Klage auf Bewahrung der Eigentümerrechte an dem in der arenbergischen reichsunmittelbaren Herrschaft Kommern gelegenen Bleibergwerk gemäß den erteilten landesherrlichen Belehnungen, den eigenen Erklärungen und Vergleichen, den mehrfachen Konzessionen und den rechtskräftigen Urteilen. Klage auf Anerkennung der alleinigen Bearbeitung und Nutzung des Erbbergs gemäß dem landesherrlichen Vergleich von 1781 sowie Klage auf Annullierung der den Mitbeklagten erteilten Mutungen und Belehnungen. 1629 war Johann Meinertzhagen zusammen mit seinen Kompagnons die Konzession in Form eines Lehnsvertrags erteilt worden, auf eigene Kosten einen Stollen in die Berge Peterheide, Schafberg und Kolhau (Kohlhau) zu treiben. Bereits 1633 war streitig, ob er das alleinige Recht in diesem Bezirk erworben hatte und ob die Orte und Berge Frauenbusch, Stockhart (Stockert), Bruch und Graben zum meinertzhagischen Bezirk gehörten. Die streitigen Eigentums- und Rechtsverhältnisse sind sehr verwickelt. Das RKG urteilt am 22. Jan. 1796, daß die Sache gleich einem Petitorium an den Herzog von Arenberg zurückverwiesen werden soll, vorausgesetzt, dieser setzt gemäß seinem eigenen Vorschlag eine Kommission ein und zieht für das Urteil ein auswärtiges, unparteiisches Spruchkollegium ein, vorzugsweise ein Berggericht oder eine Fakultät mit Bergwerksverständigen. In der Zwischenzeit solle es bei den im Vergleich von 1781 festgelegten Eigentumsverhältnissen bleiben.
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Klage auf Bewahrung der Eigentümerrechte an dem in der arenbergischen reichsunmittelbaren Herrschaft Kommern gelegenen Bleibergwerk gemäß den erteilten landesherrlichen Belehnungen, den eigenen Erklärungen und Vergleichen, den mehrfachen Konzessionen und den rechtskräftigen Urteilen. Klage auf Anerkennung der alleinigen Bearbeitung und Nutzung des Erbbergs gemäß dem landesherrlichen Vergleich von 1781 sowie Klage auf Annullierung der den Mitbeklagten erteilten Mutungen und Belehnungen. 1629 war Johann Meinertzhagen zusammen mit seinen Kompagnons die Konzession in Form eines Lehnsvertrags erteilt worden, auf eigene Kosten einen Stollen in die Berge Peterheide, Schafberg und Kolhau (Kohlhau) zu treiben. Bereits 1633 war streitig, ob er das alleinige Recht in diesem Bezirk erworben hatte und ob die Orte und Berge Frauenbusch, Stockhart (Stockert), Bruch und Graben zum meinertzhagischen Bezirk gehörten. Die streitigen Eigentums- und Rechtsverhältnisse sind sehr verwickelt. Das RKG urteilt am 22. Jan. 1796, daß die Sache gleich einem Petitorium an den Herzog von Arenberg zurückverwiesen werden soll, vorausgesetzt, dieser setzt gemäß seinem eigenen Vorschlag eine Kommission ein und zieht für das Urteil ein auswärtiges, unparteiisches Spruchkollegium ein, vorzugsweise ein Berggericht oder eine Fakultät mit Bergwerksverständigen. In der Zwischenzeit solle es bei den im Vergleich von 1781 festgelegten Eigentumsverhältnissen bleiben.
AA 0627, 3686 - M 682/1924
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1791 - 1800 (1629 - 1796)
Enthaeltvermerke: Kläger: Erben Meinertzhagen: Isaak Edler von Meinertzhagen, kurfürstl.- pfalzbayerischer Drost zu Bergen op Zoom (Niederlande), Kapitular des Kollegiatstifts Unserer Lieben Frau zu Halberstadt und Bürgermeister der Reichsstadt Bremen, seine Nichte E[lisabeth] J[ohanna] Gräfin zur Lippe und deren Gatte Friedrich Wilhelm Graf und Edler Herr zur Lippe, Generaladministrator der meinertzhagischen Bergwerksangelegenheiten Beklagter: Herzog Ludwig Peter Engelbert von Arenberg, seine Regierung und sein Berggericht zu Kommern (Kr. Euskirchen), Johann Stephan Breuer, Schöffe und Beisitzer des Berggerichts zu Kommern, als Privatbergbetreiber die Regierungsräte Latz, Georg Peter Landschütz, auch Archivar, und Sebastian Jüngersdorf (Gunnersdorf) zu Arenberg, ferner der französische Hauptmann von Hall (Regiment La Marck) zu Zülpich (Kr. Euskirchen) und Roesgen Prokuratoren (Kl..): Dr. Johann Gotthard Hert 1791 - Subst.: Dr. Wilhelm Christian Rotberg Prokuratoren (Bekl.): Dr. Franz Karl von Sachs 1790 - Subst.: Dr. Kaspar Friedrich Hofmann - Dr. Johann Wilhelm Mainoné [1779] 1791 - Subst.: Lic. Johann Georg Karl Vergenius - Subst.: Lic. Philipp Jakob Emmerich 1791 - Lic. Jakob Abel 1793 - Subst.: Dr. Johann Gottlob Fürstenau Prozeßart: Mandati de non contraveniendo litteris investiturae ... Instanzen: RKG 1791 - 1800 (1629 - 1796) Beweismittel: Bergwerkskonzession oder Bergerbbelehnung des Herzogs Philipp von Arenberg von 1629 für Bartholomäus von Brüggen zu Aachen, Diederich Rath und Johann Meinertzhagen zu Köln (Q 3). Urteil des Berggerichts von Kommern in Sachen sämtliche Bergleute von Schafberg, Kolhau und Peterheide ./. Johann Meinertzhagen von 1661 (Q 5). Belehnungspatent des Herzogs Philipp Karl von Arenberg von 1690 für Isaak und Jakob Meinertzhagen, Söhne des Johann Meinertzhagen (Q 7). Farbige Karte 47,5 x 29 cm des meinertzhagischen Bleibergwerks in der Herrschaft Kommern, angefertigt 1789 vom klev. Landmesser van Heys als Auszug eines Hauptplans des Landmessers H. van Heys von 1766, 1768 vom Kölner Graveur Metteli graviert (Q 39). Insinuationsgebühren (Q 18). Chronologischer Auszug aus dem Berggerichtsprotokoll zu Kommern über die Mutung und Belehnung von Privatbergtreibern mit verlassenen Schächten, die nicht in der obigen Karte eingetragen worden sind, von 1718 - 1756 (Q 157f.). Farbige Karte 63 x 50,5 cm des Geometer Theodor Cloeser von 1790 über die Berge Peterheid, Frauenbusch und Schafberg mit den dort befindlichen Stollen (IV Bl. 1). Der Prozeß enthält zahlreiche Dokumente zur Lage und Besitzgeschichte der Schächte und Bergwerke zu Kommern und zum Bergwerksrecht (auch von Böhmen). Beschreibung: 5 Bde., 24,5 cm; Bd. I: 1 cm, 38 Bl., gebunden, Prot.; Bd. II: 7,5 cm, Bl. 1 - 430, gebunden, Q 1 - 82; Bd. III: 5,5 cm, Bl. 431 - 792, gebunden, Q 83 - 135; Bd. IV: 3,5 cm, 172 Bl., lose, nicht quadrangulierte Aktenstücke von 1790 - 1792 und eine Karte; Bd. V: 7 cm, 406 Bl., gebunden, Q 137 - 196. Lit.: Edmund Hahn, Bergbau in der Nordeifel bei Mechernich- Kommern, in: Eifeljahrbuch 1966, S. 97-101. Fritz Malsch, Die Protokolle des Berggedings der Freiherrlichkeit Kommern, in: AHVN 170 (1968) S. 269ff. Inventar des herzoglich arenbergischen Archivs in Edingen/Enghien (Belgien), bearb. von Peter Brommer, Wolf-Rüdiger Schleidgen und Theresia Zimmer, Siegburg 1984 (=Veröffentl. der staatl. Archive des Landes Nordrhein- Westfalen, Reihe C: Quellen und Forschungen, Bd. 16) S. 326ff. und 332.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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28.04.2026, 8:25 AM CEST