Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Verwendung von Einkünften des Kl. Ahnaberg
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Ausfert. Pergt., Siegel 1. und 2. hängen, etwas am Rande beschädigt, an Pergamentstreifen an.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno 1299, feria sexta proxima ante f. Mychaelis.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Albert, Propst, Lutghardis, Priorin, und der Konvent zu Ahnaberg (Anenberge) bestimmen die Verwendung gewisser Einkünfte: 8 Schillinge Pfennige, welche jährlich aus einer in Kassel (Cassele) bei der steinernen Brücke (lapideum pontem) gelegenen Hofstatt, die der Landgraf Heinrich ihrer Mitschwester Jutta von Venne geschenkt hat, fallen, sollen den Nonnen am Weihnachtsabend gereicht werden ,,ad servicium et solamen'; 13½ Schillinge Rente von Gütern in Hertingshausen (Hertingshusen) aus dem Besitze der † Priorin Gertrud von Wolfershausen (Wlfershusen) fallen an das Haus, in dem die kranken Nonnen Erholung finden; von 26 Schillingen Rente von 2 Gärten außerhalb der Mauern von Kassel vor dem Zwehrener Tore (valvam Twern), die die Mitschwestern Alheydis von Maden und Cuneghundis von Friedberg (Vredeberg) mit Hilfe der † Schwester der Adelhaid, Kunegunde, von Gotfrid von Thonin gekauft haben, fallen 6 Schillinge für die Lichter im Dormitorium der Nonnen und nach dem Tode der gen. Adelheid und Kunegunde 3 Schillinge an den Propst in Ahnaberg und seine Genossen zur Abhaltung der Messen für die Verstorbenen, die übrigen 17 Schillinge werden den Nonnen an der Vigilie des Palmsonntags gereicht ,,ad servicium et solamen'; 18 Schillinge Rente von einem Garten vor dem Tore nach Wolfsanger (Wlvesanggere), den die genannte Adelheid mit Hilfe des † Ritters Kuntram von Olfen gekauft hat, sollen nach dem Tode der Adelheid und Kunegunde den Nonnen an der Vigilia des Palmsonntages gereicht werden 'ad solacium', doch soll, falls Jutta von Lutthere, ihre Mitschwester, nach dem Tode der genannten beiden noch am Leben ist, die Hälfte davon der Jutta auf Lebenszeit zufallen; 5 Schillinge Rente von einer Hofstatt, die Adelheid von Maden von Konrad Kovoz gekauft hat, und 6 Schillinge Rente von einem Garten, den dieselbe Adelheid von Elisabet, Tochter des Ghuncelin, gekauft hat, sind bestimmt für die Lichter in dem Chor der Nonnen; die Einkünfte von 2 Aeckern bei Waldau (Wlda) unterhalb Kassel und bei Wolfsanger (Wlvesanggere), welche Reynbert, Wollenweber, (laneus textor) der Kirche geschenkt hat, sind bestimmt für die Lichter, die während der Messe beim Kanon zu brennen pflegen, desgleichen die Einkünfte von 2 Aeckern, die der Priester d. Gumpert zum Seelenheile seines Vaters Ernst und seiner Mutter Hedwig gestiftet hat; 1 Schilling von einer Hofstatt des Heinrich Cassche in der Neustadt Kassel und 15 Denare von einer Hof Stadt im Dorfe Wolfsanger sind für das Bad (balniatorium) der Nonnen; 4 Schillinge von einem Garten vor dem Wolfsangertor, den † Adelheid Husmennen der Kirche geschenkt hat, sind für die Lichter bei der Abendmahlzeit der Nonnen zur Winterszeit.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Rubrum d. 16. Jahrh.: Über daz geluchte in dem winter.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Propst und Konvent.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Reg.: Grotefend, Reg. d. Landgr. v. H., Nr. 397. Schultze, Kasseler Klöster Nr. 42
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.