Gültbrief
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 1350
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 3 Kaufbriefe, Zinsbriefe u.ä. 1547-1805
1586 Februar 19, Samstag
Regest: Georg Kembler, Bürger und Küfer zu Reutlingen, bekennt für sich und seine Erben, die er hiezu festiglich verbinden tut, daß er mit Consens des Rates allhie an Thoma alt Knapp und Matheus Betz, beide des Kleinen Rats und Zehentvögte, verkauft hat 5 Gulden jährl. Zins, auf Johannis Baptiste fällig, aus seinem 1/2 Morgen Wingerts im Wernsperg, zwischen Wolf Amman und Martin jung Müelich gelegen, oben auf den gemeinen Wald und unten an gemeinen Weg stoßend; steht hievor den Zehentvögten allhie das Viertel; ferner 1/2 Morgen Wingert im Werenwolltt gelegen, oben auf den gemeinen Weg und unten Heinrich Clewers Witib stoßend; zinst zuvor den vacierenden Pfründen jährlich 5 Schilling und dem Zehentamt das Viertel, sonst eigen. Der Zinskauf ist geschehen um 100 Gulden Hauptguts genehmer Landes-, sonderlich aber der Stadt Reutlingen Währung. Wenn er oder seine Erben in Reichung des Zinses einmal säumig erscheinen, so haben die Zehentvögte gut Fug, Macht und Recht, das Unterpfand nach der Stadt Reutlingen löblichem Recht darum anzugreifen so lang und viel, bis ihnen um Hauptgut und Zins eine völlige Bezahlung widerfahren ist. Dem Zinsverkäufer ist gütlich zugelassen, die 5 Gulden Jahrzins samentlich (= im ganzen) mit 100 Gulden Hauptguts oder den Teilbetrag von 2 1/2 Gulden mit 50 Gulden an sich zu lösen. Die Absicht der Lösung soll er 1/4 Jahr zuvor den Zehentvögten zu wissen tun.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Siegel (Erhaltung): Siegel abgeschnitten
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler Lorenz Zisar, Stadtschreiber zu Reutlingen
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler Lorenz Zisar, Stadtschreiber zu Reutlingen
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ