Abt. 47.10 Universitätsbibliothek (Bestand)
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Abt. 47.10
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867 >> Abt. 47 Christian-Albrechts-Universität Kiel
1793-1975
Geschichte des Bestandsbildners: Bei der Gründung und Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Jahre 1665 bildete die Bibliothek der Bordesholmer Fürstenschule, die aus der alten Stiftsbibliothek des um 1550 aufgelösten Bordesholmer Augustiner-Chorherren-Stiftes hervorgegangen war, mit ihren Handschriften und Drucken den Grundstock der neuen Universitätsbibliothek. Sie erhielt ihren Platz wie die gesamte Universität im ehemaligen Kieler Franziskanerkloster, das nach der Reformation als Heilig-Geist-Hospital gedient hatte. Ab den 1770er-Jahren war die Universitätsbibliothek für ungefähr hundert Jahre im Schloss untergebracht, bis schließlich in preußischer Zeit 1884 ein eigenes Bibliotheksgebäude in der Brunswiker Straße 2 errichtet wurde. Die 1907 durch einen Anbau erweiterte Universitätsbibliothek wurde jedoch am 29. April 1942 durch einen Bombenangriff zerstört und verlor mit 250.000 Bänden fast die Hälfte ihres Bestandes. 1966 erhielt die Bibliothek ein neues Gebäude an der Ecke Westring/Olshausenstraße, das aber bald zu klein war, sodass nach der Errichtung von Zweigstellen ein neues Bibliotheksgebäude in der Leibnizstraße errichtet wurde, das im April 2001 bezogen werden konnte. Daneben bestehen weiterhin Außenstellen für die Medizinische Abteilung in der Brunswik und für die Ingenieurwissenschaftliche Abteilung im Gebäude der Technischen Fakultät am Ostufer.
Bestandsgeschichte: Die Verwaltungsakten der Universitätsbibliothek, die diesen Bestand bilden, wurden als Altregistratur bei der Bibliothek selbst aufbewahrt, bis schließlich 1981 eine kleinere Abgabe von Personalakten und von Akten der Plankton-Expedition erfolgte. Die Akten der Plankton-Expedition gehören im eigentlichen Sinne nicht zur Registratur der Bibliothek selbst, wurden aber dort aufbewahrt. Eine umfangreichere Abgabe der gesamten Altregistratur erfolgte im Jahr 2002.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.10 Nr. 50
Bestandsgeschichte: Die Verwaltungsakten der Universitätsbibliothek, die diesen Bestand bilden, wurden als Altregistratur bei der Bibliothek selbst aufbewahrt, bis schließlich 1981 eine kleinere Abgabe von Personalakten und von Akten der Plankton-Expedition erfolgte. Die Akten der Plankton-Expedition gehören im eigentlichen Sinne nicht zur Registratur der Bibliothek selbst, wurden aber dort aufbewahrt. Eine umfangreichere Abgabe der gesamten Altregistratur erfolgte im Jahr 2002.
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.10 Nr. 50
8,5 (Stand: 12.07.2023) lfd. M.
Bestand
Literatur: - Else Maria Wischermann: Geschichte und Gegenwart der Universitätsbibliothek-350 Jahre im dienst der Universität. In: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt. Hrsg. von Oliver Auge. Kiel 2015, 799-814. - Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller: Die Universitätsbibliothek. In: Geschichte der Christian-Albrechts-Universität 1665-1965. Band 1, Teil 2. Neumünster 1963, 203-262.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ