Küstensicherungsverbände der Kaiserlichen Marine (Bestand)
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BArch RM 64
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Preußische und Kaiserliche Marine 1849 bis 1918/1919 >> Kommandobehörden und Verbände
(1893) 1914-1919
Geschichte des Bestandsbildners: Im Bereich der Nordsee war die am 2. August 1914 aufgestellte Küstenschutzdivision der Ems, die am 24. September 1915 zur Küstenschutzflottille der Ems umbenannt wurde, vom 21. September 1914 bis 29. Februar 1916 dem Ältesten Seebefehlshaber auf der Ems unterstellt. Der Küstenschutzflottille unterstand ab 22. Februar 1918 die I. und II. Geleitflottille. Der Älteste Seebefehlshaber auf der Ems war ab 1. September 1915 zugleich Chef der Küstenschutzdivision; seine Dienststelle ging in der Küstenschutzflottille auf, die am 17. August 1918 aufgelöst wurde.
Die Hafenflottille der Elbe wurde am 4. August 1914 aufgestellt und am 10. Juni 1917 in Vorpostenflottille der Elbe umbenannt (siehe auch RM 63).
Die Hafenflottille Helgoland wurde am 30. Juli 1914 zusammengestellt und am 1. September 1914 wieder aufgelöst. Einzelne ihrer Boote wurden ab 1. Oktober 1916 als Halbflottille zusammengezogen, die am 18. Juni 1917 zur Küstenschutzflottille der Ems überging.
Das am 10. Dezember 1915 aufgestellte Kommando der Netzfahrzeuge der Nordsee wurde inoffiziell als Netzsperrverband der Nordsee bezeichnet.
In Kiel wurde am 31. Juli 1914 die Küstenschutzdivision der Ostsee aufgestellt, die ab 15. April 1916 in Swinemünde stationiert war. Ihr Befehlsbereich wurde am 15. August 1917 geteilt in den Sicherungsverband der westlichen Ostsee und den Sicherungsverband der mittleren Ostsee.
Der Sicherungsverband der mittleren Ostsee und der Sicherungsverband der westlichen Ostsee (von dem keine Unterlagen überliefert sind) wurden am 24. Januar 1918 zusammengelegt zu der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee.
Der Befehlshaber des Sicherungsverbands der Ostsee, ab April 1919 Befehlshaber der Sicherung der Ostsee ist in die vorläufige Reichsmarine übergegangen.
Aus der im Oktober 1915 aufgestellten Netzformation der Ostsee ging im März 1917 der Netzsperrverband der Ostsee hervor, der 1919 aufgelöst wurde.
Bearbeitungshinweis: Die überlieferten Akten wurden unter Berücksichtigung eines älteren vorläufigen Verzeichnisses neu erschlossen. Die Unterlagen der Verbände sind den Kriegsschauplätzen der Nordsee und der Ostsee zugeordnet.
Bestandsbeschreibung: Im Bereich der Nordsee war die am 2. August 1914 aufgestellte Küstenschutzdivision der Ems, die am 24. September 1915 zur Küstenschutzflottille der Ems umbenannt wurde, vom 21. September 1914 bis 29. Februar 1916 dem Ältesten Seebefehlshaber auf der Ems unterstellt. Der Küstenschutzflottille unterstand ab 22. Februar 1918 die I. und II. Geleitflottille. Der Älteste Seebefehlshaber auf der Ems war ab 1. September 1915 zugleich Chef der Küstenschutzdivision; seine Dienststelle ging in der Küstenschutzflottille auf, die am 17. August 1918 aufgelöst wurde.
Die Hafenflottille der Elbe wurde am 4. August 1914 aufgestellt und am 10. Juni 1917 in Vorpostenflottille der Elbe umbenannt (siehe auch RM 63).
Die Hafenflottille Helgoland wurde am 30. Juli 1914 zusammengestellt und am 1. September 1914 wieder aufgelöst. Einzelne ihrer Boote wurden ab 1. Oktober 1916 als Halbflottille zusammengezogen, die am 18. Juni 1917 zur Küstenschutzflottille der Ems überging.
Das am 10. Dezember 1915 aufgestellte Kommando der Netzfahrzeuge der Nordsee wurde inoffiziell als Netzsperrverband der Nordsee bezeichnet.
In Kiel wurde am 31. Juli 1914 die Küstenschutzdivision der Ostsee aufgestellt, die ab 15. April 1916 in Swinemünde stationiert war. Ihr Befehlsbereich wurde am 15. August 1917 geteilt in den Sicherungsverband der westlichen Ostsee und den Sicherungsverband der mittleren Ostsee.
Der Sicherungsverband der mittleren Ostsee und der Sicherungsverband der westlichen Ostsee (von dem keine Unterlagen überliefert sind) wurden am 24. Januar 1918 zusammengelegt zu der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee.
Der Befehlshaber des Sicherungsverbands der Ostsee, ab April 1919 Befehlshaber der Sicherung der Ostsee ist in die vorläufige Reichsmarine übergegangen.
Aus der im Oktober 1915 aufgestellten Netzformation der Ostsee ging im März 1917 der Netzsperrverband der Ostsee hervor, der 1919 aufgelöst wurde.
Inhaltliche Charakterisierung: Überliefert sind in diesem Bestand Dokumente aus den Jahren 1914 bis 1919 sowie ein älterer Mobilmachungskalender von 1893 bis 1911. Es handelt sich vor allem um Kriegstagebücher. Von der Küstenschutzdivision der Ostsee, später Sicherungsverband der mittleren Ostsee sind 46 Bände des "Telefonbuches" überliefert, mit Angaben zu den geführten Telefongesprächen.
Hervorzuheben ist eine Akte der Küstenschutzdivision der Ems/Küstenschutzflottille der Ems mit "Abhandlungen und Gefechtsberichten", u.a. über die Flucht aus Tsingtau und aus britischer Kriegsgefangenschaft des Oberleutnants zur See Gunther Plüschow.
Erschließungszustand: Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten dieses Bestandes waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Großbritannien verbracht worden und wurden später an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.
Umfang, Erläuterung: 203
Zitierweise: BArch RM 64/...
Die Hafenflottille der Elbe wurde am 4. August 1914 aufgestellt und am 10. Juni 1917 in Vorpostenflottille der Elbe umbenannt (siehe auch RM 63).
Die Hafenflottille Helgoland wurde am 30. Juli 1914 zusammengestellt und am 1. September 1914 wieder aufgelöst. Einzelne ihrer Boote wurden ab 1. Oktober 1916 als Halbflottille zusammengezogen, die am 18. Juni 1917 zur Küstenschutzflottille der Ems überging.
Das am 10. Dezember 1915 aufgestellte Kommando der Netzfahrzeuge der Nordsee wurde inoffiziell als Netzsperrverband der Nordsee bezeichnet.
In Kiel wurde am 31. Juli 1914 die Küstenschutzdivision der Ostsee aufgestellt, die ab 15. April 1916 in Swinemünde stationiert war. Ihr Befehlsbereich wurde am 15. August 1917 geteilt in den Sicherungsverband der westlichen Ostsee und den Sicherungsverband der mittleren Ostsee.
Der Sicherungsverband der mittleren Ostsee und der Sicherungsverband der westlichen Ostsee (von dem keine Unterlagen überliefert sind) wurden am 24. Januar 1918 zusammengelegt zu der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee.
Der Befehlshaber des Sicherungsverbands der Ostsee, ab April 1919 Befehlshaber der Sicherung der Ostsee ist in die vorläufige Reichsmarine übergegangen.
Aus der im Oktober 1915 aufgestellten Netzformation der Ostsee ging im März 1917 der Netzsperrverband der Ostsee hervor, der 1919 aufgelöst wurde.
Bearbeitungshinweis: Die überlieferten Akten wurden unter Berücksichtigung eines älteren vorläufigen Verzeichnisses neu erschlossen. Die Unterlagen der Verbände sind den Kriegsschauplätzen der Nordsee und der Ostsee zugeordnet.
Bestandsbeschreibung: Im Bereich der Nordsee war die am 2. August 1914 aufgestellte Küstenschutzdivision der Ems, die am 24. September 1915 zur Küstenschutzflottille der Ems umbenannt wurde, vom 21. September 1914 bis 29. Februar 1916 dem Ältesten Seebefehlshaber auf der Ems unterstellt. Der Küstenschutzflottille unterstand ab 22. Februar 1918 die I. und II. Geleitflottille. Der Älteste Seebefehlshaber auf der Ems war ab 1. September 1915 zugleich Chef der Küstenschutzdivision; seine Dienststelle ging in der Küstenschutzflottille auf, die am 17. August 1918 aufgelöst wurde.
Die Hafenflottille der Elbe wurde am 4. August 1914 aufgestellt und am 10. Juni 1917 in Vorpostenflottille der Elbe umbenannt (siehe auch RM 63).
Die Hafenflottille Helgoland wurde am 30. Juli 1914 zusammengestellt und am 1. September 1914 wieder aufgelöst. Einzelne ihrer Boote wurden ab 1. Oktober 1916 als Halbflottille zusammengezogen, die am 18. Juni 1917 zur Küstenschutzflottille der Ems überging.
Das am 10. Dezember 1915 aufgestellte Kommando der Netzfahrzeuge der Nordsee wurde inoffiziell als Netzsperrverband der Nordsee bezeichnet.
In Kiel wurde am 31. Juli 1914 die Küstenschutzdivision der Ostsee aufgestellt, die ab 15. April 1916 in Swinemünde stationiert war. Ihr Befehlsbereich wurde am 15. August 1917 geteilt in den Sicherungsverband der westlichen Ostsee und den Sicherungsverband der mittleren Ostsee.
Der Sicherungsverband der mittleren Ostsee und der Sicherungsverband der westlichen Ostsee (von dem keine Unterlagen überliefert sind) wurden am 24. Januar 1918 zusammengelegt zu der Dienststelle des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee.
Der Befehlshaber des Sicherungsverbands der Ostsee, ab April 1919 Befehlshaber der Sicherung der Ostsee ist in die vorläufige Reichsmarine übergegangen.
Aus der im Oktober 1915 aufgestellten Netzformation der Ostsee ging im März 1917 der Netzsperrverband der Ostsee hervor, der 1919 aufgelöst wurde.
Inhaltliche Charakterisierung: Überliefert sind in diesem Bestand Dokumente aus den Jahren 1914 bis 1919 sowie ein älterer Mobilmachungskalender von 1893 bis 1911. Es handelt sich vor allem um Kriegstagebücher. Von der Küstenschutzdivision der Ostsee, später Sicherungsverband der mittleren Ostsee sind 46 Bände des "Telefonbuches" überliefert, mit Angaben zu den geführten Telefongesprächen.
Hervorzuheben ist eine Akte der Küstenschutzdivision der Ems/Küstenschutzflottille der Ems mit "Abhandlungen und Gefechtsberichten", u.a. über die Flucht aus Tsingtau und aus britischer Kriegsgefangenschaft des Oberleutnants zur See Gunther Plüschow.
Erschließungszustand: Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Akten dieses Bestandes waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Großbritannien verbracht worden und wurden später an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben.
Umfang, Erläuterung: 203
Zitierweise: BArch RM 64/...
Küstensicherungsverbände der Kaiserlichen Marine, 1914-1919
203 Aufbewahrungseinheiten; 5,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RM 60-I (Führer der Minensuchverbände und Räumverbände der Hochseestreitkräfte der Kaiserlichen Marine)
RM 60-II (Küstenschutzdivision der Ostsee der Kaiserlichen Marine)
RM 60-III (Befehlshaber der Sicherung der Nordsee der Kaiserlichen Marine)
RM 60-IV (Führer der Troßschiffe und Fischdampfer der Kaiserlichen Marine)
Literatur: Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945, Band 8:
2. Vorpostenboote, Hilfsminensucher, Küstenschutzverbände (Teil 2), Kleinkampfverbände, Beiboote, Bonn 1993.
Günter Wegmann (Hrsg.): Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815 - 1990, Teil 2: Hans H. Hildebrand: Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945, Band 1, Osnabrück 2000.
RM 60-II (Küstenschutzdivision der Ostsee der Kaiserlichen Marine)
RM 60-III (Befehlshaber der Sicherung der Nordsee der Kaiserlichen Marine)
RM 60-IV (Führer der Troßschiffe und Fischdampfer der Kaiserlichen Marine)
Literatur: Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815 - 1945, Band 8:
2. Vorpostenboote, Hilfsminensucher, Küstenschutzverbände (Teil 2), Kleinkampfverbände, Beiboote, Bonn 1993.
Günter Wegmann (Hrsg.): Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815 - 1990, Teil 2: Hans H. Hildebrand: Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945, Band 1, Osnabrück 2000.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ