Papst und Kardinäle (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 124
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über Auswärtiges >> Geistliche Fürsten, Stifte und Klöster
1478-1744
Überlieferungsgeschichte
Der vorliegende Bestand A 124 Papst und Kardinäle entstand als altwürttembergisches Membrum über die Beziehungen Württembergs zum Heiligen Stuhl. Da in Württemberg bereits ab 1534 die Reformation eingeführt wurde ruhten diese Beziehungen seitdem weitgehend. Die aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert im Bestand überlieferten Dokumente enstanden hauptsächlich aus der Korrespondenz mit anderen (evangelischen) Territorien. Dies änderte sich unwesentlich in der Zeit der katholischen Herzöge Karl Aexander und seiner Söhne. Das letzte Schriftstück des Bestandes datiert ins Jahr 1769.
Die Überlieferung des Bestandes besteht aus wenigen Originalurkunden und ansonsten hauptsächlich aus abschriftlich vorliegenden Einzelstücken, die nur teilweise in einem Zusammenhang stehen, so dass für das aktualisierte Findbuch nahezu eine Einzelblatterschließung erfolgen musste, die auf Grund des geringen Gesamtumfangs mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden konnte.
Anlass für die Neuerschließung des Bestandes war die Ausstellung "Freiheit. Wahrheit. Evangelium" anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017, in welcher auch die im Bestand befindliche Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine" Papst Leos X. gegen Martin Luther im Original und als digitale Reproduktion präsentiert wurde. Dieses bedeutende Stück wurde zunächst als Einzeltitelaufnahme mit Digitalisat online gestellt. Um auch den Rest des Findbuchs onlinefähig zu machen mussten die Unterlagen jeweils einzeln gesichtet werden, da das ursprüngliche handschriftliche Repertorium kaum benutzbar war. Das 1942 von Paul Härle begonnene und wegen seines bereits ein Jahr später erfolgten Todes unvollendet gebliebene Archivrepertorium enthielt lediglich die Regesten von Urkunden vor 1500, die später zum Bestand A 602 gezogen wurden und konnte daher nicht als Vorlage dienen.
In Bü 4 fanden sich auch drei Pergamenturkunden, welche fachgerecht separiert und als U 6-8 neu aufgestellt wurden. Die Erschließung der Büschel erfolgte nach dem Standard ISAD (G). Zusammenhängende Vorgänge und Einzeldokumente wurden als Unterstufen (G0- und H0-Ebene) erfasst.
Der Bestand umfasst insgesamt 8 Urkunden und 4 Büschel (mit Unterstufen: 43 Verzeichnungseinheiten) bzw. 0,20 lfd. m.
Stuttgart, im Juni 2019
Johannes Renz
Der vorliegende Bestand A 124 Papst und Kardinäle entstand als altwürttembergisches Membrum über die Beziehungen Württembergs zum Heiligen Stuhl. Da in Württemberg bereits ab 1534 die Reformation eingeführt wurde ruhten diese Beziehungen seitdem weitgehend. Die aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und im 17. Jahrhundert im Bestand überlieferten Dokumente enstanden hauptsächlich aus der Korrespondenz mit anderen (evangelischen) Territorien. Dies änderte sich unwesentlich in der Zeit der katholischen Herzöge Karl Aexander und seiner Söhne. Das letzte Schriftstück des Bestandes datiert ins Jahr 1769.
Die Überlieferung des Bestandes besteht aus wenigen Originalurkunden und ansonsten hauptsächlich aus abschriftlich vorliegenden Einzelstücken, die nur teilweise in einem Zusammenhang stehen, so dass für das aktualisierte Findbuch nahezu eine Einzelblatterschließung erfolgen musste, die auf Grund des geringen Gesamtumfangs mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden konnte.
Anlass für die Neuerschließung des Bestandes war die Ausstellung "Freiheit. Wahrheit. Evangelium" anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017, in welcher auch die im Bestand befindliche Bannandrohungsbulle "Exsurge Domine" Papst Leos X. gegen Martin Luther im Original und als digitale Reproduktion präsentiert wurde. Dieses bedeutende Stück wurde zunächst als Einzeltitelaufnahme mit Digitalisat online gestellt. Um auch den Rest des Findbuchs onlinefähig zu machen mussten die Unterlagen jeweils einzeln gesichtet werden, da das ursprüngliche handschriftliche Repertorium kaum benutzbar war. Das 1942 von Paul Härle begonnene und wegen seines bereits ein Jahr später erfolgten Todes unvollendet gebliebene Archivrepertorium enthielt lediglich die Regesten von Urkunden vor 1500, die später zum Bestand A 602 gezogen wurden und konnte daher nicht als Vorlage dienen.
In Bü 4 fanden sich auch drei Pergamenturkunden, welche fachgerecht separiert und als U 6-8 neu aufgestellt wurden. Die Erschließung der Büschel erfolgte nach dem Standard ISAD (G). Zusammenhängende Vorgänge und Einzeldokumente wurden als Unterstufen (G0- und H0-Ebene) erfasst.
Der Bestand umfasst insgesamt 8 Urkunden und 4 Büschel (mit Unterstufen: 43 Verzeichnungseinheiten) bzw. 0,20 lfd. m.
Stuttgart, im Juni 2019
Johannes Renz
8 Urkunden, 4 Büschel/43 Verzeichnungseinheiten (0,20 lfd. m)
Bestand
Zur Bestandsgeschichte vgl. auch M. Miller: Das Stuttgarter Exemplar der Bulle "Exsurge Domine", in: Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde, Reihe B, Band 46, 1968, S. 85 ff.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET