Familienarchiv Straub (Bestand)
Show full title
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Straub
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Bürger >> Straub
1824-1943
Überlieferungsgeschichte
Die urspünglich in der Umgebung von Messkirch als Müller ansässige Familie Straub stieg im 19. Jahrhundert in die badische und fürstenbergische Beamtenschaft auf. Der Rechtsanwalt und Stockacher Bürgermeister Sebastian Straub (1810-1883) wurde im Vorfeld der 1848er Revolution liberaler Landtagsabgeordneter, sein Sohn Roderich in den Jahren 1889-1901 nationalliberaler Landtagsabgeordneter und 1906-1918 Landeskommissär in Konstanz. Schwerpunkte des Familienarchivs bilden die Korrespondenzen aus der Abgeordnetenzeit von Sebastian und Roderich Straub. Sebastian Straubs anfängliche Freundschaft mit Hecker und seine spätere Distanzierung von den Revolutionären hinterließ Spuren in seinem Nachlass. Dank des politischen Ansehens seines Sohnes bei den Liberalen ist die Entwicklung des Liberalismus im Großherzogtum in seiner Korrespondenz gut dokumentiert. Als Konstanzer Landeskommissär hatte er Verbindungen zu den Häusern Baden und Fürstenberg.
Die aus dem Nachlass des Ministerialrats Roderich Straub stammenden Archivalien schenkte dessen Witwe Ursula Straub 2009 dem Generallandesarchiv.
Inhalt und Bewertung
Sebastian Straub (1810-1883): Tätigkeit als Bürgermeister.- Korrespondenz des Landtagsabgeordneten u.a. mit Friedrich Hecker und Johann Adam von Itzstein
Otto Straub (1843-1903): Straßenbau des Großherzogtums
Roderich Straub (1870-1929): Dienstlaufbahn.- Tätigkeit als Abgeordneter der 2. Landtagskammer.- Korrespondenz mit Max Egon Fürst von Fürstenberg, Großherzogin Luise und Großherzog Friedrich II.
Albert Ostner (1827-1901): Laufbahn als Forstbeamter in badischen und fürstenbergischen Diensten
Familiengeschichtliche Sammlungen: Lebensläufe.- Ahnentafel
Entstehung: Die Familie Straub, ursprünglich Müller aus der Umgebung von Messkirch, fand im 19. Jahrhundert Zugang zur badischen und fürstenbergischen Beamtenschaft. Der Rechtsanwalt und Stockacher Bürgermeister Sebastian Straub (1810-1883) wurde im Vorfeld der Revolution von 1848 liberaler Landtagsabgeordneter. Sein Sohn Roderich (I.) Straub (1847-1925), Verwaltungsjurist, war 1889-1901 nationalliberaler Landtagsabgeordneter, 1906-1918 Landeskommissär in Konstanz. Die Familienunterlagen gelangten über Roderich (II.) Straub (1886-1961), Ministerialrat im badischen Innenministerium, an Roderich (III.) (1921-2008), dessen Witwe Ursula Straub sie gemeinsam mit einem weiteren Verwandten, Prof. Dr. Gerhard Backenstoss, dem Generallandesarchiv 2009 als Geschenk überließ.
Inhalt: Schwerpunkte bilden die Korrespondenzen aus der Abgeordnetenzeit von Sebastian und Roderich Straub. Sebastian Straub, der zunächst mit Hecker befreundet war, distanzierte sich am Beginn der Revolution von den Radikalen; Briefe von Hecker, Itzstein, Soiron und anderen dokumentieren diesen Wandel der Konstellationen, aber auch die Versuche Sebastian Straubs nach der Revolution, auf die Amnestie der verurteilten Revolutionäre hinzuwirken. Sein Sohn Roderich repräsentiert durch Verwaltungslaufbahn, hohes politisches Ansehen und Landtagsmandat bei den Nationalliberalen die Entwicklung vieler ehemaliger Liberaler im Großherzogtum. Seine Korrespondenz, u.a. mit Frh. NN von Massenbach, ist u.a. geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Zentrum. Seine Stellung als Landeskommissär brachte ihn vielfach in Verbindung mit dem Haus Fürstenberg, an dessen Festlichkeiten - auch den Kaiserbesuchen - er offiziell teilzunehmen hatte. Über 1918 hinaus währte eine ehrfurchtsvolle Verbindung zum badischen Fürstenhaus.
Ordnung: Das vorliegende Kurzverzeichnis dient vorerst als Übergabeliste. Eine stärker differenzierende Strukturierung und Analyse steht noch aus. Mitgegebene biografische Übersichten von Frau Ursula Straub werden dafür eine gute Hilfe sein. Der Bestand umfasst 26 Nummern in 0,4 lfd.m. Karlsruhe, im Februar 2009 Konrad Krimm
Die urspünglich in der Umgebung von Messkirch als Müller ansässige Familie Straub stieg im 19. Jahrhundert in die badische und fürstenbergische Beamtenschaft auf. Der Rechtsanwalt und Stockacher Bürgermeister Sebastian Straub (1810-1883) wurde im Vorfeld der 1848er Revolution liberaler Landtagsabgeordneter, sein Sohn Roderich in den Jahren 1889-1901 nationalliberaler Landtagsabgeordneter und 1906-1918 Landeskommissär in Konstanz. Schwerpunkte des Familienarchivs bilden die Korrespondenzen aus der Abgeordnetenzeit von Sebastian und Roderich Straub. Sebastian Straubs anfängliche Freundschaft mit Hecker und seine spätere Distanzierung von den Revolutionären hinterließ Spuren in seinem Nachlass. Dank des politischen Ansehens seines Sohnes bei den Liberalen ist die Entwicklung des Liberalismus im Großherzogtum in seiner Korrespondenz gut dokumentiert. Als Konstanzer Landeskommissär hatte er Verbindungen zu den Häusern Baden und Fürstenberg.
Die aus dem Nachlass des Ministerialrats Roderich Straub stammenden Archivalien schenkte dessen Witwe Ursula Straub 2009 dem Generallandesarchiv.
Inhalt und Bewertung
Sebastian Straub (1810-1883): Tätigkeit als Bürgermeister.- Korrespondenz des Landtagsabgeordneten u.a. mit Friedrich Hecker und Johann Adam von Itzstein
Otto Straub (1843-1903): Straßenbau des Großherzogtums
Roderich Straub (1870-1929): Dienstlaufbahn.- Tätigkeit als Abgeordneter der 2. Landtagskammer.- Korrespondenz mit Max Egon Fürst von Fürstenberg, Großherzogin Luise und Großherzog Friedrich II.
Albert Ostner (1827-1901): Laufbahn als Forstbeamter in badischen und fürstenbergischen Diensten
Familiengeschichtliche Sammlungen: Lebensläufe.- Ahnentafel
Entstehung: Die Familie Straub, ursprünglich Müller aus der Umgebung von Messkirch, fand im 19. Jahrhundert Zugang zur badischen und fürstenbergischen Beamtenschaft. Der Rechtsanwalt und Stockacher Bürgermeister Sebastian Straub (1810-1883) wurde im Vorfeld der Revolution von 1848 liberaler Landtagsabgeordneter. Sein Sohn Roderich (I.) Straub (1847-1925), Verwaltungsjurist, war 1889-1901 nationalliberaler Landtagsabgeordneter, 1906-1918 Landeskommissär in Konstanz. Die Familienunterlagen gelangten über Roderich (II.) Straub (1886-1961), Ministerialrat im badischen Innenministerium, an Roderich (III.) (1921-2008), dessen Witwe Ursula Straub sie gemeinsam mit einem weiteren Verwandten, Prof. Dr. Gerhard Backenstoss, dem Generallandesarchiv 2009 als Geschenk überließ.
Inhalt: Schwerpunkte bilden die Korrespondenzen aus der Abgeordnetenzeit von Sebastian und Roderich Straub. Sebastian Straub, der zunächst mit Hecker befreundet war, distanzierte sich am Beginn der Revolution von den Radikalen; Briefe von Hecker, Itzstein, Soiron und anderen dokumentieren diesen Wandel der Konstellationen, aber auch die Versuche Sebastian Straubs nach der Revolution, auf die Amnestie der verurteilten Revolutionäre hinzuwirken. Sein Sohn Roderich repräsentiert durch Verwaltungslaufbahn, hohes politisches Ansehen und Landtagsmandat bei den Nationalliberalen die Entwicklung vieler ehemaliger Liberaler im Großherzogtum. Seine Korrespondenz, u.a. mit Frh. NN von Massenbach, ist u.a. geprägt von der Auseinandersetzung mit dem Zentrum. Seine Stellung als Landeskommissär brachte ihn vielfach in Verbindung mit dem Haus Fürstenberg, an dessen Festlichkeiten - auch den Kaiserbesuchen - er offiziell teilzunehmen hatte. Über 1918 hinaus währte eine ehrfurchtsvolle Verbindung zum badischen Fürstenhaus.
Ordnung: Das vorliegende Kurzverzeichnis dient vorerst als Übergabeliste. Eine stärker differenzierende Strukturierung und Analyse steht noch aus. Mitgegebene biografische Übersichten von Frau Ursula Straub werden dafür eine gute Hilfe sein. Der Bestand umfasst 26 Nummern in 0,4 lfd.m. Karlsruhe, im Februar 2009 Konrad Krimm
26 Nummern
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:03 AM CEST