Wolfgang Plos von Kemnathen und seine Ehefrau Margarethe bekunden, dass 1540 Hans Steltzer von Wamried im Pfaffenhofener Landgericht namens seiner Ehefrau Anna vor Landhofmeister und Räten der Herzöge von Bayern in Landshut gegen Wilhelm Wenig, Propst von Niederlauterbach, als Anwalt des Abts Erasmus, des Priors und des Konvents von St. Emmeram wegen anderthalb Joch Ackers in Kemnathen in den drei Feldern, genannt die hueb Leutten, einen fürstlichen Receß vom 10. Mai 1540 erlangt hat, und dass sie die Äcker am 28. Januar 1542 von Steltzer gekauft haben. Im Streit um diese Äcker ist durch die Pfleger von Pfaffenhofen, Christoph von Chamer zu Chamer, und Wolnzach, Georg Bucher von Valckenaich, nun ein Spruch ergangen, wonach der Abt und Konvent von St. Emmeram ihm elf Rheinische Gulden zahlen sollen, während sie ein Drittel der entstandenen zerung übernehmen sollen. Darüber quittieren sie und verzichten auf alle ihre Forderungen auf die Äcker. S: Florian Wagenrieder, Landrichter von Pfaffenhofen
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Wolfgang Plos von Kemnathen und seine Ehefrau Margarethe bekunden, dass 1540 Hans Steltzer von Wamried im Pfaffenhofener Landgericht namens seiner Ehefrau Anna vor Landhofmeister und Räten der Herzöge von Bayern in Landshut gegen Wilhelm Wenig, Propst von Niederlauterbach, als Anwalt des Abts Erasmus, des Priors und des Konvents von St. Emmeram wegen anderthalb Joch Ackers in Kemnathen in den drei Feldern, genannt die hueb Leutten, einen fürstlichen Receß vom 10. Mai 1540 erlangt hat, und dass sie die Äcker am 28. Januar 1542 von Steltzer gekauft haben. Im Streit um diese Äcker ist durch die Pfleger von Pfaffenhofen, Christoph von Chamer zu Chamer, und Wolnzach, Georg Bucher von Valckenaich, nun ein Spruch ergangen, wonach der Abt und Konvent von St. Emmeram ihm elf Rheinische Gulden zahlen sollen, während sie ein Drittel der entstandenen zerung übernehmen sollen. Darüber quittieren sie und verzichten auf alle ihre Forderungen auf die Äcker. S: Florian Wagenrieder, Landrichter von Pfaffenhofen
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden, BayHStA, Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden 3149
KU Regensburg-St. Emmeram F. 234
Registratursignatur/AZ: Kasten 6, Schublade Nr. 19, Nr. 22
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden >> IV. 1501-1600
1542 Mai 7
Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: ein an Pressel anhängendes Siegel in Holzkapsel
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Geschechem am suntag Cantate als man zalt von Cristi unnsers lieben herrn gepurdt funffzehen hundert und in dem zwayundvierzigistem jaren.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1542
Monat: 5
Tag: 7
Äußere Beschreibung: 26x37 cm
Überlieferung: Ausf.
Sprache: dt.
Originaldatierung: Geschechem am suntag Cantate als man zalt von Cristi unnsers lieben herrn gepurdt funffzehen hundert und in dem zwayundvierzigistem jaren.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1542
Monat: 5
Tag: 7
Äußere Beschreibung: 26x37 cm
Plos: Wolfgang, von Kemnathen
Plos: Margarethe, Ehefrau des Wolfgang
Steltzer: Hans, von Wamried
Steltzer: Anna, Ehefrau des Hans
Wenig: Wilhelm, Propst von Niederlauterbach
Nittenauer: Erasmus II., Abt von St. Emmeram
Chamer zu Chamer: Christoph von, Pfleger von Pfaffenhofen
Bucher: Georg, von Valckenaich, Pfleger von Wolnzach
Wagenrieder: Florian, Landrichter von Pfaffenhofen
Pfaffenhofen a.d.Ilm (Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm), Pfleggericht
Bayern, Herzogtum/Kurfürstentum: Herzöge
Bayern, Herzogtum/Kurfürstentum: Landhofmeister
Bayern, Herzogtum/Kurfürstentum: Räte
Landshut (krfr.St.)
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift): Äbte \ Erasmus II. Nittenauer
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift): Priore
Regensburg (krfr.St.), St. Emmeram (Reichsstift)
Kemnathen (Gde. Wolnzach, Lkr. Pfaffenhofen a.d.Ilm): Huben \ Leudtn
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:40 MESZ
CC0 1.0 Universell