Familie von Hanstein (Gutsarchiv Besenhausen) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
E 75 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1070) 1316 - 1905
Benutzbarkeit: eingeschränkt benutzbar
Findhilfsmittel: Findbuch von 1939 (zum Teil online recherchierbar)
Registraturbildner: Besenhausen gehört zur Gemeinde Friedland, Lkr. Göttingen, Niedersachsen.
Das im 14. Jh. von denen von Hanstein auf einer Wüstung errichtete Gut Besenhausen lag im Schnittpunkt der Einflusszonen dreier Territorien, der Landgrafschaft Hessen, des Herzogtums Braunschweig und des Kurfürstentums Mainz. 1743 regelte ein Vertrag seine Zugehörigkeit zum kurmainzischen Eichsfeld. 1803 kam Besenhausen im Reichsdeputationshauptschluss an Preußen, wo es 1816-1944 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Die von Hanstein hatten schon 1307 Besitz in Besenhausen, für den 1308 kurmainzische und 1362 hessische Lehnsbindungen aufscheinen. Unter Johann von Hanstein (gest. 1558) wurde das Gut Stammsitz einer Familienlinie. Mit deren Aussterben fiel Besenhausen 1896 auf dem Erbweg an die Freiherren von Wintzingerode-Knorr, die in den 1960er Jahren von der Familie Flechtner beerbt wurden. 1945 kurzzeitig sowjetisch besetzt, wurde das Gut bei der Festlegung der Demarkationslinie dem britischen Sektor zugeordnet. Es befindet sich bis heute im Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1939 vom Besitzer des Gutes Beesenhausen, Herrn F. W. Freiherr von Wintzingerode-Knorr, als Depositum an das heutige Landeshauptarchiv übergeben. Die Bestandsbezeichnung lautete zunächst "Depositum von Wintzingerode-Knorr II", später "H Besenhausen" und "E von Hanstein".
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch von 1939 (zum Teil online recherchierbar)
Registraturbildner: Besenhausen gehört zur Gemeinde Friedland, Lkr. Göttingen, Niedersachsen.
Das im 14. Jh. von denen von Hanstein auf einer Wüstung errichtete Gut Besenhausen lag im Schnittpunkt der Einflusszonen dreier Territorien, der Landgrafschaft Hessen, des Herzogtums Braunschweig und des Kurfürstentums Mainz. 1743 regelte ein Vertrag seine Zugehörigkeit zum kurmainzischen Eichsfeld. 1803 kam Besenhausen im Reichsdeputationshauptschluss an Preußen, wo es 1816-1944 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Die von Hanstein hatten schon 1307 Besitz in Besenhausen, für den 1308 kurmainzische und 1362 hessische Lehnsbindungen aufscheinen. Unter Johann von Hanstein (gest. 1558) wurde das Gut Stammsitz einer Familienlinie. Mit deren Aussterben fiel Besenhausen 1896 auf dem Erbweg an die Freiherren von Wintzingerode-Knorr, die in den 1960er Jahren von der Familie Flechtner beerbt wurden. 1945 kurzzeitig sowjetisch besetzt, wurde das Gut bei der Festlegung der Demarkationslinie dem britischen Sektor zugeordnet. Es befindet sich bis heute im Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1939 vom Besitzer des Gutes Beesenhausen, Herrn F. W. Freiherr von Wintzingerode-Knorr, als Depositum an das heutige Landeshauptarchiv übergeben. Die Bestandsbezeichnung lautete zunächst "Depositum von Wintzingerode-Knorr II", später "H Besenhausen" und "E von Hanstein".
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 10.3
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ