Notar Georg Aigner, Iuris utriusque studiosus, Bürger zu Memmingen, beurkundet die Appellation des Fürstbischofs Hainrich von Augspurg (Advokat und Prokurator: Christoph Schwartz, Dr.iur.utr.) gegen ein Urteil des Landgerichts in Schwaben in Sachen des Juden Moyses und seiner Brüder gegen Hanß Conradt Schertlin von und zu Binßwang, das den Bischof als Intervenienten betrifft, an das Kammergericht des Erzherzogs Leopold. Zeugen: Georg Moser, Bürger zu Imenstadt, und Christoph Schalekh, Bürger zu Mündelhaimb. - Signet und Unterschrift des Notars - 1620 "Sambstags den siebenden Monatstag Novembris".
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Notar Georg Aigner, Iuris utriusque studiosus, Bürger zu Memmingen, beurkundet die Appellation des Fürstbischofs Hainrich von Augspurg (Advokat und Prokurator: Christoph Schwartz, Dr.iur.utr.) gegen ein Urteil des Landgerichts in Schwaben in Sachen des Juden Moyses und seiner Brüder gegen Hanß Conradt Schertlin von und zu Binßwang, das den Bischof als Intervenienten betrifft, an das Kammergericht des Erzherzogs Leopold. Zeugen: Georg Moser, Bürger zu Imenstadt, und Christoph Schalekh, Bürger zu Mündelhaimb. - Signet und Unterschrift des Notars - 1620 "Sambstags den siebenden Monatstag Novembris".
StAA, Fürststift Kempten Urkunden 6517
BayHStA, Personenselekt Cart. 376
Fürststift Kempten Urkunden
Fürststift Kempten Urkunden >> Fürststift Kempten Urkunden
1620
Fürststift Kempten, Archiv
Orig., Perg.
Urkunden
deutsch
Registratursignatur/AZ: Kasten: 99; Lade: B; Nummer: 39; Zus.: 1
Knöringen, Heinrich v., Fst.bf. v. Augsburg
Schwarz, Christoph, Dr.iur.utr.
Schertlin, Hans Konrad
Moses [Jude]
Moser, Georg [in Immenstadt]
Schaleck, Christoph
Notariat
Appellation
Landgericht, oberschwäbisches
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.04.2025, 08:57 MESZ