Kehdinger Kreisbahn (Bestand)
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NLA ST, Rep. 303/3
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Firmen- und Kammerarchive
1898-1959
Bestandsgeschichte: VORWORT
Die Kehdinger Kreisbahn (KKB), eine Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite, bestand in den Jahren 1899-1936. Sie gehörte dem Landkreis Kehdingen, der die Betriebsführung an die Berliner Firma Havestadt & Contag vergeben hatte. Die Beamten der KKB hatten den Status von Kreiskommunalbeamten. Die Strecke von 51,8 km Länge verlief von Stade über Hörne-Brunshausen, Drochtersen, Wischhafen, Freiburg und Balje nach Itzwörden.
Der Bahnbau begann nach einem Kreistagsbeschluß von 1897 mit dem Planfeststellungsbeschluß vom 17. August 1898. Die Abnahme der fertigen Strecke erfolgte am 8./9. Juni 1899, die Betriebseröffnung am 13. Juni 1899. Die zunächst steigenden Beförderungsziffern im Personen- und Güterverkehr gingen erstmals 1923 deutlich zurück und fielen nach der Weltwirtschaftskrise rapide ab. Seit den ausgehenden zwanziger Jahren entstanden erhebliche Verluste beim Bahnbetrieb.
Daraufhin wurde der Personenverkehr auf der Strecke Freiburg-Itzwörden zum Sommerfahrplan 1932 (22. Mai) eingestellt und durch eine Autobuslinie ersetzt. Diese Teilstrecke wurde 1934/35 abgebrochen. Der Personenverkehr auf der verbleibenden Strecke Freiburg-Stade wurde noch bis zum 15. November 1933 weitergeführt. Diese Strecke wurde nach der Stillegung auch des Güterverkehrs am 31.3.1936 ebenfalls abgebrochen. Auch hier übernahmen Autobusse die Personenbeförderung.
Der 3,2 lfdm Akten sowie 33 Karten, Risse und Pläne umfassende Bestand kam mit einer Akzession von Schriftgut des Landkreises Stade 1980 in das Staatsarchiv. Er enthält vorwiegend Überlieferung aus der Spätzeit der KKB und zum Autobusbetrieb auf ehemaligen KKB-Strecken. Eigentliche betriebstechnische Aspekte des Bahnverkehrs sind kaum dokumentiert.
Ergänzende Überlieferung bieten die Bestände Rep. 180 C I (Regierung Stade, Kommunalaufsicht) im Titel 102 sowie Rep. 180 V (Regierungspräsident Stade, Verkehrswesen)
Bestandsgeschichte: unter Gliederungspunkt 01.15.06. Hinzuwiesen ist ferner auf zwei Akten des Bestandes Hann. 122a im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Hannover: XXVII Nr. 84 (Der [geplante] Bau einer Eisenbahn untergeordneter Bedeutung von Stade über Freiburg nach Neuhaus, 1889-1892) und Nr. 86 (Die Kehdinger Kreisbahn, 1895-1908).
Das vorliegende Findbuch beruht auf der maschinenschriftlichen Fassung von Thomas Vogtherr aus dem Jahr 1985 (jetzt Rep. 303/3 Nr. 171). Die darin nach 1985 nachgetragenen Aktentitel werden in diesem Findbuch unter den Bestellnummern 152-171 geführt. Aus konservatorischen Gründen wurden die im bisherigen Findbuch verzeichneten Karten, Risse und Pläne der Kartensammlung des Staatsarchivs zugeführt; sie tragen nun die Bestellsignaturen: Kartensammlung, Mappe 268 I, II, III und IV.
Die Übertragung des maschinenschriftlichen Findbuchs in die izn-AIDA-Fassung unternahm die Verwaltungsangestellte Frau Karin Schmeelk.
Stade, den 12. Okt. 2000 Dr. S. Graf
Bei der Aussonderung beim Landkreis Stade im April 2004 wurden zwei weitere Akten betr. die Kehdinger Kreisbahn vom Staatsarchiv übernommen, die als Nr. 172 und 173 nunmehr dem Bestand hinzugefügt worden sind.
Stade, den 28. Mai 2004 Dr. Christian Hoffmann
Durch eine private Schenkung sind noch drei weitere Akten über die Verträge der Kehdinger Kreisbahnkommission mit der Reichsbahndirektion Altona, den Ausbau und die Wartung des Kleinbahnhofs und der Anschlussgleise durch die Reichsbahndirektion und die Probleme mit dem Ladegleis 19 unter der Signatur Acc. 2013/34 hinzugekommen. Die Fotos über Triebfahrzeuge sind unter derselben Akzession im Bestand Rep. 1006 abgelegt.
Stade, den 31. Mai 2013
Dr. Thomas Bardelle
Literatur: Gerd Wolff, Deutsche Klein- und Privatbahnen,
Teil 2: Niedersachsen, Gifhorn 1973, S. 153-157.
Bestandsgeschichte: Kehdingen. Das schöne Land an der Elbe, Stade,
1982, S. 77f (Fotos).
Impressionen aus den alten Kreisen Jork, Keh-
dingen und Stade, bearbeitet und zusammengestellt
von Hans-Otto Schlichtmann und Günter Sörgel,
Stade 1982, S. 36-38 (Fotos).
Hans-Otto Schlichtmann, Die Kehdinger Kreisbahn:
Stade-Freiburg-Itzwörden, 3. erw. Aufl.
Bestandsgeschichte: 1997.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die Kehdinger Kreisbahn (KKB), eine Schmalspurbahn mit 1000 mm Spurweite, bestand in den Jahren 1899-1936. Sie gehörte dem Landkreis Kehdingen, der die Betriebsführung an die Berliner Firma Havestadt & Contag vergeben hatte. Die Beamten der KKB hatten den Status von Kreiskommunalbeamten. Die Strecke von 51,8 km Länge verlief von Stade über Hörne-Brunshausen, Drochtersen, Wischhafen, Freiburg und Balje nach Itzwörden.
Der Bahnbau begann nach einem Kreistagsbeschluß von 1897 mit dem Planfeststellungsbeschluß vom 17. August 1898. Die Abnahme der fertigen Strecke erfolgte am 8./9. Juni 1899, die Betriebseröffnung am 13. Juni 1899. Die zunächst steigenden Beförderungsziffern im Personen- und Güterverkehr gingen erstmals 1923 deutlich zurück und fielen nach der Weltwirtschaftskrise rapide ab. Seit den ausgehenden zwanziger Jahren entstanden erhebliche Verluste beim Bahnbetrieb.
Daraufhin wurde der Personenverkehr auf der Strecke Freiburg-Itzwörden zum Sommerfahrplan 1932 (22. Mai) eingestellt und durch eine Autobuslinie ersetzt. Diese Teilstrecke wurde 1934/35 abgebrochen. Der Personenverkehr auf der verbleibenden Strecke Freiburg-Stade wurde noch bis zum 15. November 1933 weitergeführt. Diese Strecke wurde nach der Stillegung auch des Güterverkehrs am 31.3.1936 ebenfalls abgebrochen. Auch hier übernahmen Autobusse die Personenbeförderung.
Der 3,2 lfdm Akten sowie 33 Karten, Risse und Pläne umfassende Bestand kam mit einer Akzession von Schriftgut des Landkreises Stade 1980 in das Staatsarchiv. Er enthält vorwiegend Überlieferung aus der Spätzeit der KKB und zum Autobusbetrieb auf ehemaligen KKB-Strecken. Eigentliche betriebstechnische Aspekte des Bahnverkehrs sind kaum dokumentiert.
Ergänzende Überlieferung bieten die Bestände Rep. 180 C I (Regierung Stade, Kommunalaufsicht) im Titel 102 sowie Rep. 180 V (Regierungspräsident Stade, Verkehrswesen)
Bestandsgeschichte: unter Gliederungspunkt 01.15.06. Hinzuwiesen ist ferner auf zwei Akten des Bestandes Hann. 122a im Niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Hannover: XXVII Nr. 84 (Der [geplante] Bau einer Eisenbahn untergeordneter Bedeutung von Stade über Freiburg nach Neuhaus, 1889-1892) und Nr. 86 (Die Kehdinger Kreisbahn, 1895-1908).
Das vorliegende Findbuch beruht auf der maschinenschriftlichen Fassung von Thomas Vogtherr aus dem Jahr 1985 (jetzt Rep. 303/3 Nr. 171). Die darin nach 1985 nachgetragenen Aktentitel werden in diesem Findbuch unter den Bestellnummern 152-171 geführt. Aus konservatorischen Gründen wurden die im bisherigen Findbuch verzeichneten Karten, Risse und Pläne der Kartensammlung des Staatsarchivs zugeführt; sie tragen nun die Bestellsignaturen: Kartensammlung, Mappe 268 I, II, III und IV.
Die Übertragung des maschinenschriftlichen Findbuchs in die izn-AIDA-Fassung unternahm die Verwaltungsangestellte Frau Karin Schmeelk.
Stade, den 12. Okt. 2000 Dr. S. Graf
Bei der Aussonderung beim Landkreis Stade im April 2004 wurden zwei weitere Akten betr. die Kehdinger Kreisbahn vom Staatsarchiv übernommen, die als Nr. 172 und 173 nunmehr dem Bestand hinzugefügt worden sind.
Stade, den 28. Mai 2004 Dr. Christian Hoffmann
Durch eine private Schenkung sind noch drei weitere Akten über die Verträge der Kehdinger Kreisbahnkommission mit der Reichsbahndirektion Altona, den Ausbau und die Wartung des Kleinbahnhofs und der Anschlussgleise durch die Reichsbahndirektion und die Probleme mit dem Ladegleis 19 unter der Signatur Acc. 2013/34 hinzugekommen. Die Fotos über Triebfahrzeuge sind unter derselben Akzession im Bestand Rep. 1006 abgelegt.
Stade, den 31. Mai 2013
Dr. Thomas Bardelle
Literatur: Gerd Wolff, Deutsche Klein- und Privatbahnen,
Teil 2: Niedersachsen, Gifhorn 1973, S. 153-157.
Bestandsgeschichte: Kehdingen. Das schöne Land an der Elbe, Stade,
1982, S. 77f (Fotos).
Impressionen aus den alten Kreisen Jork, Keh-
dingen und Stade, bearbeitet und zusammengestellt
von Hans-Otto Schlichtmann und Günter Sörgel,
Stade 1982, S. 36-38 (Fotos).
Hans-Otto Schlichtmann, Die Kehdinger Kreisbahn:
Stade-Freiburg-Itzwörden, 3. erw. Aufl.
Bestandsgeschichte: 1997.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ