Gemeinschaftliches Archiv Langenburg: Thüringische Akten (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, La 10
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Langenburg >> Zentrale Behörden bis 1806
1365-1836
Inhalt und Bewertung
Gemeinschaftliche Verwaltung der langenburgischen Linien über die Thüringischen Besitzungen der Neuensteiner Linie.
Die thüringischen Akten des Gemeinschaftlichen Archivs Langenburg stellen aufgrund ihrer ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte eine Besonderheit dar. Ganz offensichtlich handelt es sich ganz überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich, um Unterlagen, die durch die hohenlohe-langenburgische Kanzlei in Ohrdruf zur Information, Entscheidung oder Weiterbearbeitung nach Langenburg gesandt wurden. Sie spiegeln beispielsweise die Beziehung der Enklave zum sächsischen Lehensherren, das rege Supplikenwesen der örtlichen Untertanen und die Laufbahnen kirchlicher, schulischer und administrativer Diener wider. Letzterer Bereich betrifft auch zahlreiche Mitglieder der Musikerfamilie Bach. Als herausragend können die Unterlagen betrachtet werden, die bei einer hohenlohe-langenburgischen Inspektionsreise nach Ohrdruf im Jahre 1806 entstanden. Die Unterlagen bieten eine umfängliche und detailreiche Gesamtsicht auf das betreffende Gebiet und bestechen durch etliche Pläne und Karten, unter denen wiederum eine kolorierte Federzeichnung über die herrschaftlichen Fischwasser (28x166 cm) hervorsticht. Wie der Bestand La 25 ist La 10 für die künftige Ortsgeschichtsforschung in Ohrdruf und Umgebung von wesentlicher Bedeutung. Zur Geschichte und Verwaltung dieser Besitzungen siehe die Anmerkungen zur Beständegruppe GL 30-GL 40 im Gemeinsamen Neuensteiner Linienarchiv (GL). Parallel sind die Akten des Linienarchivs über die thüringischen Besitzungen zu benutzen. Den Anschluß bilden die Akten der Domänenkanzlei Langenburg betreffend die Obergrafschaft Gleichen (La 100). Der Bestand wurde von Helmut Wörner und Jan Wiechert im Rahmen eines Projektes der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2017-2019 retrokonvertiert. Aufgrund der Projektanforderungen war eine Überarbeitung der Verzeichnung nur punktuell möglich. Die Verzeichnung der Akten, die im Altrepertorium nicht erfasst waren, steht ebenso noch aus. Sinnvoll wäre zukünftig auch eine Auftrennung all jener Verzeichnungseinheiten, die in Ohrdruf nur als Versandeinheiten gebildet und im Altrepertorium in Langenburg der Einfachheit halber in dieser Formierung "en bloc" registriert wurden, tatsächlich aber eigenständige Akteneinheiten waren und auch inhaltlich nichts gemein haben. Der Bestand umfasst 2187 Büschel von Nr. 1-2187. Neuenstein, den 15.02.2020 Dr. Ulrich Schludi
2187 Einheiten (34 lfd.m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ