pfälzische Festung seit 1606, barocke Planstadt und Standort einer durch Privilegien geförderten Wirtschaft eine besondere Rolle gespielt hatte. Bis zum Regierungsantritt des Kurfürsten Carl Theodor in München im Jahr 1778 blieb Mannheim das politische und kulturelle Zentrum der Kurpfalz, wobei das Nebeneinander der Konfessionen und die Aufnahme französischer Emigranten der Stadt ein besonderes Gepräge gaben. Auch nach dem Abzug der Hofgesellschaft nach München und dem Anfall an Baden 1803 behielt die Stadt ihre Bedeutung als Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Liberalismus.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand, enthält neben Akten der kurpfälzischen Zentralbehörden auch zahlreiche Akten der badischen Ministerien und Mittelbehörden. Außerdem finden sich eine Reihe von Akten der badischen Behörden über die Zeit des Vormärz und der 1848er Revolution vor allem unter den Rubriken Bücher und Verbrechen. Einen sozialgeschichtlich besonders wichtigen Überlieferungsblock bilden die über 600 Nachlassakten des 17. und 18. Jahrhunderts unter der Rubrik Erbschaften. Zwischen 1978 und 1980 überarbeitete der damalige Inspektoranwärterkurs unter Anleitung von Reinhold Rupp das bisherige Zettelrepertorium. Das maschienenschriftliche Findbuch fertigte Frau Kuhnle 1984. Die jetzige vertiefende Überarbeitung des Findbuchs zur Aufbereitung als Online-Findmittel übernahm Gabriele Wüst 2023. Zu den umfangreichen Redaktionsarbeiten gehörte auch die Entnahme und Verzeichnung von ca. 250 überformatigen oder losen Plänen. Zur Identifizierung der Pläne mit Sonderlagerort wurde an die jeweilige Aktensignatur ein K angefügt. In gebundene Akten eingenähte Pläne verblieben in den Akten. Vor dem Jahr 2000 entnommene Pläne befinden sich im Bestand G Bauplansammlung, meist unter Mannheim. Entsprechende Signaturen wurden beim jeweiligen Akteneintrag vermerkt. Soweit die in einer Kooperation zu Nachlassakten zwischen dem Stadtarchiv Mannheim/Marchivum und dem Generallandesarchiv Karlsruhe 2002 von Carl Jochen Müller unter anderem neu verzeichneten obengenannten Nachlassakten weiterführende Enthältvermerke erhielten, als das bisherige Findbuch im Generallandesarchiv, wurde das Onlinefindmittel entsprechend ergänzt.
Behörden- und Bestandsgeschichte: 1720 verlegte Kurfürst Carl Philipp die Residenz der Kurpfalz von Heidelberg nach Mannheim, das bereits als pfälzische Festung seit 1606, barocke Planstadt und Standort einer durch Privilegien geförderten Wirtschaft eine besondere Rolle gespielt hatte. Bis zum Regierungsantritt des Kurfürsten Carl Theodor in München im Jahr 1778 blieb Mannheim das politische und kulturelle Zentrum der Kurpfalz, wobei das Nebeneinander der Konfessionen und die Aufnahme französischer Emigranten der Stadt ein besonderes Gepräge gaben. Auch nach dem Abzug der Hofgesellschaft nach München und dem Anfall an Baden 1803 behielt die Stadt ihre Bedeutung als Zentrum des wirtschaftlichen und politischen Liberalismus. Der Bestand, enthält neben Akten der kurpfälzischen Zentralbehörden auch zahlreiche Akten der badischen Ministerien und Mittelbehörden. Außerdem finden sich eine Reihe von Akten der badischen Behörden über die Zeit des Vormärz und der 1848er Revolution vor allem unter den Rubriken Bücher und Verbrechen. Einen sozialgeschichtlich besonders wichtigen Überlieferungsblock bilden die über 600 Nachlassakten des 17. und 18. Jahrhunderts unter der Rubrik Erbschaften. Zwischen 1978 und 1980 überarbeitete der damalige Inspektoranwärterkurs unter Anleitung von Reinhold Rupp das bisherige Zettelrepertorium. Das maschienenschriftliche Findbuch fertigte Frau Kuhnle 1984. Die jetzige vertiefende Überarbeitung des Findbuchs zur Aufbereitung als Online-Findmittel übernahm Gabriele Wüst 2023. Zu den umfangreichen Redaktionsarbeiten gehörte auch die Entnahme und Verzeichnung von ca. 250 überformatigen oder losen Plänen. Zur Identifizierung der Pläne mit Sonderlagerort wurde an die jeweilige Aktensignatur ein K angefügt. In gebundene Akten eingenähte Pläne verblieben in den Akten. Vor dem Jahr 2000 entnommene Pläne befinden sich im Bestand G Bauplansammlung, meist unter Mannheim. Entsprechende Signaturen wurden beim jeweiligen Akteneintrag vermerkt. Soweit die in einer Kooperation zu Nachlassakten zwischen dem Stadtarchiv Mannheim/Marchivum und dem Generallandesarchiv Karlsruhe 2002 von Carl Jochen Müller unter anderem neu verzeichneten obengenannten Nachlassakten weiterführende Enthältvermerke erhielten, als das bisherige Findbuch, wurde das Onlinefindmittel entsprechend ergänzt.
Benutzungshinweise: Der Bestand ist verfilmt. Die Originalakten werden nicht vorgelegt. Von sechs ausgewählten Akten zur Badischen Revolution mit den Signaturen 213 Nr. 3739, Nr. 3740 a, Nr. 3740 b, Nr. 3740 c, Nr. 3769 und Nr. 3784 kann der Mikrofilm bereits digitalisiert im Internet eingesehen werden. Eine Sonderkartei mit alphabetischem Namensverzeichnis zu 213 Nr. 3859 und 213 Nr. 3860 ist in Karteiform vorhanden, jedoch nicht ganz vollständig.
Literatur: Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 374-376. Bürgerverzeichnis 1719, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 116 (1968) S. 291-347.
4489 Akten (Nr. 1-4579)
Bestand
Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 374-376.
Bürgerverzeichnis 1719, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 116 (1968) S. 291-347.
Bürgerverzeichnis 1719, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 116 (1968) S. 291-347.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST