Henne, Hartmann und Hanmann Ulner v. Dieburg, Vettern und Brüder, schreiben dem Grafen Johann v. Katzenelnbogen, dass ihnen von ihren Hörigen zu E...
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B 3 Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft)
Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft) >> 1 Findbuch Demandt
1423 Dezember 1
Ausfertigung (mit Unterschrift, Außenadresse und Briefsg.-verschluss) SA. Darmstadt, Grafschaft K., Landessachen
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben unter myme Henne Ulners ingesiegel...d. 1423 in crastino Andree apostoli
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Henne, Hartmann und Hanmann Ulner v. Dieburg, Vettern und Brüder, schreiben dem Grafen Johann v. Katzenelnbogen, dass ihnen von ihren Hörigen zu Erzhausen namens Henne Heil, Klaus Ulner und den Schäfern dortselbst, welche der Mainzer Herr und sie rechtlich zu vertreten hätten, mitgeteilt worden sei, dass ihnen Wenz Daume und die gräflichen Jäger das Ihrige genommen und die Schäfer gefangen gesetzt und mit Schlägen und Hängen bedroht hätten. Das erscheine ihnen umso unbilliger, als ihnen der Mainzer Herr zugesichert habe, dass sie gegenüber der Grafschaft bei ihren alten Herkommen bleiben sollten, wie es ausdrücklich ausgemacht worden sei, als er (Graf Johann) sich mit dem Mainzer Erzbischof geeinigt habe, obwohl es sich schon von selber verstehe. Sie bäten ihn daher, den Seinigen zu befehlen, die von Erzhausen nicht mehr zu bedrängen, den ihnen zugefügten Schaden zu ersetzen und sie bei ihrem alten Herkommen zu belassen, damit sie nicht genötigt seien, ihn vor ihrem Herrn, dem Mainzer Erzbischof, zu verklagen
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 3196
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Henne, Hartmann und Hanmann Ulner v. Dieburg, Vettern und Brüder, schreiben dem Grafen Johann v. Katzenelnbogen, dass ihnen von ihren Hörigen zu Erzhausen namens Henne Heil, Klaus Ulner und den Schäfern dortselbst, welche der Mainzer Herr und sie rechtlich zu vertreten hätten, mitgeteilt worden sei, dass ihnen Wenz Daume und die gräflichen Jäger das Ihrige genommen und die Schäfer gefangen gesetzt und mit Schlägen und Hängen bedroht hätten. Das erscheine ihnen umso unbilliger, als ihnen der Mainzer Herr zugesichert habe, dass sie gegenüber der Grafschaft bei ihren alten Herkommen bleiben sollten, wie es ausdrücklich ausgemacht worden sei, als er (Graf Johann) sich mit dem Mainzer Erzbischof geeinigt habe, obwohl es sich schon von selber verstehe. Sie bäten ihn daher, den Seinigen zu befehlen, die von Erzhausen nicht mehr zu bedrängen, den ihnen zugefügten Schaden zu ersetzen und sie bei ihrem alten Herkommen zu belassen, damit sie nicht genötigt seien, ihn vor ihrem Herrn, dem Mainzer Erzbischof, zu verklagen
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Demandt, Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Regesten-Nr. 3196
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:40 MESZ