Alte Klöster, neue Herren - Die Säkularisation im deutschen Südwesten
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/006 D033213/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/006 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2003
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2003 >> April 2003
12. April 2003
Vor 200 Jahren erfuhr der deutsche Südwesten durchgreifende Veränderungen. In der Folge der französischen Revolutionskriege legitimierte der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 die Übergabe zahlreicher Klöster und geistlicher Territorien an weltliche Fürsten als Entschädigung für ihre verlorengeganenen linksrheinischen Gebiete.
Die Auswirkungen dieses Vorgangs waren kulturell und politisch gravierend: Klöster wurden abgebrochen oder umgenutzt, Bibliotheken und Kirchenschätze wurden enteignet oder zerstört, der Besitzwechswechsel zahlreicher Territorien wurde ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten und Traditionen der jeweiligen Untertanen vollzogen.
Die Säkularisation und die sie begleitende Mediatisierung insbesondere der Reichsstädte führten schließlich zum Ende des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation". Zugleich jedoch schufen sie im Zuge ihrer grundlegenden Neuordnungen erst die Voraussetzungen für die Entwicklung des modernen Staatswesens, dem wir noch heute verpflichtet sind. (SWR-PR-Text)
Die Auswirkungen dieses Vorgangs waren kulturell und politisch gravierend: Klöster wurden abgebrochen oder umgenutzt, Bibliotheken und Kirchenschätze wurden enteignet oder zerstört, der Besitzwechswechsel zahlreicher Territorien wurde ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten und Traditionen der jeweiligen Untertanen vollzogen.
Die Säkularisation und die sie begleitende Mediatisierung insbesondere der Reichsstädte führten schließlich zum Ende des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation". Zugleich jedoch schufen sie im Zuge ihrer grundlegenden Neuordnungen erst die Voraussetzungen für die Entwicklung des modernen Staatswesens, dem wir noch heute verpflichtet sind. (SWR-PR-Text)
0:59:30; 0'59
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Der Samstagabend aus dem Land
Heinzer, Felix; Bibliothekar
Kiesling, Rolf
Geschichte; Säkularisation
Kirche: Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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