Anhaltisches Gesamtarchiv. Neue Sachordnung (Bestand)
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Z 6 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) >> 03.01. Gesamt-Anhalt (Gesamtung) bis 1848/63 >> 03.01.01. Anhaltisches Gesamtarchiv
1307 - 1618
Findhilfsmittel: Findbuch 1988, überarbeitet 2014 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Der Bestand Anhaltisches Gesamtarchiv vereinigt die Überlieferung der anhaltischen Fürstentümer und Gesamt-Anhalts mit den verschiedenen behördlichen und personengebundenen Provenienzen bis zur Teilung von 1603. Wie im Teilungsvertrag festgelegt, blieb das Gesamtcorpus weitgehend erhalten, einzelne Archivalien wurden den jeweiligen Linien zugeordnet. Um 1700 erschloss man diese Überlieferung in systematisch gegliederten Repertorien neu.
Aus diesen begann nach 1900 der damalige Leiter Hermann Wäschke, die Urkunden sowie die Sal-, Amts- und Lehnbücher und die Lutherhandschriften herauszulösen, führte diese Arbeit jedoch nicht bis zu Ende durch. Sein Nachfolger Reinhold Specht führte die Auflösung des Bestandes fort, indem er unter dem Namen "Neue Sachordnung" einzelne Schriftstücke aus ihrem Aktenzusammenhang riss und alphabetisch nach Absendern, in einigen Fällen auch nach Orts- und Sachbetreffen ordnete. Damit wurden zahlreiche Zusammenhanginformationen wie Verwaltungsstruktur, Sachbezüge und Dateierungen vernichtet. Da auch diese Maßnahme nicht zu Ende geführt wurde, verblieb ein beträchtlicher Teil der Archivalien in der Alten Ordnung.
Der Bestand wurde im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und in das Archivlager Goslar verbracht und dort 1988 auf Grundlage älterer Angaben verzeichnet. Die der Neuen Sachordnung zugrunde liegenden Betreffe wurden in alphabetischer Reihung ohne Gliederung aufgeführt.
Bestandsinformationen: Im Jahr 2014 wurde der Bestand einer partiellen Neubearbeitung unterzogen, in der Namen und Begriffe vereinheitlicht und eine Gliederung eingeführt wurde. Da eine Autopsie der umfangreichen Überlieferung nicht zu leisten war, musste eine Neugliederung von den teilweise sehr unzulänglichen und v.a. zu den eigentlichen Sachbetreffen wenig aussagekräftigen Betitelungen ausgehen, so dass nur ein Teil der Akten in eine sachthematische Ordnung gebracht werden konnte. Die meist lediglich nach Absendern und Empfängern betitelten Verzeichnungsangaben wurden (soweit erkennbar) nach den persönlichen Merkmalen der Absender wie Funktion, territoriale Zugehörigkeit oder Beruf geordnet.
Zusatzinformationen: Die Verfilmung (Nr. 1 - Nr. 1748) erfolgte im Jahr 1970 und 1978 im Archivlager Goslar.
Registraturbildner: Der Bestand Anhaltisches Gesamtarchiv vereinigt die Überlieferung der anhaltischen Fürstentümer und Gesamt-Anhalts mit den verschiedenen behördlichen und personengebundenen Provenienzen bis zur Teilung von 1603. Wie im Teilungsvertrag festgelegt, blieb das Gesamtcorpus weitgehend erhalten, einzelne Archivalien wurden den jeweiligen Linien zugeordnet. Um 1700 erschloss man diese Überlieferung in systematisch gegliederten Repertorien neu.
Aus diesen begann nach 1900 der damalige Leiter Hermann Wäschke, die Urkunden sowie die Sal-, Amts- und Lehnbücher und die Lutherhandschriften herauszulösen, führte diese Arbeit jedoch nicht bis zu Ende durch. Sein Nachfolger Reinhold Specht führte die Auflösung des Bestandes fort, indem er unter dem Namen "Neue Sachordnung" einzelne Schriftstücke aus ihrem Aktenzusammenhang riss und alphabetisch nach Absendern, in einigen Fällen auch nach Orts- und Sachbetreffen ordnete. Damit wurden zahlreiche Zusammenhanginformationen wie Verwaltungsstruktur, Sachbezüge und Dateierungen vernichtet. Da auch diese Maßnahme nicht zu Ende geführt wurde, verblieb ein beträchtlicher Teil der Archivalien in der Alten Ordnung.
Der Bestand wurde im Zweiten Weltkrieg ausgelagert und in das Archivlager Goslar verbracht und dort 1988 auf Grundlage älterer Angaben verzeichnet. Die der Neuen Sachordnung zugrunde liegenden Betreffe wurden in alphabetischer Reihung ohne Gliederung aufgeführt.
Bestandsinformationen: Im Jahr 2014 wurde der Bestand einer partiellen Neubearbeitung unterzogen, in der Namen und Begriffe vereinheitlicht und eine Gliederung eingeführt wurde. Da eine Autopsie der umfangreichen Überlieferung nicht zu leisten war, musste eine Neugliederung von den teilweise sehr unzulänglichen und v.a. zu den eigentlichen Sachbetreffen wenig aussagekräftigen Betitelungen ausgehen, so dass nur ein Teil der Akten in eine sachthematische Ordnung gebracht werden konnte. Die meist lediglich nach Absendern und Empfängern betitelten Verzeichnungsangaben wurden (soweit erkennbar) nach den persönlichen Merkmalen der Absender wie Funktion, territoriale Zugehörigkeit oder Beruf geordnet.
Zusatzinformationen: Die Verfilmung (Nr. 1 - Nr. 1748) erfolgte im Jahr 1970 und 1978 im Archivlager Goslar.
Laufmeter: 28.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ