Jakob Laux, Bürger zu Rottenburg am Neckar, verkauft eine jährliche Gülte von 4 fl an die ehrsamen, ehrbaren und bescheidenen Jakob Noll, Mitglied des Gerichtes und Rates zu Horb, und Jörg Augsburger zu Eutingen, die dafür die Zustimmung von Hans Jakob Widmann von Mühringen, Vogt zu Horb, erhalten haben, als eingesetzten und verordneten Pflegern von Hans Noll zu Eutingen, dem Sohn des verstorbenen Stephan Noll, und allen seinen Erben und Nachkommen wie künftigen Besitzern dieser Urkunde für 80 fl Hauptgut und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller verpflichtet sich für sich selbst, seine Erben und Nachkommen, dass sie diesen Zins jedes Jahr am 22. September, acht Tage davor oder danach in Horb oder Eutingen entrichten werden. Als Unterpfand werden für diese Gülte eingesetzt: [1] Das Haus des Ausstellers mit Hofreite und Gesess zu Rottenburg zwischen Auberlin Holzapfel und Klaus Kohler, das vorne an die Straße und hinten an die Kinder des verstorbenen Andreas (Ennderis) Batzenschlag stößt. Das Haus leistet jährlich 3 ß Hofstattzins und 3 fl an den Bürgermeister Konrad Keitel. [2] 3 Viertel Weinberge im Weggental zwischen Balthasar (Balthas) König (Künig) und Agatha Theus, die oben auf Stoffel Wagner und unten auf den Weggentaler Bach stoßen. Die Weinberge leisten jährlich 3 ß h Bodenzins. [3] 2 Morgen Acker "inn Roß Eckhern" zwischen dem Spitalacker und Hans Spitz, die oben auf Jung Bastian Metzger und unten auf Mastian Metzger den Alten stoßen. Ansonsten sind diese Stücke und Güter nur mit dem gewöhnlichen Zehnten belastet. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung im Einlager zu Horb und Schadloshaltung. Der Zins kann jederzeit am 22. September, acht Tage davor oder danach mit 80 fl Hauptgut und den entstandenen Zinsen und Kosten abgelöst werden.
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Jakob Laux, Bürger zu Rottenburg am Neckar, verkauft eine jährliche Gülte von 4 fl an die ehrsamen, ehrbaren und bescheidenen Jakob Noll, Mitglied des Gerichtes und Rates zu Horb, und Jörg Augsburger zu Eutingen, die dafür die Zustimmung von Hans Jakob Widmann von Mühringen, Vogt zu Horb, erhalten haben, als eingesetzten und verordneten Pflegern von Hans Noll zu Eutingen, dem Sohn des verstorbenen Stephan Noll, und allen seinen Erben und Nachkommen wie künftigen Besitzern dieser Urkunde für 80 fl Hauptgut und bestätigen die Bezahlung der Kaufsumme. Der Aussteller verpflichtet sich für sich selbst, seine Erben und Nachkommen, dass sie diesen Zins jedes Jahr am 22. September, acht Tage davor oder danach in Horb oder Eutingen entrichten werden. Als Unterpfand werden für diese Gülte eingesetzt: [1] Das Haus des Ausstellers mit Hofreite und Gesess zu Rottenburg zwischen Auberlin Holzapfel und Klaus Kohler, das vorne an die Straße und hinten an die Kinder des verstorbenen Andreas (Ennderis) Batzenschlag stößt. Das Haus leistet jährlich 3 ß Hofstattzins und 3 fl an den Bürgermeister Konrad Keitel. [2] 3 Viertel Weinberge im Weggental zwischen Balthasar (Balthas) König (Künig) und Agatha Theus, die oben auf Stoffel Wagner und unten auf den Weggentaler Bach stoßen. Die Weinberge leisten jährlich 3 ß h Bodenzins. [3] 2 Morgen Acker "inn Roß Eckhern" zwischen dem Spitalacker und Hans Spitz, die oben auf Jung Bastian Metzger und unten auf Mastian Metzger den Alten stoßen. Ansonsten sind diese Stücke und Güter nur mit dem gewöhnlichen Zehnten belastet. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung im Einlager zu Horb und Schadloshaltung. Der Zins kann jederzeit am 22. September, acht Tage davor oder danach mit 80 fl Hauptgut und den entstandenen Zinsen und Kosten abgelöst werden.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Nr. 1112
II Baisingen d 81
N[umer]o 189.
266.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden
Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden >> Baisingen
1563 September 22 (uff Mitwoch nach Sannt Matheus deß heilligen zwölff botten tag)
Gesamtarchiv Schenk von Stauffenberg
Urkunden
Deutsch
Siegler: Auf Bitte des Ausstellers: (1) Jörg Jakob Sattler, Schultheiß zu Rottenburg. - (2) Ludwig Hildebrand (Hilprand), Bürgermeister zu Rottenburg.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel: Bei (2) Holzkapsel abgegangen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel: Bei (2) Holzkapsel abgegangen.
Augsburger; Jörg (Eutingen im Gäu FDS)
Batzenschlag, Andreas (Rottenburg am Neckar TÜ)
Hildebrand, Ludwig (Rottenburg am Neckar TÜ)
Holzapfel; Auberlin Alt (Rottenburg am Neckar TÜ)
Keitel, Konrad, der Ältere (Rottenburg am Neckar TÜ)
Kohler; Klaus (Rottenburg am Neckar TÜ)
König; Balthasar (Rottenburg am Neckar TÜ)
Laux; Jakob (Rottenburg am Neckar TÜ)
Metzger; Alt Bastian (Rottenburg am Neckar TÜ)
Metzger; Jung Bastian (Rottenburg am Neckar TÜ)
Noll; Hans (Eutingen im Gäu FDS)
Noll; Jakob (Horb am Neckar FDS)
Noll; Stephan (Eutingen im Gäu FDS)
Sattler; Georg Jakob (Rottenburg am Neckar TÜ)
Spitz, Hans (Rottenburg am Neckar TÜ)
Theus, Agatha (Rottenburg am Neckar TÜ)
Wagner; Stoffel (Rottenburg am Neckar TÜ)
Eutingen im Gäu FDS; Äcker
Horb am Neckar FDS; Einlager
Horb am Neckar FDS; Obervogteiamt; Vögte
Horb am Neckar FDS; Stadt; Räte
Horb am Neckar FDS; Stadt; Richter
Rottenburg am Neckar TÜ; Äcker
Rottenburg am Neckar TÜ; Häuser
Rottenburg am Neckar TÜ; Stadt; Bürger
Rottenburg am Neckar TÜ; Stadt; Bürgermeister
Rottenburg am Neckar TÜ; Stadt; Schultheißen
Rottenburg am Neckar TÜ; Weingärten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:42 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik)
- Deposita (ohne FAS - Dep. 39) (Tektonik)
- Gfl. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive (Tektonik)
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- Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden (Bestand)
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