Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Geheimer Behälter (Bestand)
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Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Geheimer Behälter
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1427-1789
Vorwort: Der Geheime Behälter des Ansbacher Geheimen Archivs, ursprünglich ein "braunes verschlossenes Kästchen" , beinhaltete eine Auswahl an Unterlagen sowohl in Urkunden- wie auch Aktenform. Als hauptsächlicher Inhalt lassen sich folgende Kategorien feststellen: - Finanzsachen, insbesondere Obligationen des Hauses Brandenburg-Ansbach (überwiegend nicht mehr vorhanden). - Militärische Dienstpatente der Markgrafen, die wohl aufgrund des finanziellen Hintergrunds hier separiert verwahrt wurden (nicht mehr vorhanden). - "Skandale" bzw. aus politischen Gründen verschlossen zu haltende Dokumente, wie z.B. das beschlagnahmte "kabbalistische Buch" des Rabbiners Hirsch Fränkel und Inquisitionsunterlagen. - Hinterlegte Testamente des Adels - Etablierung der Freiherr v. Falkenhausen'schen Kinder ; d. h. die Versorgung und Standeserhöhung der Kinder des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich aus dessen Ehe zur linken Hand mit Elisabeth Wünsch. Diese Unterlagen bildeten einen Unterbestand des "Geheimen Behälters" mit eigener Signatur. In zahlreichen Fällen wurden die hinterlegten Dokumente (insbesondere die adeligen Testamente) bzw. abgelösten Obligationen aus dem Archiv abgefordert. Statt diesen sind nur noch Empfangsbescheinigungen o. ä. vorhanden. Viele der im Geheimen Behälter verwahrten Stücke mit persönlichem Bezug zu Angehörigen des Hauses Brandenburg mussten im Frühjahr 1806 nach Berlin ausgeantwortet werden . Während die Urkunden (soweit noch vorhanden) als historischer Bestand zusammengehalten wurden, hat man im 19./frühen 20. Jahrhundert die Akten im Bestand "Ansbacher Generalrepertorium" aufgenommen. Es fand sich aber auch im Zuge der Beständebereinigung ein Akt im Staatsarchiv Bamberg (Nr. 1*****). Das anlässlich der Trennung von Akten und Urkunden neu verfasste handschriftliche Repertorium enthielt nur noch die vorhandenen Urkunden. Um den besonderen Charakter des Geheimen Behälters wiederzugeben, wurde der ursprüngliche Bestand im Zustand um 1802 rekonstruiert. Fehlende oder gegen Ersatzschein ausgefolgte Archivalien sind als solche vermerkt. Es ist geplant, im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin evtl. noch zu identifizierende Stücke hier als Verweis mit der dortigen Signatur nachzutragen. Die Urkunden sind mit dem Buchstaben "U" zusätzlich zur Bestellnummer gekennzeichnet, da sie aus konservatorischen Gründen separat gelagert werden. Literaturhinweis: Burger, Daniel: Geheimer ging’s nicht: Der Geheime Behälter des Geheimen Archivs Ansbach, in: Nachrichten aus den Staatlichen Archiven Bayerns Nr. 58 (2010). Nürnberg, im Dezember 2018 Dr. Daniel Burger (AOR)
Fürstentum Ansbach, Geheimes Archiv: Geheimer Behälter
182
Bestand
Urkunden
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel in Bearbeitung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ
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