Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Ermittlungen der Landesregierung und des Oberkonsistoriums zu Dillenburg wegen unerlaubter Taufe unehelich Geborener durch katholische Geistliche im Siegenschen und wegen des Übertritts von Reformierten zur katholischen Religion
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Ermittlungen der Landesregierung und des Oberkonsistoriums zu Dillenburg wegen unerlaubter Taufe unehelich Geborener durch katholische Geistliche im Siegenschen und wegen des Übertritts von Reformierten zur katholischen Religion
E 403 Fürstentum Siegen, Oranien-Nassauische Behörden, Zentralbehörden in Dillenburg
Fürstentum Siegen, Oranien-Nassauische Behörden, Zentralbehörden in Dillenburg >> 1. Regierung >> 1.5. Kirchensachen im allgemeinen
1747-1801
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Bericht des Justizrats Schenck zu Siegen über die Taufe eines unehelichen Kindes zu Grissenbach durch den Pastor Haan zu Netphen (09.02.1747); Verbot für die katholischen Geistlichen zur Taufe unehelicher Kinder von katholischen oder evangelischen Müttern (1747); Ermittlungen der Landesregierung zu Dillenburg und des Justizrats Schenck zu Siegen gegen den außer Landes verzogenen Adam Bender zu Afholderbach wegen des Besuchs seines reformiert getauften Sohnes einer katholischen Schule außerhalb des Landes (1748-1754, 1770); Bericht des Fürstlich Oranien-Nassauischen Oberkonsistoriums zu Dillenburg an die dortige Landesregierung über die Taufe eines unehelichen Kindes zu Rudersdorf durch den Pastor Autsch zu Irmgarteichen (27.04.1750); Ermittlungen gegen die Pastoren Autsch zu Irmgarteichen und Haan zu Netphen wegen wiederholter Verstöße gegen landesherrliche Verordnungen betreffend die Taufe unehelicher kinder (1755, 1761); Supplik der Anna Elisabeth Klöckner zu Niedernetphen wegen eines verhängten Bußgeldes für die Taufe ihres unehelichen Kindes durch einen katholischen Geistlichen (1767); Korrespondenzen wegen des Gesuchs des katholischen Organisten Wilhelm Setz zu Obernetphen um Erlassung eines Bußgeldes (1767); Gesuch des Adam Bender im Grafschafter Wald im Kurkölnischen um Erteilung des Los-Scheins (1771); Gesuch des Johann Peter Löhr zu Wilnsdorf um Erlassung eines Bußgeldes (1771); Ermittlungen des Oberkonsistoriums zu Dillenburg gegen Maria Catharina Susewindt zu Niedernetphen wegen Übertritts ihres unehelichen Sohnes zur katholischen Religion und dessen Besuches einer katholischen Schule (1771-1772); Ermittlungen des Oberkonsistoriums zu Dillenburg gegen Elisabeth Heydin zu Niedernetphen wegen Übertritts ihrer Tochter Maria Elisabeth zur katholischen Religion (172); Ermittlungen des Oberkonsistoriums zu Dillenburg gegen Thomas Klein zu Deuz wegen Übertritts seines Sohnes zur katholischen Religion (1774); Ermittlungen des Oberkonsistoriums zu Dillenburg gegen Anna Catharina Achenbach zu Siegen wegen Übertritts ihrer beiden unehelichen Kinder (Vater war Aktuar Lorsbach) zu katholischen Religion (1775); Ermittlungen gegen Margaretha Winckler zu Deuz wegen unerlaubten Entweichens mit ihrem unehelichen Sohn außer Landes (1776); Bericht des Justizrats Dresler zu Siegen über die Unterrichtung des unehelichen Sohns der Tochter des Försters Loehr zu Wilnsdorf in katholischer Religion und ihrer Eheschließung mit Thomas Klein zu Deuz (1781); Ermittlungen gegen Johann Engel Zoeller zu Deuz wegen Übertritts zur katholischen Religion (1780); Bericht des Geistlichen und Ehegerichts zu Dillenburg an die dortige Landesregierung über eine unerlaubte Taufe des Pastors Schmack zu Rotzenhahn (Rotenhain) (1782); Erziehung eines unehelichen Kindes zu Niederhadamar in der katholischen Religion (1789); Genehmigung des katholischen Unterrichts für den unehelich geborenen Johann Georg Schlitt zu Steinbach (1791); Einsendung von Rechnungen über den Schullohn für drei im Kirchspiel Obernetphen unehelich geborenen katholischen Kindern durch das Konsistorium zu Dillenburg (1791-1792); Promemoria des Geistlichen und Ehegerichts zu Dillenburg an die dortige Landesregierung wegen der Taufe, Erziehung und Konfirmation der von katholischen Müttern geborenen unehelichen Kindern im Amt Rennerod (1801). Korrespondenten u.a.: Justizrat Schenck (Siegen), Aktuar Dietrich (Siegen), Geheimrat von Wülcknitz (Dillenburg), Regierungsrat C. L. von Fürstenwärther (Dillenburg), Regierungsrat Spanknabe (Dillenburg), Justizrat C. H. von Rauschard (Dillenburg), Kanzlist Koppen (Siegen), Pagenstecher (Dillenburg), Anna Elisabeth Klöckner (Niedernetphen), Klingenhoefer (Netphen), J. H. Gerhardt (Netphen), Johann Peter Löhr (Wilnsdorf), Wilhelm V. Prinz von Oranien, Pastor F. C. Leipold (Obernetphen), Justizrat Dresler (Siegen), Justus Wolf, L. A. von Schenen (Hadamar), von Bierbrauer (Dillenburg), von Neufrille (Dillenburg).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.