Streit um die Zahlung eines Legats von 1000 Tlr. der Adelheid ten (zum) Borcken, in 1. Ehe mit Wilhelm Roßkaten und in 2. Ehe mit Johann Diepenbroich verheiratet, für die Waisen von Duisburg. Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 17. Juli 1621, wonach durch Exekution in die hinterlassenen Güter der Adelheid ten Borcken dem Waisenmeister zur Auszahlung des Legats verholfen werden soll. Die Appellanten meinen, Johann Diepenbroich oder dessen Schwiegersohn Werner Muntz, Rentmeister zu Dinslaken, wären zur Zahlung des Legats verpflichtet gewesen, da das Legat aus den beweglichen Gütern und Barschaften der Erblasserin gestellt worden sei. Gemäß Landesbrauch seien die Erben der beweglichen Güter zur Begleichung derartiger Schulden heranzuziehen.
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Streit um die Zahlung eines Legats von 1000 Tlr. der Adelheid ten (zum) Borcken, in 1. Ehe mit Wilhelm Roßkaten und in 2. Ehe mit Johann Diepenbroich verheiratet, für die Waisen von Duisburg. Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 17. Juli 1621, wonach durch Exekution in die hinterlassenen Güter der Adelheid ten Borcken dem Waisenmeister zur Auszahlung des Legats verholfen werden soll. Die Appellanten meinen, Johann Diepenbroich oder dessen Schwiegersohn Werner Muntz, Rentmeister zu Dinslaken, wären zur Zahlung des Legats verpflichtet gewesen, da das Legat aus den beweglichen Gütern und Barschaften der Erblasserin gestellt worden sei. Gemäß Landesbrauch seien die Erben der beweglichen Güter zur Begleichung derartiger Schulden heranzuziehen.
AA 0627, 2915 - I/J 19/75
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 1. Buchstabe I/J
1621 - 1622 (1616 - 1623)
Enthaeltvermerke: Kläger: Hermann Jäger, Hermann Ritter (Bitter) und Konsorten (u.a. Gisbertus Mercator), Bürger zu Duisburg, als Erben der Adelheid ten Borcken (Bueckhen), (Bekl.) Beklagter: Arnold von Hückelhoven, Schultheiß, und Dieterich von Essen, Waisenmeister zu Duisburg, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Christian Schröder (Schröter) 1622 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Klev.-märk.. Räte zu Kleve 1616 - 1621 - 2. RKG 1621 - 1622 (1616 - 1623) Beweismittel: Originale Vollmacht der Appellanten mit Petschaftssiegeln; das des Gisbertus Mercator stellt einen Globus mit Vermessungslinien dar (Q 11). Beschreibung: 3,5 cm, 177 Bl., lose; Q 1 - 11, 1 Beilage prod. 16. Jan. 1623.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:31 MESZ