Klosterhofmeisterei Pfullingen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 514 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität >> Kloster- und Stiftsgutverwaltungen
(1475-) 1555-1804, 1825
1. Zur Geschichte von Kloster und Klosterhofmeisterei Pfullingen: Die geistlichen Frauen Irmgard und Mechthild aus dem Geschlecht der Remp von Pfullingen gründeten am Martinstag (11. November) des Jahres 1250 ein Klarissenkloster, das der heiligen Cäcilia geweiht wurde. Unter Papst Innozenz IV. wurde das Kloster am 16. November 1252 mit Nonnen des Klarissenklosters Söflingen bei Ulm besetzt. Im Jahre 1274 erteilte König Rudolf I. von Habsburg dem Kloster besondere Freiheiten und empfahl die Nonnen dem Schutz seines Landvogts, des Grafen Albrecht von Hohenberg. Bei der Spaltung des Franziskanerordens im 15. Jahrhundert ging das Kloster zu den Observanten über und wurde im Zuge der Reformation aufgehoben. Da sich die Nonnen weigerten, der neuen Lehre beizutreten, wurden sie 1540 in das leere Franziskanerkloster Leonberg versetzt. Die Klosterhofmeisterei Pfullingen bestand seit 1539 als Nachfolgebehörde des Klosters zur Verwaltung von Besitz und Einkünften; sie wurde 1806 aufgehoben. Literatur: Beschreibung des Oberamts Reutlingen, Stuttgart 1893 Das Land Baden-Württemberg, 7, Stuttgart 1978 Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, 6, Stuttgart 1965
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 514 L Klosterhofmeisterei Pfullingen wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahre 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustauschs übergeben (Az. H.I.11a). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Haupstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 514 Pfullingen wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend Kloster und Klosterhofmeisterei Pfullingen befinden sich vor allem in folgenden Beständen: A 284/76 Kirchenrat: Ämterregistratur, Stabs-Klosterhofmeisterei Pfullingen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 602 Württembergische Regesten H 102/58 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Neuffen, darin u.a. Angaben zum Kloster Pfullingen H 102/61 Geistliche Lagerbücher: Klosterhofmeisterei Pfullingen. Sechs Büschel (Bü 1-6) waren bisher durch ein von Karl Otto Müller erstelltes, handschriftliches Archivverzeichnis erschlossen, zwei weitere Büschel (Bü 7-8) waren maschinenschriftlich verzeichnet. Büschel 9 wurde 1998 als Zugang des Staatsarchivs Sigmaringen angefügt. Es bildet jetzt den Bestand A 514 Si Klosterhofmeisterei Pfullingen (Bü 1-2). Elf Büschel des Bestandes A 514 L im Umfang von 0,1 lfd. m waren unverzeichnet. Bei der Neu-aufnahme des Bestandes wurden die seitherigen Büschelnummern weitgehend beibehalten (vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums). Bei der Neuverzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1. 1997). Diese erfolgte im Juli 2001 unter Mitwirkung der Anwärterin Jutta Seif und des Anwärters Christoph Schapka mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfasst nun 19 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das bisherige Verzeichnis wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im August 2001 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungen:
Az. Aktenzeichen
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
Dbl. Doppelblatt
fl Gulden (florin)
Jh. Jahrhundert
kr Kreuzer
L Ludwigsburg
lb Pfund (libra)
lfd. m laufende Meter
Nr. Nummer
o. D. ohne Datum
r recto
ß Schilling
Schr. Schriftstück(e)
Si Sigmaringen
u.a. und andere, unter anderem
v verso
vgl. vergleiche
Konkordanz:
alte Bü-Nr. Ordnungsnr. Bestellnr.
(A 514 L)
1 2 A 514 L Bü 1
2 3 A 514 L Bü 2
3 1 A 514 L Bü 3
4 14 A 514 L Bü 4
5 18 A 514 L Bü 5
6 17 A 514 L Bü 6
7 6 A 514 L Bü 7
8 19 A 514 L Bü 8
9 - A 514 Si Bü 1
9 - A 514 Si Bü 2
unverzeichnet 4 A 514 L Bü 9
unverzeichnet 5 A 514 L Bü 10
unverzeichnet 7 A 514 L Bü 11
unverzeichnet 8 A 514 L Bü 12
unverzeichnet 9 A 514 L Bü 13
unverzeichnet 10 A 514 L Bü 14
unverzeichnet 11 A 514 L Bü 15
unverzeichnet 12 A 514 L Bü 16
unverzeichnet 13 A 514 L Bü 17
unverzeichnet 15 A 514 L Bü 18
unverzeichnet 16 A 514 L Bü 19
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 514 L Klosterhofmeisterei Pfullingen wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahre 1969 vom Staatsarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalienaustauschs übergeben (Az. H.I.11a). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Haupstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 514 Pfullingen wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend Kloster und Klosterhofmeisterei Pfullingen befinden sich vor allem in folgenden Beständen: A 284/76 Kirchenrat: Ämterregistratur, Stabs-Klosterhofmeisterei Pfullingen A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 602 Württembergische Regesten H 102/58 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Neuffen, darin u.a. Angaben zum Kloster Pfullingen H 102/61 Geistliche Lagerbücher: Klosterhofmeisterei Pfullingen. Sechs Büschel (Bü 1-6) waren bisher durch ein von Karl Otto Müller erstelltes, handschriftliches Archivverzeichnis erschlossen, zwei weitere Büschel (Bü 7-8) waren maschinenschriftlich verzeichnet. Büschel 9 wurde 1998 als Zugang des Staatsarchivs Sigmaringen angefügt. Es bildet jetzt den Bestand A 514 Si Klosterhofmeisterei Pfullingen (Bü 1-2). Elf Büschel des Bestandes A 514 L im Umfang von 0,1 lfd. m waren unverzeichnet. Bei der Neu-aufnahme des Bestandes wurden die seitherigen Büschelnummern weitgehend beibehalten (vgl. die Konkordanz am Ende des Repertoriums). Bei der Neuverzeichnung wurde nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 1.1. 1997). Diese erfolgte im Juli 2001 unter Mitwirkung der Anwärterin Jutta Seif und des Anwärters Christoph Schapka mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95. Der Bestand umfasst nun 19 Büschel im Umfang von 0,2 lfd. m. Das bisherige Verzeichnis wurde dem Bestand A 605 Ältere Repertorien zugewiesen. Stuttgart, im August 2001 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungen:
Az. Aktenzeichen
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
Dbl. Doppelblatt
fl Gulden (florin)
Jh. Jahrhundert
kr Kreuzer
L Ludwigsburg
lb Pfund (libra)
lfd. m laufende Meter
Nr. Nummer
o. D. ohne Datum
r recto
ß Schilling
Schr. Schriftstück(e)
Si Sigmaringen
u.a. und andere, unter anderem
v verso
vgl. vergleiche
Konkordanz:
alte Bü-Nr. Ordnungsnr. Bestellnr.
(A 514 L)
1 2 A 514 L Bü 1
2 3 A 514 L Bü 2
3 1 A 514 L Bü 3
4 14 A 514 L Bü 4
5 18 A 514 L Bü 5
6 17 A 514 L Bü 6
7 6 A 514 L Bü 7
8 19 A 514 L Bü 8
9 - A 514 Si Bü 1
9 - A 514 Si Bü 2
unverzeichnet 4 A 514 L Bü 9
unverzeichnet 5 A 514 L Bü 10
unverzeichnet 7 A 514 L Bü 11
unverzeichnet 8 A 514 L Bü 12
unverzeichnet 9 A 514 L Bü 13
unverzeichnet 10 A 514 L Bü 14
unverzeichnet 11 A 514 L Bü 15
unverzeichnet 12 A 514 L Bü 16
unverzeichnet 13 A 514 L Bü 17
unverzeichnet 15 A 514 L Bü 18
unverzeichnet 16 A 514 L Bü 19
19 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ