Grafschaft Löwenstein (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, G-Rep. 25a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Gemeinschaftliches Archiv >> Akten
1485-1786
Einführung: Die Grafen von Löwenstein erbten nach dem Aussterben der Grafen von Wertheim 1556 die Grafschaft Wertheim. Ludwig III. von Löwenstein fiel das Erbe nach dem Tod seines Schwiegervaters Ludwig von Stolberg zunächst anteilig zu, nach dem Tod seiner beiden Schwager 1599 regierte er die Grafschaft alleine als Graf von Löwenstein-Wertheim. Unter seinen Söhnen erfolgte die Linienteilung in den Zweig Löwenstein-Wertheim-Virneburg und Löwenstein-Wertheim-Rochefort. Ludwig III. war bereits 1584 nach Wertheim gezogen, unter seinen Söhnen wurde Wertheim zur ständigen und endgültigen Residenz und zum Verwaltungszenturm der Grafen von Löwenstein-Wertheim. Stammvater des Geschlechts der Grafen von Löwenstein ist Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz (1451-1476). Dieser hatte seinem Sohn Ludwig (1463-1524) aus morganatischer Ehe die Grafschaft Löwenstein, die 1441 in den Besitz der Kurpfalz gekommen war, vermacht. 1494 erhob Kaiser Maximilian Ludwig I. in den Reichsgrafenstand. Dieser Ludwig I. ist der Großvater Ludwigs III. von Löwenstein-Wertheim. Der Bestand enthält Unterlagen zu verschiedenen Erb- und Teilungsangelegenheiten innerhalb der Familie der Grafen von Löwenstein, vor allem zwischen den drei Söhnen Ludwigs I., Ludwig II., Friedrich und Wolfgang sowie zwischen den Söhnen Friedrichs. Darüber hinaus enthält der Bestand Akten zu den Auseinandersetzungen mit dem Herzog von Württemberg, der die Grafschaft im Zuge des Landshuter Erbfolgekriegs 1504/1505 eingenommen hatte. Es geht vor allem um die Wiederbelehnung mit der Grafschaft und das rechtlich strittige Lehensverhältnis zu Württemberg. Außerdem finden sich Lehensakten, Dokumente zu wirtschaftlichen Belangen, verschiedenen Abgaben und Diensten, auch Auseinandersetzungen mit der Stadt Löwenstein sowie Rechnungen und Einkünfte aus den Pfarreien und Unterlagen zur Sebastiansbruderschaft, die Ludwig I. wohl um 1517 gegründet hat.
Bearbeiterbericht: Der Bestand wurde 2022 im Rahmen eines Projekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg neu verzeichnet. Dies war notwendig, da die Titelaufnahmen recht unvollständig, oft fehlerhaft und vor allem für heutige Nutzer auch sehr unverständlich waren. Außerdem fehlten Enthält-Vermerke und Umfangsangaben; die vorhandenen Laufzeiten waren oft fehlerhaft. Deshalb wurden die Titelaufnahmen neu formuliert, wo es sinnvoll und möglich war detaillierte Enthältvermerke angelegt, die Laufzeitangaben, wo nötig, korrigiert und Umfangsangaben gemacht. Im Zuge der Sichtung wurde auch der Inhalt der einzelnen Akten, wenn möglich, chronologisch sortiert. Die Umfänge der einzelnen Verzeichnungseinheiten sind in der Regel in Blatt angegeben. Für die Berechnung der Anzahl an Kopien gilt daher in der Regel: 1 Blatt=2 Seiten. Größere Volumen werden nach ihrer Gesamthöhe in Zentimeter angegeben, Drucksachen, wenn eine entsprechende Zählung vorhanden ist, in Seiten. Die Nummern 1b, 28, 43, 72, 75 sind verschollen. Nummern aus denen Urkunden entnommen wurden, sind mit Verweisen versehen worden, die die Herkunftsakten mit den Urkunden verknüpfen, so dass der genetische Zusammenhang erkennbar ist. Die Nummer 5 wurde den Urkunden zugeordnet und hat jetzt die Signatur G-Rep. 101 Nr. 25a/3 Dem Bestand wurde ein bislang unverzeichnetes Archivale aus dem Bestand R-Rep. 72 zugewiesen (jetzt G-Rep. 25a Nr. 106). Nach Abschluss der Bearbeitung umfasst der Bestand jetzt 109 Nummern in 0,85 lfd. Metern. Bronnbach im Juli 2022 Dr. Anne Christina May
Bearbeiterbericht: Der Bestand wurde 2022 im Rahmen eines Projekts der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg neu verzeichnet. Dies war notwendig, da die Titelaufnahmen recht unvollständig, oft fehlerhaft und vor allem für heutige Nutzer auch sehr unverständlich waren. Außerdem fehlten Enthält-Vermerke und Umfangsangaben; die vorhandenen Laufzeiten waren oft fehlerhaft. Deshalb wurden die Titelaufnahmen neu formuliert, wo es sinnvoll und möglich war detaillierte Enthältvermerke angelegt, die Laufzeitangaben, wo nötig, korrigiert und Umfangsangaben gemacht. Im Zuge der Sichtung wurde auch der Inhalt der einzelnen Akten, wenn möglich, chronologisch sortiert. Die Umfänge der einzelnen Verzeichnungseinheiten sind in der Regel in Blatt angegeben. Für die Berechnung der Anzahl an Kopien gilt daher in der Regel: 1 Blatt=2 Seiten. Größere Volumen werden nach ihrer Gesamthöhe in Zentimeter angegeben, Drucksachen, wenn eine entsprechende Zählung vorhanden ist, in Seiten. Die Nummern 1b, 28, 43, 72, 75 sind verschollen. Nummern aus denen Urkunden entnommen wurden, sind mit Verweisen versehen worden, die die Herkunftsakten mit den Urkunden verknüpfen, so dass der genetische Zusammenhang erkennbar ist. Die Nummer 5 wurde den Urkunden zugeordnet und hat jetzt die Signatur G-Rep. 101 Nr. 25a/3 Dem Bestand wurde ein bislang unverzeichnetes Archivale aus dem Bestand R-Rep. 72 zugewiesen (jetzt G-Rep. 25a Nr. 106). Nach Abschluss der Bearbeitung umfasst der Bestand jetzt 109 Nummern in 0,85 lfd. Metern. Bronnbach im Juli 2022 Dr. Anne Christina May
Bestand
Dähn, Karl-Heinz: Wittelsbach-Kurpfalz in Löwenstein, in: 700 Jahre Stadt Löwenstein 1287-1987, Löwenstein 1987, S. 141-174; Angerbauer, Wolfgang: Löwenstein von 1510 bis zum beginnenden 19. Jahrhundert, in: ebd., S. 189-209.
Löwenstein HN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ