A: Sigmund von Plieningen, kurf. Rat und Schultheiß zu Neumarkt,
auch Pfleger zu Haimburg. S: A. E: Hans Ulrich Sedelmaier, Richter und
Lehenträger des Klosters Gnadenberg. Betreff: Belehnung mit folgenden
Lehenstücken des verst. Kaspar Dürner zu Dürn (Lkr. Parsberg), nachdem das
kaiserl. Landgericht Hirschberg in dessen Schuldsachen ein Urteil
dahingehend hat ergehen lassen, dass Christoph von Seiboldsdorf auf
Falkenfels (Lkr. Bogen) und den drei Brüdern Hans Christoph, Wolf Ulrich und
Georg Wolf von Ödenberg die bayerisch-abensbergischen Lehen des verst.
Dürner zugesprochen wurden, und worauf die drei Brüder von Ödenberg dem
edlen festen Wolf Friedrich von Leutersheim zu Altenmuhr (Lkr. Gunzenhausen)
und seiner Schwester Regina von Plieningen, der Frau von A, als Erben der
verst. Frau Felizitas des Sebastian von Au die Nutzung dieser Lehen um 1000
Gulden eingeräumt und sich mit A dahingehend verglichen haben, dass dieser
die Lehen verleihen soll. Folgende Lehenstücke wurden verliehen: ein halbes
Tagwerk Wiesmahd bei der Mühle zu Unterölsbach (Lkr. Neumarkt), genannt der
Strigl, die von Heinz Hofer erkauft wurde, dann 2 1/2 Tagwerk Wiesmahd an
der Schwarzach unterhalb des Klosters, die Prünnelwiese genannt, dann 2
Tagwerk Wiesmahd unter dem Brüderkloster gelegen, der Stertzling genannt,
die von Barbara Fronmüllnerin erkauft wurde, dann ein Tagwerk Wiesmahd an
der Schwarzach bei den anderen Wiesen des Klosters, die Pilgramwiese
genannt, ein Tagwerk Wiesmahd auf der Schwertz, die an einem Ort an die
Wiesen von St. Jakob zu Sindlbach stößt, dann ein halbes Tagwerk Wiesmahd
unter dem Brüderturm bei anderen Wiesen des Klosters, die von Michael
Vischer erkauft wurde und an einem Ort an die Wiesen stößt, die vom Pecken
zu Berg (Lkr. Neumarkt) tauschweise an das Kloster gekommen sind, dann 2
Tagwerk Wiesmahd auf der Schwertz bei anderen Wiesen des Klosters, die an
einem Ort an die Wiesen des Wirts stößt und von Georg Zitzer zu Bischberg
erkauft wurde, dann 5 Viertel Wiesmahd auf der Au oberhalb von Unterölsbach
(Lkr. Neumarkt), die an die Wiesen des Klosters und am anderen Ort an die
Wiesen der Brigitta Mauerin stoßen und vom Herteisen erkauft wurden, dann
ein Acker von 11 Beet am Rotenpühel beim Kloster, der von Hans Herteisen
erkauft wurde, dann 6 Beet Ackers bei den Wiesen unterhalb des Klosters, die
vom Michel Schäff erkauft wurden, dann ein Acker auf dem Wolfspühel, der an
den Stöckelsberger Weg stößt und vom alten Wirt zu Bischberg erkauft wurde,
dann 3 Tagwerk Wiesmahd an der Schwarzach unterhalb des Klosters, die
Lutterin genannt, vie vom Schmutzer von Altdorf an das Kloster gekommen ist,
dann ein Tagwerk Wiesmahd an der Schwarzach unterhalb des Klosters, die
Stockwiese genannt, die von Hans Hegel an das Kloster gekommen ist, dann ein
halbes Tagwerk Wiesmahd bei dem gailn Birnbaum am Rohrenstädter Bach und ein
Tagwerk Wiesmahd am Rohrenstädter Bach, genannt Widerwechsel auf der Au,
welche beiden Wiesmahden von der Hupferin, Witwe zu Altdorf, an das Kloster
gekommen sind, dann ein Tagwerk Wiesmahd an der Stiegl bei der Mühle zu
Unterölsbach (Lkr. Neumarkt), die Kreuzwiese genannt, die von einer Jungfrau
Margaretha Keckin an das Kloster gekommen ist, dann ein Tagwerk Wiesmahd an
der Speck bei der Schwarzach, die Haltnerwiese genannt, die von Heinz Maier
an das Kloster gekommen ist, dann 1 1/2 Tagwerk Wiesmahd, gelegen am
Hofbach, die Schmalzwiese genannt, die von Ulrich Weber von Hausheim und
seiner Frau an das Kloster gekommen ist, dann ein Tagwerk Wiesmahd unterhalb
des Klosters, die von einer Jungfrau Margaretha Gümplin an das Kloster
gekommen ist und vor Zeiten dem Görg Karg gehörte, dann 5 Hochbeet Ackers am
Rohrenstädter Bach, die zuvor dem Wolf Khaulhamer gehörten, dann ein Tagwerk
Ackers auf dem Berg, genannt an der Liß und an einem Ort an die Straße neben
des Holzbauern Acker stoßend, und ein Tagwerk Ackers oben auf dem Berg bei
der alten Kapelle, welche beiden Äcker von Werners des Krausen Hof zu
Oberölsbach an das Kloster gekommen sind, dann 2 Tagwerk Wiesmahd, die
Hilzhoferin genannt und gelegen an der Röst bei dem langen Acker, die an
einem Ort an des Wagners Wiesen von Olspach (Ober-, Unterölsbach, Lkr.
Neumarkt) stößt und von Hans Peuttelrockh, Wirt zu Altdorf, tauschweise an
das Kloster gekommen ist, dann ein Tagwerk Wiesmahd auf der Schwertz, die an
den Trinkbrunnen zu Olspach (Ober-, Unterölsbach) stößt und von Wolf Weber
erkauft wurde.