Testament
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A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Nr. 0833
A 2 a (Kaufbriefe u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 1-6) >> Bd. 2 Testamente
[um 1600]
Regest: Anna Schmidin, Michel Schmids von Frickenhausen, derzeit Verpfründten im Spital zu Reutlingen, eheliche Hausfrau, erklärt ihren letzten Willen: Erstlich befiehlt sie ihre Seele Gott, dem Schöpfer und Vater. Zum andern hat sie mit ihrem Ehemann vereinbart, daß nach dem Tode eines von beiden das vorhandene Vermögen an Gülten, Zinsen und Bargeld in 2 gleiche Teile geteilt, davon der eine dem überlebenden Teil, der andere den Verwandten des Verstorbenen oder wem er es gönnt zugestellt werden soll. Die übrige Fahrnis soll dem Ehemann verbleiben. Im Fall seines früheren Todes soll die Ehefrau die Nutzung haben. Nach ihrem Tode soll diese Fahrnis auf seine Erben fallen. Fürs dritte legiert sie dem Jacob Schmid zu Tailfingen am Neckar oder, wenn er nicht mehr am Leben wäre, seinen Erben 50 Gulden. Zum vierten vermacht sie der Agnes, ehelicher Tochter ihrer Schwester Agnes zu großen Betthlingen (Großbettlingen), 50 Gulden. Zum fünften vermacht sie den 3 Kindern ihrer Schwester Catharina selig mit Namen Catharina, Maria und Anna zu Bettlingen, zusammen 50 Gulden dergestalt, daß eines an des andern Stelle, wenn dieses ledigen Standes oder ohne hinterlassene Leibeserben stirbt, erblich sukzedieren soll. Zum sechsten vermacht sie Anna Schmidin, des Hans Schmol zu Unterensingen ehelicher Hausfrau, alle Kleider, die sie hinterlassen wird. Zum siebenten ernennt sie zu ihrem ungezweifelten Erben Michael Schmid, Bürger zu Neckarhausen, dergestalt, daß er nach Bezahlung ihrer Schulden und Entrichtung der oben festgesetzten Legate alle ihre Verlassenschaft bekommen soll. -
Sie behält sich ausdrücklich vor, diesen ihren letzten Willen zu ändern oder abzutun.
Sie behält sich ausdrücklich vor, diesen ihren letzten Willen zu ändern oder abzutun.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: ohne Zeugen
Genetisches Stadium: Konz.
Genetisches Stadium: Konz.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ