Abt. 47.5 Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät/Rechtswissenschaftliche Fakultät (Bestand)
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Abt. 47.5
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867 >> Abt. 47 Christian-Albrechts-Universität Kiel
1670-2010
Geschichte des Bestandsbildners: Die Juristische Fakultät (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) gehört zu den Gründungsfakultäten der Universität Kiel. Sie übte neben der Lehrfunktion zugleich auch Rechtsgutachtertätigkeit durch das sogenannte Spruchkollegium bis 1879 aus. Die Fakultät wurde 1913 durch Einbeziehung der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer zur Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät erweitert. 1970 erfolgte die Abtrennung der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und die Umwandlung in eine jeweils eigenständige Rechtswissenschaftliche sowie eine Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät.
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält vorrangig Schriftgut aus der Zeit ab 1945. Aus dem Zeitraum davor liegt nur eine bruchstückhafte Überlieferung von Akten der Fakultätsverwaltung vor, da deren Registratur im Zweiten Weltkrieg weitgehend vernichtet wurde.
Eine erste Ablieferung in kleinerem Umgang in Form von Promotionsakten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts erfolgte 1966. Einen größeren Zugang erhielt der Bestand 1976, als neben einigen wenigen Fakultätsakten die umfangreichen Unterlagen und Protokolle des Spruchkollegiums ins Landesarchiv gelangten. Zu diesem Zeitpunkt lagen im Landesarchiv bereits einige Spruchakten vor, die 1974 mit einer Ablieferung der Universitätsbibliothek Kiel übernommen und im Bestand Abt. 400.5 verzeichnet worden waren (s. Angaben im Feld "Korrespondierende Archivalien"). 1983 gelangten Promotions- und Habilitationsurkunden aus den 1940er bis beginnenden 1970er Jahren in den Bestand.
Der überwiegende Teil der Überlieferung, der das Schriftgut ab 1945 umfasst, wurde von der Fakultät seit 2011 in mehreren Ablieferungen an das Landesarchiv abgegeben. (Stand: 13.10.2022)
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.5 Nr. 50
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält vorrangig Schriftgut aus der Zeit ab 1945. Aus dem Zeitraum davor liegt nur eine bruchstückhafte Überlieferung von Akten der Fakultätsverwaltung vor, da deren Registratur im Zweiten Weltkrieg weitgehend vernichtet wurde.
Eine erste Ablieferung in kleinerem Umgang in Form von Promotionsakten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts erfolgte 1966. Einen größeren Zugang erhielt der Bestand 1976, als neben einigen wenigen Fakultätsakten die umfangreichen Unterlagen und Protokolle des Spruchkollegiums ins Landesarchiv gelangten. Zu diesem Zeitpunkt lagen im Landesarchiv bereits einige Spruchakten vor, die 1974 mit einer Ablieferung der Universitätsbibliothek Kiel übernommen und im Bestand Abt. 400.5 verzeichnet worden waren (s. Angaben im Feld "Korrespondierende Archivalien"). 1983 gelangten Promotions- und Habilitationsurkunden aus den 1940er bis beginnenden 1970er Jahren in den Bestand.
Der überwiegende Teil der Überlieferung, der das Schriftgut ab 1945 umfasst, wurde von der Fakultät seit 2011 in mehreren Ablieferungen an das Landesarchiv abgegeben. (Stand: 13.10.2022)
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.5 Nr. 50
36 (Stand: 12.07.2023) lfd. M.
Bestand
Literatur: - 350 Jahre Rechtswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Hrsg. von Andreas von Arnauld, Ingo Augsberg und Rudolf Meyer-Pritzl. Tübingen 2018. - Rudolf Meyer-Pritzl: Die Rechtswissenschaftliche Fakultät. In: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt. Hrsg. von Oliver Auge. Kiel 2015, 291-304. - Erich Döhring: Geschichte der juristischen Fakultät 1665-1965. In: Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel 1665-1965. Band 3, Teil 1. Neumünster 1965. - Eugen Wohlhaupter: Die Spruchtätigkeit der Kieler juristischen Fakultät von 1665-1879. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte Band LVIII, Germanistische Abteilung (1938), 752-787. - Christina Wiener: Kieler Fakultät und 'Kieler Schule'. Die Rechtslehrer an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät zu Kiel in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre Entnazifizierung (Kieler Rechtswissenschaftliche Abhandlungen N.F. 67). Baden-Baden 2013.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ