Karl Friedrich Wilhelm Wander (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
WANDER
BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung - Archiv (Archivtektonik) >> A. Historisches Archiv >> Nachlässe, Teilnachlässe und Personenfonds
Bestandsbeschreibung: Der Pädagoge Karl Wander (geb. 27.12.1803, gest. 04.06.1879) war vor allem für seine Passion für Sprichwörter bekannt. Er hatte schon früh den Wunsch Lehrer zu werden, welcher ihm jedoch durch die finanziellen Verhältnisse seiner Eltern verweigert wurde. So begann er eine Tischlerlehre in Warmbrunn. Durch gesundheitliche Probleme konnte er seine Eltern davon überzeugen, doch Lehrer zu werden, wodurch er in Heimath als Präparand angestellt wurde. Im Laufe seiner Laufbahn entfremdete sich Wander immer mehr von der evangelischen Kirche, was auch zur Reibungen an der evangelischen Stadtschule zu Hirschberg führte, an der er 1827 angestellt wurde. So gab es immer wieder Probleme mit den dortigen Behörden und dem Schulrevisor Pastor Henckel. 1832 gründete Wander einen pädagogischen Leseverein, welcher zwei Jahre später auch die Redaktion des ”Volksfreundes aus den Sudeten“ vereinnahmte. Nachdem Wander 1845 wegen einer kommunistischen Verschwörung denunziert wurde, erfolgte seine Suspendierung vom Unterricht und er wurde vor Gericht gestellt. Nach seinem Freispruch wurde er wieder in das Amt eingewiesen. Nach den Revolutionsjahren begann Wander mit der allgemeinen Wohlfahrtsarbeit. Ende 1849 wurde er wegen einer Rede zu einem Kinderfest wiederum vom Amte enthoben, vermutlich aus dem Verdacht heraus, Mitwisser von revolutionären Handlungen zu sein. Daher ging Wander 1851 in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er sich gedanklich und geistig weiter betätigte. Wieder in Hirschberg angekommen, hatte er weitere Probleme mit der Obrigkeit, welche die Eröffnung eines familiären Geschäfts sehr schwer gestaltete. Das Geschäft musste immer wieder den Niederlassungsort wechseln bis 1952 Hermsdorf als Ort gewählt wurde. Ein Jahr später folgten Hausdurchsuchungen. Die letzten 30 Jahre seines Lebens waren durchsetzt von Schicksalsschlägen wie dem Tod eines Sohnes, seines Bruders und seiner Frau.
Der Personenfonds zu Karl Friedrich Wilhelm Wander zählt zum Historischen Archiv der BBF und wurde vor 1950 an ihre Vorgängereinrichtung, die Deutsche Lehrerbücherei, abgegeben. Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Der Bestand enthält vor allem 67 Briefe von Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg an Karl Friedrich Wilhelm Wander. Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Weiterführende Archivalien:
Autographensammlung der Deutschen Lehrerbücherei, Archiv der BBF des DIPF
Nachlass Adolph Diesterweg, Archiv der BBF des DIPF
Nachlass Friedrich Fröbel, Archiv der BBF des DIPF
Mscr.Desd.App.1515,192, Sächsische Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Autogr. Wander, Bayerische Staatsbibliothek
Nachlass Krebs, Stadtarchiv Mannheim
Sammlung Autographe Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Freies Deutsches Hochstift Frankfurt am Main
Handschriftenabteilung, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar
Weiterführende Literatur:
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. In: Der Wegweiser vom 19. Februar 1869, S. 50ff. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 26. Februar 1869, S. 59f. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 5. März 1869, S. 68ff. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 12. März 1869, S. 77f. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 19. März 1869, S. [81]-84. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Regener, Leo: Briefe von K.F.W. Wanders an Philipp Schneider. In: Pädagogik : P, Jahrgang 11, Heft 2 (1956), S. [86]-93. (BBF-Signatur: Z 288)
Schneider: Karl Friedrich Wilhelm Wander. Vormals Lehrer zu Hirschberg, jetzt Schriftsteller in Quirl bei Schmiedeberg in Schlesien, in: Schulbote für Hessen vom 15. März 1877, S. [41]ff. (BBF-Signatur: 2 A 1227)
o.A.: Darstellung der beiden ersten Lehrerfeste. In: Pädagogische Hand- und Taschen-Bibliothek für Ältern, Lehrer und Erzieher, Abtheilung 3. 1941, Band 20. (BBF-Signatur AD 9779, Abtl. 3, Bd. 20, 1941)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. In: Preußische Volks-Schulzeitung vom 28. August 1841, S. 274-277. (BBF-Signatur: AD 9780)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. Fortsetzung, in: Preußische Volks-Schulzeitung vom 4. September 1841, S. [281]-287. (BBF-Signatur: AD 9780)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. Fortsetzung, in: Preußische Volks-Schulzeitung vom 18. September 1841, S. [297]-300. (BBF-Signatur: AD 9780)
Der pädagogische Wächter von 1.1849 - 4.1852. (BBF-Signatur: AD 9805)
Quelle:
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hiko): Wander, Karl Friedrich Wilhelm. Leben. Online verfügbar unter: https://www.deutsche-biographie.de/sfz84493.html#adbcontent, [02.05.2017]
Der Personenfonds zu Karl Friedrich Wilhelm Wander zählt zum Historischen Archiv der BBF und wurde vor 1950 an ihre Vorgängereinrichtung, die Deutsche Lehrerbücherei, abgegeben. Eine genaue Angabe für den Zeitpunkt der Übernahme ist nicht überliefert.
Der Bestand enthält vor allem 67 Briefe von Friedrich Adolph Wilhelm Diesterweg an Karl Friedrich Wilhelm Wander. Die Erschließung erfolgte nach den Regeln für die Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA) in der Archivdatenbank.
Weiterführende Archivalien:
Autographensammlung der Deutschen Lehrerbücherei, Archiv der BBF des DIPF
Nachlass Adolph Diesterweg, Archiv der BBF des DIPF
Nachlass Friedrich Fröbel, Archiv der BBF des DIPF
Mscr.Desd.App.1515,192, Sächsische Landesbibliothek- Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Autogr. Wander, Bayerische Staatsbibliothek
Nachlass Krebs, Stadtarchiv Mannheim
Sammlung Autographe Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Freies Deutsches Hochstift Frankfurt am Main
Handschriftenabteilung, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar
Weiterführende Literatur:
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. In: Der Wegweiser vom 19. Februar 1869, S. 50ff. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 26. Februar 1869, S. 59f. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 5. März 1869, S. 68ff. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 12. März 1869, S. 77f. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Wander, K.F.W.: Mein Hilfslehrerleben. (Fortsetzung), in: Der Wegweiser vom 19. März 1869, S. [81]-84. (BBF-Signatur: 2 A 1626)
Regener, Leo: Briefe von K.F.W. Wanders an Philipp Schneider. In: Pädagogik : P, Jahrgang 11, Heft 2 (1956), S. [86]-93. (BBF-Signatur: Z 288)
Schneider: Karl Friedrich Wilhelm Wander. Vormals Lehrer zu Hirschberg, jetzt Schriftsteller in Quirl bei Schmiedeberg in Schlesien, in: Schulbote für Hessen vom 15. März 1877, S. [41]ff. (BBF-Signatur: 2 A 1227)
o.A.: Darstellung der beiden ersten Lehrerfeste. In: Pädagogische Hand- und Taschen-Bibliothek für Ältern, Lehrer und Erzieher, Abtheilung 3. 1941, Band 20. (BBF-Signatur AD 9779, Abtl. 3, Bd. 20, 1941)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. In: Preußische Volks-Schulzeitung vom 28. August 1841, S. 274-277. (BBF-Signatur: AD 9780)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. Fortsetzung, in: Preußische Volks-Schulzeitung vom 4. September 1841, S. [281]-287. (BBF-Signatur: AD 9780)
Wander, K.F.W.: Über die Entvormundung der Schule. Fortsetzung, in: Preußische Volks-Schulzeitung vom 18. September 1841, S. [297]-300. (BBF-Signatur: AD 9780)
Der pädagogische Wächter von 1.1849 - 4.1852. (BBF-Signatur: AD 9805)
Quelle:
Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hiko): Wander, Karl Friedrich Wilhelm. Leben. Online verfügbar unter: https://www.deutsche-biographie.de/sfz84493.html#adbcontent, [02.05.2017]
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2025, 07:50 MESZ