König Maximilian [I.] überträgt aus Geldnot die Hauptmannschaft, das Burkhstal und das Vitztumhaus bei Segkaw (1) ob Leybnitz (2) sowie das Schloss Lansperg (3), welches das Erzstift Salzburg einst zum Schaden des Königs an König Mathias von Ungarn übergeben hatte und von dem aus Maximilian und seine Länder über viele Jahre hinweg bekriegt worden waren, welches er nun aber aus der Hand der Feinde in seine Gewalt gebracht hat, für 4000 rheinische Gulden, die er für die Bezahlung seiner Dienstleute benötigt, an Bischof Mathias von Seckau (4). Dieser hat das Schloss Landsberg zudem für weitere 2000 Gulden von Hanns von Sawraw (5) abgelöst. König Maximilian behält sich vor, jederzeit Truppen auf eigene Kosten in den verpfändeten Liegenschaften einlagern zu dürfen. Ohne sein Einverständnis soll der Bischof von diesen Schlössern keinen Krieg beginnen, die dort lebenden Leute darf er nicht über die üblichen Zinsen, Dienste und Robot hinaus belasten und dem König keine Rechte und Nutzen entziehen. Der König hat das Recht, die gesamten Liegenschaften für 6000 Gulden jederzeit wieder einzulösen. Schloss Landsberg soll innerhalb der nächsten 14 Tage an den Bischof übergeben werden, die restlichen Liegenschaften bis zum 23. April [St. Georg]. Sollte der Bischof die Liegenschaften durch Gewalt verlieren oder der König die Nutznießung ablösen wollen, hat der König innerhalb von drei Monaten die Ablösesumme zu bezahlen. Empfänger: Seckau, Bischof Mathias von
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König Maximilian [I.] überträgt aus Geldnot die Hauptmannschaft, das Burkhstal und das Vitztumhaus bei Segkaw (1) ob Leybnitz (2) sowie das Schloss Lansperg (3), welches das Erzstift Salzburg einst zum Schaden des Königs an König Mathias von Ungarn übergeben hatte und von dem aus Maximilian und seine Länder über viele Jahre hinweg bekriegt worden waren, welches er nun aber aus der Hand der Feinde in seine Gewalt gebracht hat, für 4000 rheinische Gulden, die er für die Bezahlung seiner Dienstleute benötigt, an Bischof Mathias von Seckau (4). Dieser hat das Schloss Landsberg zudem für weitere 2000 Gulden von Hanns von Sawraw (5) abgelöst. König Maximilian behält sich vor, jederzeit Truppen auf eigene Kosten in den verpfändeten Liegenschaften einlagern zu dürfen. Ohne sein Einverständnis soll der Bischof von diesen Schlössern keinen Krieg beginnen, die dort lebenden Leute darf er nicht über die üblichen Zinsen, Dienste und Robot hinaus belasten und dem König keine Rechte und Nutzen entziehen. Der König hat das Recht, die gesamten Liegenschaften für 6000 Gulden jederzeit wieder einzulösen. Schloss Landsberg soll innerhalb der nächsten 14 Tage an den Bischof übergeben werden, die restlichen Liegenschaften bis zum 23. April [St. Georg]. Sollte der Bischof die Liegenschaften durch Gewalt verlieren oder der König die Nutznießung ablösen wollen, hat der König innerhalb von drei Monaten die Ablösesumme zu bezahlen. Empfänger: Seckau, Bischof Mathias von
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 322/a
HU Salzburg 518a
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1401-1500
1491 Februar 2
Fußnoten:
1) Seggau (Schloss, Gde. Seggauberg, PB Leibnitz, Steiermark, A)
2) Leibnitz (PB Leibnitz, Steiermark, A)
3) Landsberg (Burg, Gde. und PB Deutschlandsberg, Steiermark, A)
4) Saurau (Gde. Frojach, PB Murau, Steiermark, A)
5) Seckau (PB Knittelfeld, Steiermark, A)
1) Seggau (Schloss, Gde. Seggauberg, PB Leibnitz, Steiermark, A)
2) Leibnitz (PB Leibnitz, Steiermark, A)
3) Landsberg (Burg, Gde. und PB Deutschlandsberg, Steiermark, A)
4) Saurau (Gde. Frojach, PB Murau, Steiermark, A)
5) Seckau (PB Knittelfeld, Steiermark, A)
Erzstift Salzburg Urkunden
Urkunden
ger
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Linz
Originaldatierung: Lynntz an unser lieben frawen tag der liechtmess 1491 [...]
Unternummer: a
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1491
Monat: 2
Tag: 2
Äußere Beschreibung: Insert in Urk. v. 1492 VII 23 = Nr. 330
Ausstellungsort: Linz
Originaldatierung: Lynntz an unser lieben frawen tag der liechtmess 1491 [...]
Unternummer: a
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1491
Monat: 2
Tag: 2
Äußere Beschreibung: Insert in Urk. v. 1492 VII 23 = Nr. 330
Maximilian I., deutscher König und Kaiser
Saurau: Hans von
Seckau (PB Knittelfeld, Steiermark, A), Bistum: Bischöfe\ Mathias
Seggau (Schloss, Gde. Seggauberg, PB Leibnitz, Steiermark, A): Burgstall
Seggau (Schloss, Gde. Seggauberg, PB Leibnitz, Steiermark, A): Vitztumhaus
Leibnitz (PB Leibnitz, Steiermark, A)
Leibnitz (PB Leibnitz, Steiermark, A): Hauptmannschaft
Landsberg (Schloss, Gde. u. PB Deutschlandsberg, Steiermark, A)
Saurau (Gde. Frojach, PB Murau, Steiermark, A)
Deutsches Reich, Kaiser und Könige: Maximilian I.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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03.04.2025, 1:36 PM CEST
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