Nachlass Theodor Wintermantel (1878-1945), Landrat in Lörrach und Karlsruhe (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Wintermantel
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Nachlässe >> Andere Nachlässe >> Wintermantel
1905 - ca. 1955 (1995)
1. Biographie: Theodor Wintermantel kam am 27. April 1878 in St. Georgen zur Welt. Nach der Reifeprüfung schrieb er sich 1900 an der Universität Heidelberg zum Studium der Rechte ein, wo er sich der Burschenschaft Allemannia anschloss. 1904 legte er das erste juristische Staatsexamen ab und trag zum Ende desselben Jahres in die badische Innenverwaltung ein. 1911 wurde er zum Amtmann im Bezirksamt Überlingen ernannt und 1917, während seines vierjährigen Militärdiensts im Ersten Weltkrieg zum Oberamtmann befördert. 1918/19 fungierte er als Amtsverweser im Bezirksamt Stockach, ehe er zum Amtsvorstand im Bezirksamt Schopfheim ernannt wurde. 1924 wurde er zum Landrat in Lörrach, 1932 in Karlsruhe berufen. 1937 in die NSDAP eingetreten, nahm er sich am 8. April 1945 im bereits französisch besetzten Bretten das Leben, nachdem er zuvor seine Frau getötet hatte.
2. Überlieferung, Inhalt und Bearbeitung: Der Nachlass wurde dem Generallandesarchiv Karlsruhe im Dezember 2018 von Hartmut Siemon, Karlsruhe, geschenkt. Den Schwerpunkt des Nachlasses bilden Tagebücher Wintermantels seines Militäreinsatzes im Ersten Weltkrieg und vom Januar bis März 1945. Thematisch ergeben sich Querbezüge zu weiteren Beständen des Generallandesarchivs. Die zivilen Personalakten Theodor Wintermantels befinden sich im Bestand 466-2 Regierungspräsidium Karlsruhe: Personalakten (Signatur: 466-2 Nr. 11013-11015), die militärische Personalakte ist im Bestand 456 E XIV. (Badisches) Armeekorps: Personalakten (Signatur: 456 E Nr. 14310) zu finden. Die Prüfungsakte zur zweiten juristischen Staatsprüfung von 1904 liegt im Bestand 234 Badisches Justizministerium (Signatur 234 Nr. 12483). Als Voristzender des Vereins höherer Verwaltungsbeamter übergab Wintermantel 1937 dem Generallandesarchiv die Vereinsunterlagen (Bestand 69 Verwaltungsbeamte). Weitere Unterlagen aus der NS-Zeit finden sich im Bestand 456 c Document Center (Signaturen 456 c Nr. 139: NS-Rechtswahrerbund (NSRB) und Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen (BNSDJ); 456 c Nr. 290: Politische Beurteilung). Karlsruhe, im April 2022 Sara Diedrich und Dr. Peter Exner
2. Überlieferung, Inhalt und Bearbeitung: Der Nachlass wurde dem Generallandesarchiv Karlsruhe im Dezember 2018 von Hartmut Siemon, Karlsruhe, geschenkt. Den Schwerpunkt des Nachlasses bilden Tagebücher Wintermantels seines Militäreinsatzes im Ersten Weltkrieg und vom Januar bis März 1945. Thematisch ergeben sich Querbezüge zu weiteren Beständen des Generallandesarchivs. Die zivilen Personalakten Theodor Wintermantels befinden sich im Bestand 466-2 Regierungspräsidium Karlsruhe: Personalakten (Signatur: 466-2 Nr. 11013-11015), die militärische Personalakte ist im Bestand 456 E XIV. (Badisches) Armeekorps: Personalakten (Signatur: 456 E Nr. 14310) zu finden. Die Prüfungsakte zur zweiten juristischen Staatsprüfung von 1904 liegt im Bestand 234 Badisches Justizministerium (Signatur 234 Nr. 12483). Als Voristzender des Vereins höherer Verwaltungsbeamter übergab Wintermantel 1937 dem Generallandesarchiv die Vereinsunterlagen (Bestand 69 Verwaltungsbeamte). Weitere Unterlagen aus der NS-Zeit finden sich im Bestand 456 c Document Center (Signaturen 456 c Nr. 139: NS-Rechtswahrerbund (NSRB) und Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen (BNSDJ); 456 c Nr. 290: Politische Beurteilung). Karlsruhe, im April 2022 Sara Diedrich und Dr. Peter Exner
17 Nummern (Nr. 1-17)
Bestand
Michael Ruck, Theodor Wintermantel, in: Wolfram Angerbauer (Red.), Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landratsämter in Baden-Württemberg 1810 bis 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg. Stuttgart 1996, S. 588.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ