Hans Mörlin bekennt, daß Abt Erhard [Fridang] von Weingarten ihm für 20 Jahre das Gut in Benningen verliehen hat, das vorher sein Schwiegervater ("sweher") Heinrich Egen innehatte. Er muß es in gutem Zustand erhalten und in Hubers Weise nach Landessitte bewirtschaften. Jährlich zu St. Martin entrichtet er an Zins und Hubgeld 12 1/2 Malter Korn, davon zwei Drittel Roggen und ein Drittel Hafer Memminger Maßes, 15 ß d als Heugeld und 1 Fasnachthuhn. Bei schlechter Ernte infolge Hagels oder aus sonstiger Ursache wird der Abt den Aussteller behandeln wie andere Huber und Hintersassen.
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Hans Mörlin bekennt, daß Abt Erhard [Fridang] von Weingarten ihm für 20 Jahre das Gut in Benningen verliehen hat, das vorher sein Schwiegervater ("sweher") Heinrich Egen innehatte. Er muß es in gutem Zustand erhalten und in Hubers Weise nach Landessitte bewirtschaften. Jährlich zu St. Martin entrichtet er an Zins und Hubgeld 12 1/2 Malter Korn, davon zwei Drittel Roggen und ein Drittel Hafer Memminger Maßes, 15 ß d als Heugeld und 1 Fasnachthuhn. Bei schlechter Ernte infolge Hagels oder aus sonstiger Ursache wird der Abt den Aussteller behandeln wie andere Huber und Hintersassen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 392
09525
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1454 Oktober 18 (an fritag nach sant Gallen tag)
16,4 x 32,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Memmingen
Aussteller: Hans Mörlin zu Benningen
Empfänger: Abt Erhard [Fridang] von Weingarten
Siegler: Hans Fechlin, Bürgermeister, Ott Urspach, Stadtammann in Memmingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. = Reste
Aussteller: Hans Mörlin zu Benningen
Empfänger: Abt Erhard [Fridang] von Weingarten
Siegler: Hans Fechlin, Bürgermeister, Ott Urspach, Stadtammann in Memmingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S. = Reste
Egen, Heinrich
Fechlin, Hans; Bürgermeister
Mörlin, Hans
Urspach, Ott, Stadtammann
Benningen MN
Benningen MN; Einwohner
Memmingen MM
Memmingen MM; Bürgermeister
Memmingen MM; Maß
Memmingen MM; Stadtammann
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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