C Rep. 726 Kabarett "Distel" (Bestand)
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C Rep. 726
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen
Vorwort: C Rep. 726 - Kabarett "Distel"
1. Geschichte der Kultureinrichtung
Die Gründung des Kabaretts "Distel" erfolgte auf Grund eines Magistratsbeschlusses vom 25. September 1953, der die Aufgaben, die Finanzierung und die Spielstätte festlegte. Das Kabarett unterstand dem Magistrat von Berlin. Es sollte ein Pendant zu den in Berlin (West) agierenden "Insulanern" und "Stachelschweinen" sein.
Unter der Leitung von Erich Brehm öffnete es am 2. Oktober 1953 im "Haus der Presse" in der Friedrichstraße 101 mit dem Programm "Hurra, Humor ist eingeplant" seine Pforten. Unter Mitwirkung namhafter Textgestalter und Ensemble-mitglieder gelang es, das Kabarett bald zu einer beliebten Gesamtberliner Adresse werden zu lassen. 1976 wurde eine zweite Spielstätte der "Distel" in Berlin-Hohenschönhausen eröffnet, die bis 1989 bestand.
Das Ensemble arbeitete von 1953 bis 1990 unter den Intendanten Erich Brehme (1953-1958), Hans Krause (1958-1963), Georg Honigmann (1963-1968) und Otto Stark (1968-1990).
Ab 1. August 1991 trat die Berliner Kabarett-Theater GmbH unter Leitung von Gisela Oechelhäuser
die Rechtsnachfolge der "Distel" an.
Die 1990 von der Verwaltungsleitung der "Distel" an das damalige Stadtarchiv abgegebenen Akten stellen lediglich ein Überlieferungsfragment dar.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 42 Akten (1,50 lfm) mit der Laufzeit 1953 - 1990.
Die Akten beziehen sich v. a. auf Planungs- und Haushalts- und Personalfragen des Kabaretts sowie Verträge mit festangestellten und Gastkünstlern. Darüber hinaus sind Glückwunschschreiben zu Jubiläen, einzelne Fotos und Plakate überliefert. Der Bestand wurde zunächst unter der Bezeichnung STA Rep. 726 in der Außenstelle Breite Straße erschlossen und ein "vorläufiges Findbuch" erstellt. Beim Umzug des Landesarchivs 2001 erhielt der Bestand seine endgültige Tektonikbezeichnung - C Rep. 726 Kabarett Distel.
Die vorliegende Verzeichnung basiert auf der Retrokonversion des früheren Findbuchs von Archivarin Monika Schmidt und wurde ergänzt durch damals erforderlichen Schutzfristen. Im Oktober 2023 erfolgte durch die Archivarin Kerstin Bötticher eine redaktionelle Überarbeitung und Korrektur der veralteten Schutzfristen bei einzelnen Datensätzen.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung befristet gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 726, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände:
- LAB C Rep. 121 Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
- LAB C Rep. 902 Bezirksleitung Berlin der SED
- BA DR 1 Ministerium für Kultur der DDR
- Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e. V. Mainz
Das Kabarett selbst unterhält ein eigenes Foto-, Text- und Plakatarchiv. Im Zusammenhang mit der Kabarettgeschichte der ehemaligen DDR ist auch auf die Stiftung Deutsches Kabarettarchiv in Mainz und deren Bernburger Sammlungen zu verweisen.
4. Literatur
Brehm, Erich: Die Distel blüht zum Spaße : ein Kabarett, wie es im Buche steht.- Berlin 1958. Signatur: 08909 (2).
Deißner-Jenssen, Frauke; Ristock, Inge: Disteleien : Kabarett-Szenen.- Berlin 1973. Signatur: 09859 (1).
Hurra! Humor ist eingeplant! : ein buntes Kabarett.- Berlin 1955. Signatur: Kult 1127 (1).
Krause, Hans H, Rosié, Paul: Das war Distel(l)s Geschoss : Kabarett zum Lesen und zum Lachen.- Berlin 1961. Signatur: 04/1274 (1).
Merten, Helmut: Wir stossen an : 10 Jahre Die Distel, das Berliner Kabarett am Bahnhof Friedrichstrasse.- Berlin 1963. Signatur: 07376 (1).
Oechelhaeuser, Gisela: Das letzte Ende : gibt es ein Leben nach der Wiedervereinigung?.- Berlin 1991 Signatur: 91/0796(2) (1).
Oechelhaeuser, Gisela: Von der Wende bis zum Ende : Wendejahr - die Distel im Scharfen Kanal ; [ein Distel-Buch ; ... und die Dokumentation des 1988 verbotenen Programms].- Berlin 1990. Signatur: 91/0796(1) (1).
Berlin, Juli 2010 / Oktober 2023 Monika Schmidt, Kerstin Bötticher
1. Geschichte der Kultureinrichtung
Die Gründung des Kabaretts "Distel" erfolgte auf Grund eines Magistratsbeschlusses vom 25. September 1953, der die Aufgaben, die Finanzierung und die Spielstätte festlegte. Das Kabarett unterstand dem Magistrat von Berlin. Es sollte ein Pendant zu den in Berlin (West) agierenden "Insulanern" und "Stachelschweinen" sein.
Unter der Leitung von Erich Brehm öffnete es am 2. Oktober 1953 im "Haus der Presse" in der Friedrichstraße 101 mit dem Programm "Hurra, Humor ist eingeplant" seine Pforten. Unter Mitwirkung namhafter Textgestalter und Ensemble-mitglieder gelang es, das Kabarett bald zu einer beliebten Gesamtberliner Adresse werden zu lassen. 1976 wurde eine zweite Spielstätte der "Distel" in Berlin-Hohenschönhausen eröffnet, die bis 1989 bestand.
Das Ensemble arbeitete von 1953 bis 1990 unter den Intendanten Erich Brehme (1953-1958), Hans Krause (1958-1963), Georg Honigmann (1963-1968) und Otto Stark (1968-1990).
Ab 1. August 1991 trat die Berliner Kabarett-Theater GmbH unter Leitung von Gisela Oechelhäuser
die Rechtsnachfolge der "Distel" an.
Die 1990 von der Verwaltungsleitung der "Distel" an das damalige Stadtarchiv abgegebenen Akten stellen lediglich ein Überlieferungsfragment dar.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 42 Akten (1,50 lfm) mit der Laufzeit 1953 - 1990.
Die Akten beziehen sich v. a. auf Planungs- und Haushalts- und Personalfragen des Kabaretts sowie Verträge mit festangestellten und Gastkünstlern. Darüber hinaus sind Glückwunschschreiben zu Jubiläen, einzelne Fotos und Plakate überliefert. Der Bestand wurde zunächst unter der Bezeichnung STA Rep. 726 in der Außenstelle Breite Straße erschlossen und ein "vorläufiges Findbuch" erstellt. Beim Umzug des Landesarchivs 2001 erhielt der Bestand seine endgültige Tektonikbezeichnung - C Rep. 726 Kabarett Distel.
Die vorliegende Verzeichnung basiert auf der Retrokonversion des früheren Findbuchs von Archivarin Monika Schmidt und wurde ergänzt durch damals erforderlichen Schutzfristen. Im Oktober 2023 erfolgte durch die Archivarin Kerstin Bötticher eine redaktionelle Überarbeitung und Korrektur der veralteten Schutzfristen bei einzelnen Datensätzen.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen nach § 8 Archivgesetz Berlin (ArchGB) vom 29. November 1993 i. d. F. vom 15. Oktober 2001 für die Benutzung befristet gesperrt. Nach § 8 Abs. 4 ArchGB kann eine Verkürzung der Schutzfristen auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs Berlin.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 726, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände:
- LAB C Rep. 121 Magistrat von Berlin, Abteilung Kultur
- LAB C Rep. 902 Bezirksleitung Berlin der SED
- BA DR 1 Ministerium für Kultur der DDR
- Stiftung Deutsches Kabarettarchiv e. V. Mainz
Das Kabarett selbst unterhält ein eigenes Foto-, Text- und Plakatarchiv. Im Zusammenhang mit der Kabarettgeschichte der ehemaligen DDR ist auch auf die Stiftung Deutsches Kabarettarchiv in Mainz und deren Bernburger Sammlungen zu verweisen.
4. Literatur
Brehm, Erich: Die Distel blüht zum Spaße : ein Kabarett, wie es im Buche steht.- Berlin 1958. Signatur: 08909 (2).
Deißner-Jenssen, Frauke; Ristock, Inge: Disteleien : Kabarett-Szenen.- Berlin 1973. Signatur: 09859 (1).
Hurra! Humor ist eingeplant! : ein buntes Kabarett.- Berlin 1955. Signatur: Kult 1127 (1).
Krause, Hans H, Rosié, Paul: Das war Distel(l)s Geschoss : Kabarett zum Lesen und zum Lachen.- Berlin 1961. Signatur: 04/1274 (1).
Merten, Helmut: Wir stossen an : 10 Jahre Die Distel, das Berliner Kabarett am Bahnhof Friedrichstrasse.- Berlin 1963. Signatur: 07376 (1).
Oechelhaeuser, Gisela: Das letzte Ende : gibt es ein Leben nach der Wiedervereinigung?.- Berlin 1991 Signatur: 91/0796(2) (1).
Oechelhaeuser, Gisela: Von der Wende bis zum Ende : Wendejahr - die Distel im Scharfen Kanal ; [ein Distel-Buch ; ... und die Dokumentation des 1988 verbotenen Programms].- Berlin 1990. Signatur: 91/0796(1) (1).
Berlin, Juli 2010 / Oktober 2023 Monika Schmidt, Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ