Handwerkssprüche der Gesellen des Nagelschmiedehandwerks
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E 5/49 Nr. 29
E 5/49 Nagelschmiede
Nagelschmiede
1550
Enthält:
Artickel und Ordnung der Nagelschmidtsgesellen, wan sie einen Jungen zum Gesellen machen, wie hervor ist gebracht worden 1550
abgeschrieben am 10. Dez. 1698 von Heinrich Mühlreichel
abgeschrieben am 4. Aug. 1715 von Johann Jacob Kempf
abgeschrieben am 12. Apr. 1733 von Meister Johann Jacob Reiser
abgeschrieben am 12. Aug. 1761 von Johann Friedrich Apelt
abgeschrieben am 15. Jul. 1799 von Georg Schmidt [= Tag der Abfassung des vorliegenden Büchleins]
Nachtrag von anderer Hand: Abraham Balthasar Mühlberg wurde Ladengeselle am 24. Aug. 1823
Es folgenn zwei gereimte Handwerkssprüche anlässlich der Aufnahme als Geselle mit Hinweisen zum angemessenen Betragen; der erste Spruch hat satirisch-humoristischen Charakter, der zweite Spruch ist in ernstem Ton verfasst und zweimal vorhanden.
1) ...So frag alsdan nach schönen Jungfrauen
Kehr bey ihnen ein auf gut Vertrauen
Zu der schösten thu dich schwigen
Und thu die erste Nacht bey ihr ligen.
Wan sie wil haben zu früh den Lohn
So spring in Hossen und Wammes davon...
2) ...Leb keusch züchtig vor jederman
Gleichwie der keusche Joseph hat gethan.
Dem Armen theil dein Stücklein Brod
So segnet dich Gott in Hungers Noth.
Schau diessen kurtzen Reimen eben
Den soltu folgen und darnach leben...
Artickel und Ordnung der Nagelschmidtsgesellen, wan sie einen Jungen zum Gesellen machen, wie hervor ist gebracht worden 1550
abgeschrieben am 10. Dez. 1698 von Heinrich Mühlreichel
abgeschrieben am 4. Aug. 1715 von Johann Jacob Kempf
abgeschrieben am 12. Apr. 1733 von Meister Johann Jacob Reiser
abgeschrieben am 12. Aug. 1761 von Johann Friedrich Apelt
abgeschrieben am 15. Jul. 1799 von Georg Schmidt [= Tag der Abfassung des vorliegenden Büchleins]
Nachtrag von anderer Hand: Abraham Balthasar Mühlberg wurde Ladengeselle am 24. Aug. 1823
Es folgenn zwei gereimte Handwerkssprüche anlässlich der Aufnahme als Geselle mit Hinweisen zum angemessenen Betragen; der erste Spruch hat satirisch-humoristischen Charakter, der zweite Spruch ist in ernstem Ton verfasst und zweimal vorhanden.
1) ...So frag alsdan nach schönen Jungfrauen
Kehr bey ihnen ein auf gut Vertrauen
Zu der schösten thu dich schwigen
Und thu die erste Nacht bey ihr ligen.
Wan sie wil haben zu früh den Lohn
So spring in Hossen und Wammes davon...
2) ...Leb keusch züchtig vor jederman
Gleichwie der keusche Joseph hat gethan.
Dem Armen theil dein Stücklein Brod
So segnet dich Gott in Hungers Noth.
Schau diessen kurtzen Reimen eben
Den soltu folgen und darnach leben...
Umfang/Beschreibung: 1 Bd., Pappe in Buntpapier
Archivale
Indexbegriff Person: Apelt, Johann Friedrich
Indexbegriff Person: Kempf, Johann Jacob
Indexbegriff Person: Mühlberg, Abraham Balthasar
Indexbegriff Person: Mühlreichel, Heinrich
Indexbegriff Person: Reiser, Johann Jacob
Indexbegriff Person: Schmidt, Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Gesellen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Handwerkssprüche
Indexbegriff Person: Kempf, Johann Jacob
Indexbegriff Person: Mühlberg, Abraham Balthasar
Indexbegriff Person: Mühlreichel, Heinrich
Indexbegriff Person: Reiser, Johann Jacob
Indexbegriff Person: Schmidt, Georg
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Gesellen
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Handwerkssprüche
Nagelschmiede
Nagelschmiedehandwerk
Nagler
Naglerhandwerk
Handwerksspruch, Nagelschmiedsgesellen
Gesellen, Nagelschmiede
Ladengeselle, Nagelschmiede
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ