Bergrevier Dürrenberg (Bestand)
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F 74 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.01. Bergbau >> 07.01.02. Vorgängerbehörden und nachgeordnete Behörden des Oberbergamts Halle
1845 - 1929
Findhilfsmittel: Findbuch von 1954; Überarbeitung 2012 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Das Revier Dürrenberg war zunächst Teil des Bergamtsbezirks Eisleben. Da das zu beaufsichtigende Gebiet zu groß war, verrichteten bereits Berggeschworene die Aufsicht über einzelne Privatbraunkohlengruben und erstatteten Berichte an das zuständige Bergamt in Eisleben.
Mit Reorganisation der Bergverwaltung bzw. Bildung der Berg- und Salineninspektionen und Geschworenenreviere in der Provinz Sachsen im Jahre 1861 wurden die Bergämter Eisleben und Halberstadt aufgelöst. Im Zuge dessen erfolgte die Bildung des Berggeschworenenreviers Dürrenberg und die Neufestlegung der Grenzen.
Der für das Revier zuständige Bergmeister Mehner hatte die Aufsicht über die Privatbraunkohlengruben in der Grenze vom Austrittspunkt der Elster bei Schkeuditz bis zur Mündung der Saale bei Holleben, an der Chaussee über Lauchstädt, Querfurt und Artern bis zur Weimarer Grenze, südlich an derselben entlang bis zur Unstrut, aufwärts bis zur schwarzburgischen Grenze, weiter bis zur Grenze des Regierungsbezirks Erfurt bis Weißenfels und von hier an der Chaussee bis nach Leipzig bis zur sächsischen Grenze und an dieser bis zur Elster, inne.
Im Dezember 1864 wurde die Einteilung des Oberbergamtsdistrikts Halle in Bergreviere festgelegt, so dass zum 1. Januar 1865 das eigenständige „Bergrevier Dürrenberg“ seine Arbeit aufnahm.
Mit Erlass des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 28. August 1882 erfolgte eine neue Bergreviereinteilung sowie der Grenzen in den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt. Darin wurde festgelegt, dass das bisherige Bergrevier Dürrenberg die Bezeichnung „Bergrevier Weißenfels“ führt. Grund war die Verlegung des Wohnsitzes des Bergrevierbeamten zum 1. Oktober 1882 von Dürrenberg nach Weißenfels.
Bestandsinformationen: Vom heutigen Landesarchiv Sachsen-Anhalt wurden in den Jahren 1947 bis 1952 alle noch beim Oberbergamt Halle überlieferten älteren Aktenbestände übernommen und mit früheren Ablieferungen zum Bergarchiv (F) vereinigt bzw. neue Bestände aufgestellt.
Im Jahre 1954 wurden die Akten des Bestandes durch Studenten der Berliner und Leipziger Universität unter der Repositur F 74 geordnet, verzeichnet und ein Findbuch erstellt. Im Zuge der Bearbeitung des Bestandes F 89 „Ablieferung Bergbehörde Halle 1967“ konnte eine Archivale dem Bestand zugeordnet werden.
Die Retrokonversion des Findbuches erfolgte im Oktober 2009. Im Jahre 2012 wurde der Bestand überarbeitet, die in den Akteneinheiten enthaltenen Pläne erfasst. Die Erstellung der Registraturbildner- und Bestandsinformation erfolgte im August 2015.
Zusatzinformationen: Literatur:
U. Heß: Die Organisation der Bergbehörden in Thüringen und ihre archivalische Überlieferung. In: Archivmitteilungen 10(1960), S. 50-61
Enthaltene Karten: 78
Registraturbildner: Das Revier Dürrenberg war zunächst Teil des Bergamtsbezirks Eisleben. Da das zu beaufsichtigende Gebiet zu groß war, verrichteten bereits Berggeschworene die Aufsicht über einzelne Privatbraunkohlengruben und erstatteten Berichte an das zuständige Bergamt in Eisleben.
Mit Reorganisation der Bergverwaltung bzw. Bildung der Berg- und Salineninspektionen und Geschworenenreviere in der Provinz Sachsen im Jahre 1861 wurden die Bergämter Eisleben und Halberstadt aufgelöst. Im Zuge dessen erfolgte die Bildung des Berggeschworenenreviers Dürrenberg und die Neufestlegung der Grenzen.
Der für das Revier zuständige Bergmeister Mehner hatte die Aufsicht über die Privatbraunkohlengruben in der Grenze vom Austrittspunkt der Elster bei Schkeuditz bis zur Mündung der Saale bei Holleben, an der Chaussee über Lauchstädt, Querfurt und Artern bis zur Weimarer Grenze, südlich an derselben entlang bis zur Unstrut, aufwärts bis zur schwarzburgischen Grenze, weiter bis zur Grenze des Regierungsbezirks Erfurt bis Weißenfels und von hier an der Chaussee bis nach Leipzig bis zur sächsischen Grenze und an dieser bis zur Elster, inne.
Im Dezember 1864 wurde die Einteilung des Oberbergamtsdistrikts Halle in Bergreviere festgelegt, so dass zum 1. Januar 1865 das eigenständige „Bergrevier Dürrenberg“ seine Arbeit aufnahm.
Mit Erlass des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 28. August 1882 erfolgte eine neue Bergreviereinteilung sowie der Grenzen in den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt. Darin wurde festgelegt, dass das bisherige Bergrevier Dürrenberg die Bezeichnung „Bergrevier Weißenfels“ führt. Grund war die Verlegung des Wohnsitzes des Bergrevierbeamten zum 1. Oktober 1882 von Dürrenberg nach Weißenfels.
Bestandsinformationen: Vom heutigen Landesarchiv Sachsen-Anhalt wurden in den Jahren 1947 bis 1952 alle noch beim Oberbergamt Halle überlieferten älteren Aktenbestände übernommen und mit früheren Ablieferungen zum Bergarchiv (F) vereinigt bzw. neue Bestände aufgestellt.
Im Jahre 1954 wurden die Akten des Bestandes durch Studenten der Berliner und Leipziger Universität unter der Repositur F 74 geordnet, verzeichnet und ein Findbuch erstellt. Im Zuge der Bearbeitung des Bestandes F 89 „Ablieferung Bergbehörde Halle 1967“ konnte eine Archivale dem Bestand zugeordnet werden.
Die Retrokonversion des Findbuches erfolgte im Oktober 2009. Im Jahre 2012 wurde der Bestand überarbeitet, die in den Akteneinheiten enthaltenen Pläne erfasst. Die Erstellung der Registraturbildner- und Bestandsinformation erfolgte im August 2015.
Zusatzinformationen: Literatur:
U. Heß: Die Organisation der Bergbehörden in Thüringen und ihre archivalische Überlieferung. In: Archivmitteilungen 10(1960), S. 50-61
Enthaltene Karten: 78
Laufmeter: 1.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ