Bergrevier Zeitz (Bestand)
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F 79 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.01. Bergbau >> 07.01.02. Vorgängerbehörden und nachgeordnete Behörden des Oberbergamts Halle
1743 - 1947
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch 1954 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Mittels Erlass des Ministers für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten erfolgte die Versetzung des Revierbeamten von Weißenfels nach Zeitz zum 1. Oktober 1865 und gleichzeitig die Bildung des Bergreviers Zeitz.
Unter deren Aufsicht gelangten dann zum 1. Januar 1869 die Gruben der Kreise Ziegenrück und Schleusingen des aufgelösten Bergreviers Kamsdorf.
Unter erneuter Feststellung der Grenzen der Bergreviere umfasste ab 1. Oktober 1882 das Bergrevier Zeitz den Kreis Weißenfels südlich der Linie Pegau - Hohenmölsen - Teuchern - Stößen sowie die Kreise Zeitz und Ziegenrück.
Nachdem die Förderung und der Absatz auf den Gruben des Bergreviers Zeitz im Gegensatz zu den Gruben angrenzenden Bergreviers Weißenfels stark angestiegen waren, entschloss sich das Oberbergamt Halle zu einem Ausgleich durch Veränderung der Reviergrenzen, dem das Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten seine Zustimmung erteilte. Zum Bergrevier Weißenfels gelangten dadurch die im Raum Gröben - Wildschütz - Nödlitz - Tackau - Deuben belegenen Braunkohlengruben.
Zum Bergrevier Zeitz gehörten damit noch 47 Braunkohlengruben, von denen 1894 31 in Betrieb waren, die Eisenerzgrube "Vereinigte Revier" bei Kamsdorf sowie weitere 39 nicht in Betrieb befindliche Eisenerzgruben.
Im Jahre 1926 fand eine weitere Grenzregulierung mit dem Bergrevier Naumburg statt.
Von 1943 bis September 1946 führte die Bergbehörde die Bezeichnung "Bergamt Zeitz", die zum 1. Oktober 1946 in "Technische Bergbauinspektion Zeitz" umbenannt wurde.
Bestandsinformationen: Ber Bestand des Bergreviers Zeitz (F 79) wurde nach seiner Übernahme im Jahre 1954 in das damalige Staatsarchiv Magdeburg verzeichnet und geordnet. Als Anhang wurden dem Bestand die Akten der Technischen Bezirks-Bergbauinspektionen Zeitz mit den von dieser übernommenen, zum Teil auch weiterführenden Vorakten (Bergreviere, Bergämter und Technische Bergbauinspektionen Zeitz, Naumburg, Altenburg und Leipzig, Bergämter Saalfeld und Weimar sowie Oberbergamt und Bergwirtschaftsstelle Freiberg) zugeordnet. Jene Akten waren zunächst in das damalige Landesarchiv Altenburg gelangt und von dort im Jahre 1960 in das Staatsarchiv Magdeburg übernommen worden.
Aufgrund der Registraturverhältnisse wurde zu jener Zeit von einer Aufgliederung des Anhangs nach den einzelnen Registraturbildnern abgesehen. Die um 1955 im damaligen Landesarchiv Altenburg angelegte Findkartei wurde 1961 vervollständigt und im Jahre 1974 vorläufig geordnet.
Im Zuge der Retrokonversion des Bestandes wurde die Aufgliederung der Archivalien nach den einzelnen Registraturbildnern vollzogen. Dabei wurden die Akten des Bergreviers Zeitz (bis 1943) sowie des ab 1943 bis Ende 1946 fungierenden Bergamtes dem Bestand F 79 Bergrevier Zeitz zugeordnet.
Aus dem bestehenden Anhang des Bergreviers/Bergamtes Zeitz erfolgte nunmehr die Bildung eines eigenständigen Bestandes "Technische Bezirksbergbauinspektion/Bergbehörde Zeitz" (F 79 Anhang). Dem zugeordnet wurden die Akten der Technischen Bergbauinspektionen Altenburg und Leipzig sowie deren Vorgängerbehörden, die zum 1. Januar 1947 in die Technische Bezirksbergbauinspektion Zeitz aufgingen.
Vereinzelte Archivalien weisen eine Laufzeit bis 1947 auf. Der Überlieferungsschwerpunkt jener Akteneinheiten lag bis zum Ende der Tätigkeit des Bergamtes Zeitz (September 1946) und erhielt zu Zeiten der Technischen Bezirksbergbauinspektion keinen bedeutenden Zuwachs. An dieser Stelle wurde entschieden, die Akteneinheiten in der Bandfolge zu belassen, um den Überlieferungszusammenhang zu erhalten.
Findhilfsmittel: Findbuch 1954 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Mittels Erlass des Ministers für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten erfolgte die Versetzung des Revierbeamten von Weißenfels nach Zeitz zum 1. Oktober 1865 und gleichzeitig die Bildung des Bergreviers Zeitz.
Unter deren Aufsicht gelangten dann zum 1. Januar 1869 die Gruben der Kreise Ziegenrück und Schleusingen des aufgelösten Bergreviers Kamsdorf.
Unter erneuter Feststellung der Grenzen der Bergreviere umfasste ab 1. Oktober 1882 das Bergrevier Zeitz den Kreis Weißenfels südlich der Linie Pegau - Hohenmölsen - Teuchern - Stößen sowie die Kreise Zeitz und Ziegenrück.
Nachdem die Förderung und der Absatz auf den Gruben des Bergreviers Zeitz im Gegensatz zu den Gruben angrenzenden Bergreviers Weißenfels stark angestiegen waren, entschloss sich das Oberbergamt Halle zu einem Ausgleich durch Veränderung der Reviergrenzen, dem das Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten seine Zustimmung erteilte. Zum Bergrevier Weißenfels gelangten dadurch die im Raum Gröben - Wildschütz - Nödlitz - Tackau - Deuben belegenen Braunkohlengruben.
Zum Bergrevier Zeitz gehörten damit noch 47 Braunkohlengruben, von denen 1894 31 in Betrieb waren, die Eisenerzgrube "Vereinigte Revier" bei Kamsdorf sowie weitere 39 nicht in Betrieb befindliche Eisenerzgruben.
Im Jahre 1926 fand eine weitere Grenzregulierung mit dem Bergrevier Naumburg statt.
Von 1943 bis September 1946 führte die Bergbehörde die Bezeichnung "Bergamt Zeitz", die zum 1. Oktober 1946 in "Technische Bergbauinspektion Zeitz" umbenannt wurde.
Bestandsinformationen: Ber Bestand des Bergreviers Zeitz (F 79) wurde nach seiner Übernahme im Jahre 1954 in das damalige Staatsarchiv Magdeburg verzeichnet und geordnet. Als Anhang wurden dem Bestand die Akten der Technischen Bezirks-Bergbauinspektionen Zeitz mit den von dieser übernommenen, zum Teil auch weiterführenden Vorakten (Bergreviere, Bergämter und Technische Bergbauinspektionen Zeitz, Naumburg, Altenburg und Leipzig, Bergämter Saalfeld und Weimar sowie Oberbergamt und Bergwirtschaftsstelle Freiberg) zugeordnet. Jene Akten waren zunächst in das damalige Landesarchiv Altenburg gelangt und von dort im Jahre 1960 in das Staatsarchiv Magdeburg übernommen worden.
Aufgrund der Registraturverhältnisse wurde zu jener Zeit von einer Aufgliederung des Anhangs nach den einzelnen Registraturbildnern abgesehen. Die um 1955 im damaligen Landesarchiv Altenburg angelegte Findkartei wurde 1961 vervollständigt und im Jahre 1974 vorläufig geordnet.
Im Zuge der Retrokonversion des Bestandes wurde die Aufgliederung der Archivalien nach den einzelnen Registraturbildnern vollzogen. Dabei wurden die Akten des Bergreviers Zeitz (bis 1943) sowie des ab 1943 bis Ende 1946 fungierenden Bergamtes dem Bestand F 79 Bergrevier Zeitz zugeordnet.
Aus dem bestehenden Anhang des Bergreviers/Bergamtes Zeitz erfolgte nunmehr die Bildung eines eigenständigen Bestandes "Technische Bezirksbergbauinspektion/Bergbehörde Zeitz" (F 79 Anhang). Dem zugeordnet wurden die Akten der Technischen Bergbauinspektionen Altenburg und Leipzig sowie deren Vorgängerbehörden, die zum 1. Januar 1947 in die Technische Bezirksbergbauinspektion Zeitz aufgingen.
Vereinzelte Archivalien weisen eine Laufzeit bis 1947 auf. Der Überlieferungsschwerpunkt jener Akteneinheiten lag bis zum Ende der Tätigkeit des Bergamtes Zeitz (September 1946) und erhielt zu Zeiten der Technischen Bezirksbergbauinspektion keinen bedeutenden Zuwachs. An dieser Stelle wurde entschieden, die Akteneinheiten in der Bandfolge zu belassen, um den Überlieferungszusammenhang zu erhalten.
Laufmeter: 54.4
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ