Wir Henricus Jodocus Stuer dero re- // chten doctoren ihrer Churfurstliche Durchlücht zu Pfaltz, Gülich und Bergischer // Hoffrhat und Stattschultheiß hieselbst, sodan Johan Henrich Meex und Johan Hartman hochstgemelt ihrer Churfurst // Durchlauchts Hofkammerrhäte, beyde Altelste, forth sambtliche Scheffen hiesigen haupt- und stattgerichts Dusseldorff thuen kundt, // zeugen und erkennen hiemit, das vor uns höchstgemelt, ihrer Churfurstliche Durchlaucht lauth ahnlag mandati in copia authentica // sub numero primo unterm 14ten martij letzthin gnädigst befohlen, daß daß doctoris Eilertz ihme an der theilung, vigore proto- // colli divisionis vom 15tem novembris 1713 sub numero 1½ ahnerfallene behausung in usum creditorum ordtnungßmäs- //sig praevia facta taxatione plus offerenti beÿ der kertzen distrahirt und verkaufft werden solle, und in deme nun (?) prae- // viis factis tribus proclamationibus ihro Churfurstliche Durchlaucht Obristlieutenant von dero leibguarde Freiherr von Capitoli // de Velatis und frawen Maria Anna Sibillae von Hettermans alß meistbiethende ahm 19ten Aprilis die auff der New- // erstrassen negst der Flinger Pforten ahm eck (?) gelegene Eilertzische behausung, mit allen darzu gehörigen recht und // gerechtigkeiten, von allen lasten freÿ, gleich wie die auch nahmen haben mögen, nach ahnweiß vorgezeigten und hie- // beÿ gehäfften privilegien von ihro Churfurstlichen Durchlaucht sub numero secundo von Burgermeister und Rath sub numero tertio und ritterbur- // thigen sub numero quarto sub hasta ahnerfallen und obgemelter Freÿherr von Capitoli de Velatis und seine Ehegemahlin daß // pretium licitatum der funfftausendtfunffhundertzwantzig reichstaler in specie jeden per achtzig albus colnisch gerechnet // vor uns schultheiß und scheffen apreaevia facta numeratione zu hiesigem gericht wurcklich bezahlet habe. Alß thuen wir Schultheiß und Scheffena obwohlgemelten Obristlieutenant Freÿhern von Capitoli de Velatis und desselben Ehege- // mahlin deren erben und einhabenden dieses brieffs nicht allein vor die bezahlte funfftausendtfunffhundertzwantz- // ig reichstaler, sonderen auch obbemelte behausung ihme Freÿherren von Capitoli und seiner Ehegemahlin deren erben und // einhaberen dieses brieffs hiemit und krafft dieses von gerichts wegen adjudiciren und sie dabeÿ bestens ma- // ruteniren. Urkundt unserer herrvorgetruckten ambts siegelen und secretrij eigenhändiger unterschriftt. So ge- // schehen Dusseldorff den vierten junij eintausendtsiebenhondertvierzehen etc. // In fidem R. H. Francken [ms]
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Wir Henricus Jodocus Stuer dero re- // chten doctoren ihrer Churfurstliche Durchlücht zu Pfaltz, Gülich und Bergischer // Hoffrhat und Stattschultheiß hieselbst, sodan Johan Henrich Meex und Johan Hartman hochstgemelt ihrer Churfurst // Durchlauchts Hofkammerrhäte, beyde Altelste, forth sambtliche Scheffen hiesigen haupt- und stattgerichts Dusseldorff thuen kundt, // zeugen und erkennen hiemit, das vor uns höchstgemelt, ihrer Churfurstliche Durchlaucht lauth ahnlag mandati in copia authentica // sub numero primo unterm 14ten martij letzthin gnädigst befohlen, daß daß doctoris Eilertz ihme an der theilung, vigore proto- // colli divisionis vom 15tem novembris 1713 sub numero 1½ ahnerfallene behausung in usum creditorum ordtnungßmäs- //sig praevia facta taxatione plus offerenti beÿ der kertzen distrahirt und verkaufft werden solle, und in deme nun (?) prae- // viis factis tribus proclamationibus ihro Churfurstliche Durchlaucht Obristlieutenant von dero leibguarde Freiherr von Capitoli // de Velatis und frawen Maria Anna Sibillae von Hettermans alß meistbiethende ahm 19ten Aprilis die auff der New- // erstrassen negst der Flinger Pforten ahm eck (?) gelegene Eilertzische behausung, mit allen darzu gehörigen recht und // gerechtigkeiten, von allen lasten freÿ, gleich wie die auch nahmen haben mögen, nach ahnweiß vorgezeigten und hie- // beÿ gehäfften privilegien von ihro Churfurstlichen Durchlaucht sub numero secundo von Burgermeister und Rath sub numero tertio und ritterbur- // thigen sub numero quarto sub hasta ahnerfallen und obgemelter Freÿherr von Capitoli de Velatis und seine Ehegemahlin daß // pretium licitatum der funfftausendtfunffhundertzwantzig reichstaler in specie jeden per achtzig albus colnisch gerechnet // vor uns schultheiß und scheffen apreaevia facta numeratione zu hiesigem gericht wurcklich bezahlet habe. Alß thuen wir Schultheiß und Scheffena obwohlgemelten Obristlieutenant Freÿhern von Capitoli de Velatis und desselben Ehege- // mahlin deren erben und einhabenden dieses brieffs nicht allein vor die bezahlte funfftausendtfunffhundertzwantz- // ig reichstaler, sonderen auch obbemelte behausung ihme Freÿherren von Capitoli und seiner Ehegemahlin deren erben und // einhaberen dieses brieffs hiemit und krafft dieses von gerichts wegen adjudiciren und sie dabeÿ bestens ma- // ruteniren. Urkundt unserer herrvorgetruckten ambts siegelen und secretrij eigenhändiger unterschriftt. So ge- // schehen Dusseldorff den vierten junij eintausendtsiebenhondertvierzehen etc. // In fidem R. H. Francken [ms]
0-2-1 Urkunden A(alter Sammlungsbestand), durch Ankäufe noch fortgeführt Urkunden A(alter Sammlungsbestand), durch Ankäufe noch fortgeführt
Urkunden A(alter Sammlungsbestand), durch Ankäufe noch fortgeführt >> Von Gottes gnaden wir Johann Wilhelm Pfaltzgraff // bey Rhein, des Heiligen Römischen Reichs Ertzschatzmeister und Churfurst in Baÿern, zu Gülich, // Cleve und Berg Hertzog, Graff zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensperg und Moerß, Herr zu Ravenstein etc. Thuen kund und fugen unßeren dermahligen und kunff- // tigen Gulich und Bergischen Statthalteren, Cantzleren, Praesidenten, Gehäimben-Hoff- und Cammerräthen, auch Gubernatorn und Commandanten, sodan Schultheißen, Burgermeisteren, // Scheffen und Räthen, fort eingeseßenen Underthanen alhier und sonsten jedermänniglichen hiemit gnädigst zu wißen. Demnach wir unßerem Cammerdienern und Leibbalbieren Petern // Eilertz den unweith der Pflinger Pforten gelegenen thurn und platz von etwa hundertundzehen fueß breith und achtzig fueß lang biß an den Wahlgang (welcher platz von unßerem // Ingenieur Cagnon auß unßerem gnädigstem befelch abgemeßen worden) zufolg unternn 2. Januarij ietzlauffenden 1692ten jahrs dießertwegen ergangenen gnädigsten decreti // auß sonderbahren bewegenden ursachen in gnaden alß sein äigenthumb zugelegt und geschenckt haben. Thuen auch solches hiemit und krafft dießes, dergestalt, daß sollche // auffbauende newe behaußung sambt den zugehörigen hoff und garten (weilen dießer eine von steuren, wacht, einquartierung und allen bürgerlichen lasten jederzeit // exempter platz gewesen) nun und zue ewigen zeiten von allen real und personallasten, kriegs-, cräÿß- und sonsten gewöhnlich und ungewöhnlichen steuren bürger- // lichen wachten, ordinarie und extraordinarie einquartierungen der soldaten wie auch gewin und gewerb, es haben sonsten nahmen wie es wollen freÿ und unan- // gefordert seÿn und bleiben sollen. Solchemnach allen und jeden obgedacht hiemit gnädigst befehlend gemelten Peteren Eilertz auch deßen successorn // und inhaberen obgemelter behaußung, hoff und garten wieder vorgedachte unßere verordtnung erklährung concession und privilegium keines wegs // zu beschweren noch anderen solches zu thuen zu verstatten. Deßen zu wahrer urkund haben wir dieße unßere gnädigste erklährung concession und pri- // vilegium (zu deren verschmählerung oder abbruch niemahlen andere verordtnung ergehen solle) fur unß, unßere erben und nachkommen hertzogen // zu Gülich, Cleve und Berg etc. äigenhänig underschrieben, unßer geheimcammercantzleÿsecretsiegel hieran hencken und offtgemeltem unßerem // Cammerdiener und Leibbalbieren Peteren Eilertz zustellen laßen. Geben in unßerer residenzstatt Dußeldorff den 9ten April Anno 1692 //. Johann Wilhelm Churfürst [ms]
1714 Juni 4
Regest: 1714, Juni, 4. / Düsseldorf Der Hofrat und Stadtschultheiß Doktor Jodocus Stuer, die Hofkammerräte Johan Henrich Meex und Johan Hartman und sämtliche Schöffen des haupt- und stattgerichts Düsseldorf bestätigen dem Freiherrn von Capitoli de Velatis und seiner Frau Maria Anna Sibilae von Hettermans den Kauf des an der Newerstrassen in der Nähe des Flinger Stadttors (Flinger Pforten) gelegenen Wohnhauses des [Peter] Eilertz mitsamt allem dazu gehörigen Recht, respektive der Befreiung von allen wie auch immer gearteten und genannten Lasten. Ferner wird den Käufern die Zahlung des Kaufpreises von 5520 Reichstalern bescheinigt. Die Urkunde soll dem Freiherrn von Capitoli und seiner Ehefrau, deren Erben und Innehabenden des Schreibens als Besitzurkunde dienen. Beglaubigte Abschrift unterzeichnet von R. H. Francken.
Siegelkommentar: Siegel 1: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Henricus Jodocus Stuer. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der Umschrift: HEN IOD STVE(?)R - I(?)-V D C & R E(?) R(?) I O R (?) DVSSELDORP/F 1709(?) Davon umfasst ein umranktes Wappen, das durch einen Helm gekrönt ist, über dem wiederum ein Rinderkopf angeordnet ist. Das Wappen selbst ist vierteilig gegliedert. In der oberen Hälfte/im Schildhaupt ist auf der heraldisch rechten Seite ein Rinderkopf dargestellt, daneben eine Lilie. In der unteren Hälfte des Wappens/im Schildfuß ist diese Anordnung mit identischen Darstellungsgegenständen vertauscht. Siegel 2: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Johann Henrich Meex. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der teilweise schwer lesbaren Umschrift: IOANNI/E(?)S HENRIC MEEX – SCABINVS(?) DVSSELDORP II(?) Davon gerahmt ist ein umranktes Wappen erkennbar. Das Wappen ist gekrönt von einem Helm. Im Wappen selbst ist auf ebenem Grund ein schwebendes, hohles Kreuz mit zackiger Umrandung dargestellt. Das Wappen wird oberhalb des Helmes als Miniatur identisch aufgegriffen. Zur Rechten und Linken der Miniatur erstreckt sich eine schwer lesbare Jahreszahl (1676?). Siegel 3: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Johan Hartman. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der Umschrift: IOHAN HARTMAN SCABINVS DVSSELANVS 1680 Davon gerahmt ist ein umranktes Wappen. In dem Wappen selber ist eine Person mit Stab in der rechten Hand zu erkennen. Das Wappen ist von einem Helm gekrönt. Oberhalb des Helms ist die Figur mit Stab in selber Größe ein zweites Mal dargestellt.
Siegelkommentar: Siegel 1: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Henricus Jodocus Stuer. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der Umschrift: HEN IOD STVE(?)R - I(?)-V D C & R E(?) R(?) I O R (?) DVSSELDORP/F 1709(?) Davon umfasst ein umranktes Wappen, das durch einen Helm gekrönt ist, über dem wiederum ein Rinderkopf angeordnet ist. Das Wappen selbst ist vierteilig gegliedert. In der oberen Hälfte/im Schildhaupt ist auf der heraldisch rechten Seite ein Rinderkopf dargestellt, daneben eine Lilie. In der unteren Hälfte des Wappens/im Schildfuß ist diese Anordnung mit identischen Darstellungsgegenständen vertauscht. Siegel 2: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Johann Henrich Meex. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der teilweise schwer lesbaren Umschrift: IOANNI/E(?)S HENRIC MEEX – SCABINVS(?) DVSSELDORP II(?) Davon gerahmt ist ein umranktes Wappen erkennbar. Das Wappen ist gekrönt von einem Helm. Im Wappen selbst ist auf ebenem Grund ein schwebendes, hohles Kreuz mit zackiger Umrandung dargestellt. Das Wappen wird oberhalb des Helmes als Miniatur identisch aufgegriffen. Zur Rechten und Linken der Miniatur erstreckt sich eine schwer lesbare Jahreszahl (1676?). Siegel 3: Angehangen mit dünner grüner Kordel umschlossen mit einer Holzkapsel ist das Siegel des Johan Hartman. Umfasst ist die Siegeldarstellung mit der Umschrift: IOHAN HARTMAN SCABINVS DVSSELANVS 1680 Davon gerahmt ist ein umranktes Wappen. In dem Wappen selber ist eine Person mit Stab in der rechten Hand zu erkennen. Das Wappen ist von einem Helm gekrönt. Oberhalb des Helms ist die Figur mit Stab in selber Größe ein zweites Mal dargestellt.
Urkunden
Siegelbeschreibung: 1: Henricus Jodocus Stuer
Siegelbeschreibung: 2: Johann Henrich Meex
Siegelbeschreibung: 3: Johann Hartmann
Siegelbeschreibung: 2: Johann Henrich Meex
Siegelbeschreibung: 3: Johann Hartmann
Von Gottes gnaden wir Johann Wilhelm Pfaltzgraff // bey Rhein, des Heiligen Römischen Reichs Ertzschatzmeister und Churfurst in Baÿern, zu Gülich, // Cleve und Berg Hertzog, Graff zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensperg und Moerß, Herr zu Ravenstein etc. Thuen kund und fugen unßeren dermahligen und kunff- // tigen Gulich und Bergischen Statthalteren, Cantzleren, Praesidenten, Gehäimben-Hoff- und Cammerräthen, auch Gubernatorn und Commandanten, sodan Schultheißen, Burgermeisteren, // Scheffen und Räthen, fort eingeseßenen Underthanen alhier und sonsten jedermänniglichen hiemit gnädigst zu wißen. Demnach wir unßerem Cammerdienern und Leibbalbieren Petern // Eilertz den unweith der Pflinger Pforten gelegenen thurn und platz von etwa hundertundzehen fueß breith und achtzig fueß lang biß an den Wahlgang (welcher platz von unßerem // Ingenieur Cagnon auß unßerem gnädigstem befelch abgemeßen worden) zufolg unternn 2. Januarij ietzlauffenden 1692ten jahrs dießertwegen ergangenen gnädigsten decreti // auß sonderbahren bewegenden ursachen in gnaden alß sein äigenthumb zugelegt und geschenckt haben. Thuen auch solches hiemit und krafft dießes, dergestalt, daß sollche // auffbauende newe behaußung sambt den zugehörigen hoff und garten (weilen dießer eine von steuren, wacht, einquartierung und allen bürgerlichen lasten jederzeit // exempter platz gewesen) nun und zue ewigen zeiten von allen real und personallasten, kriegs-, cräÿß- und sonsten gewöhnlich und ungewöhnlichen steuren bürger- // lichen wachten, ordinarie und extraordinarie einquartierungen der soldaten wie auch gewin und gewerb, es haben sonsten nahmen wie es wollen freÿ und unan- // gefordert seÿn und bleiben sollen. Solchemnach allen und jeden obgedacht hiemit gnädigst befehlend gemelten Peteren Eilertz auch deßen successorn // und inhaberen obgemelter behaußung, hoff und garten wieder vorgedachte unßere verordtnung erklährung concession und privilegium keines wegs // zu beschweren noch anderen solches zu thuen zu verstatten. Deßen zu wahrer urkund haben wir dieße unßere gnädigste erklährung concession und pri- // vilegium (zu deren verschmählerung oder abbruch niemahlen andere verordtnung ergehen solle) fur unß, unßere erben und nachkommen hertzogen // zu Gülich, Cleve und Berg etc. äigenhänig underschrieben, unßer geheimcammercantzleÿsecretsiegel hieran hencken und offtgemeltem unßerem // Cammerdiener und Leibbalbieren Peteren Eilertz zustellen laßen. Geben in unßerer residenzstatt Dußeldorff den 9ten April Anno 1692 //. Johann Wilhelm Churfürst [ms]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:06 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Stadtarchiv Düsseldorf (Archivtektonik)
- *0 Altes Archiv (Tektonik)
- Urkunden (Tektonik)
- Urkunden A(alter Sammlungsbestand), durch Ankäufe noch fortgeführt (Bestand)
- Von Gottes gnaden wir Johann Wilhelm Pfaltzgraff // bey Rhein, des Heiligen Römischen Reichs Ertzschatzmeister und Churfurst in Baÿern, zu Gülich, // Cleve und Berg Hertzog, Graff zu Veldentz, Sponheim, der Marck, Ravensperg und Moerß, Herr zu Ravenstein etc. Thuen kund und fugen unßeren dermahligen und kunff- // tigen Gulich und Bergischen Statthalteren, Cantzleren, Praesidenten, Gehäimben-Hoff- und Cammerräthen, auch Gubernatorn und Commandanten, sodan Schultheißen, Burgermeisteren, // Scheffen und Räthen, fort eingeseßenen Underthanen alhier und sonsten jedermänniglichen hiemit gnädigst zu wißen. Demnach wir unßerem Cammerdienern und Leibbalbieren Petern // Eilertz den unweith der Pflinger Pforten gelegenen thurn und platz von etwa hundertundzehen fueß breith und achtzig fueß lang biß an den Wahlgang (welcher platz von unßerem // Ingenieur Cagnon auß unßerem gnädigstem befelch abgemeßen worden) zufolg unternn 2. Januarij ietzlauffenden 1692ten jahrs dießertwegen ergangenen gnädigsten decreti // auß sonderbahren bewegenden ursachen in gnaden alß sein äigenthumb zugelegt und geschenckt haben. Thuen auch solches hiemit und krafft dießes, dergestalt, daß sollche // auffbauende newe behaußung sambt den zugehörigen hoff und garten (weilen dießer eine von steuren, wacht, einquartierung und allen bürgerlichen lasten jederzeit // exempter platz gewesen) nun und zue ewigen zeiten von allen real und personallasten, kriegs-, cräÿß- und sonsten gewöhnlich und ungewöhnlichen steuren bürger- // lichen wachten, ordinarie und extraordinarie einquartierungen der soldaten wie auch gewin und gewerb, es haben sonsten nahmen wie es wollen freÿ und unan- // gefordert seÿn und bleiben sollen. Solchemnach allen und jeden obgedacht hiemit gnädigst befehlend gemelten Peteren Eilertz auch deßen successorn // und inhaberen obgemelter behaußung, hoff und garten wieder vorgedachte unßere verordtnung erklährung concession und privilegium keines wegs // zu beschweren noch anderen solches zu thuen zu verstatten. Deßen zu wahrer urkund haben wir dieße unßere gnädigste erklährung concession und pri- // vilegium (zu deren verschmählerung oder abbruch niemahlen andere verordtnung ergehen solle) fur unß, unßere erben und nachkommen hertzogen // zu Gülich, Cleve und Berg etc. äigenhänig underschrieben, unßer geheimcammercantzleÿsecretsiegel hieran hencken und offtgemeltem unßerem // Cammerdiener und Leibbalbieren Peteren Eilertz zustellen laßen. Geben in unßerer residenzstatt Dußeldorff den 9ten April Anno 1692 //. Johann Wilhelm Churfürst [ms] (Archivale)