Jakob Schabus an Karl Weltzien
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27072 Nachlass Karl Weltzien
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.133 Schabus, Jakob (*1825, +1867)
1855 Februar 12, Wien
Enthält: (1r) "Sectionsrath [Wilhelm Ritter von] Haidinger" untersuchte sowohl die "Krystalle des Tetramethylammonium-Pentajodid [sowie] die des Trijodids in Bezug auf das optische Verhalten". Schabus übermittelt die Ergebnisse bezüglich des "Pentajodides": Lage, Verlauf und Farbe des Hauptreflexes und dessen lichteinfallswinkelabhängige Farbvarianten, die Oberflächenfarbigkeit in Abhängigkeit von Lichteinfallswinkel und Poliermittel (Achatpistill, Bergkristall) (1v) sowie die Oberflächenfarbigkeit der Seitenflächen. "Tetramethylammonium-Trijodid" ist leichter als "die vorige Verbindung" aufzupolieren. Schabus teilt die kristallografischen Ergebnisse bezüglich der lichteinfallswinkelabhängigen Oberflächenfarbigkeit, der Abhängigkeit von Kristalldicke und Poliermittel (Achatpistill), (2r) des Reflexionsverhalten und der Durchsichtigkeit sowie des Absorptionsverhalten dünner Splitter mit. Schabus erkennt die Substanzabhängigkeit der Einfallswinkel bei etwa gleicher Oberflächenfarbe. Weitere Untersuchungen sind angeraten. Schabus übersandte bereits die Ergebnisse der kristallografischen Bestimmung des "Aethylammoniumchlorid-Platinchlorides". (Joseph) Redtenbacher übergab Kristalle des "Bi- und Tetraammoniumchlorid-Platinchlorides". Erstere wurden bereits von (Johann Heinrich Jacob?) Müller untersucht. Schabus bestätigt seine Ergebnisse: Die Kristalle sind "monoklinoctrisch". Letztere sind tesseral und vermutlich mit "Ammoniumchlorid- Platinchlorid" isomorph. Die Flächen waren für eine genauere Bestimmung "zu wenig eben". (2v) "Aethylammonium [reagiert] mit Thonerde und Schwefelsäure" zu einer mit "Ammonium Alaune[n]" isomorphen Verbindung. Es ist daher "auffallend, daß die Platinchloridverbindung nicht ebenfalls tesseral krystallisiert", denn das von (Theodor) Wertheim dargestellte "Trimethylammonium-Platinchlorid" ist mit den "gewöhnlichen Platinchlorid- Doppelverbindungen isomorph". Schabus schlägt daher die systematische Untersuchung von "derartigen Verbindungen" vor. (Beilage 1r) Zeichnung eines "Biaethylammonium-chlorid-Platinchlorid[kristalls]" von (Johann Heinrich Jacob?) Müller in Freiburg (im Breisgau) aus dem Jahr 1854.
3 Blatt
Handschriften
Freiburg im Breisgau/DE
Wien/AT
07.03.2025, 9:23 AM CET
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