Sammlung Irmhild Dorgerloh zu Stuttgart 21 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 30/6
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Sammlungen zur Landesgeschichte und Landeskunde >> Sammlungen aus jüngerer Zeit (20. Jh.), v.a. von Nichthistorikern
2010-2019
Überlieferungsgeschichte
am 15.4.2019 von Frau Irmhild Dorgerloh, Hohenzollernstraße 27, 71596 Möglingen abgegeben
Irmhild Dorgerloh entstammt einer ursprünglich ostpreußischen Familie. Sie wurde kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Stuttgart geboren, wo sich die Familie berufsbedingt aufhielt. Die Familie zog 1944 in die Mark Brandenburg, floh aber gegen Kriegende vor den Russen und zog April 1946 wieder nach Stuttgart, das von da an Heimat der Dorgerlohs wurde. Irmhild Dorgerloh erlebte nach Kriegsende den Wiederaufbau der Stadt einschließlich des Bahnhofes, mit der sie sich stark identifizierte. Sie ist seit den Anfängen Gegnerin von Stuttgart 21 und engagiert sich seit 2010 aktiv bei den Gegnern des Projektes. Ergebnis dieses Engagements ist auch die vorliegende Dokumentation zu Stuttgart 21, einem kontroversen und hart umkämpften Thema des beginnenden 21. Jahrhunderts. Irmhild Dorgerloh überließ April 2019 dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart ihre Unterlagen zur Archivierung. Als Aktivistin hatte sie Zugang zu den Informationsunterlagen der Stuttgart 21 Gegner, die sie zusammengetragen hat. Aus den ihr zur Verfügung stehenden Zeitungen dokumentierte sie in einer ausführlichen Zeitungsausschnittsammlung die Vorgänge in Stuttgart von 2010 bis 2018. Ihre Auswahl ist relativ weit gefasst und gibt nicht nur die Vorgänge um den Stuttgarter Bahnhof, also das engere Thema, sondern auch den politischen Kontext aus Sicht der Aktivisten wieder. Gerade die lokalen Zeitungen ihrer Ausschnittsammlung (Stuttgarter Zeitung, seit 2014 Stuttgarter Nachrichten) werten und schildern die Vorgänge relativ neutral und ermöglichen eine objektive Sicht. Das aus der Bewegung stammende Dokumentations- und Informationsmaterial hingegen trägt oft den Charakter von Flugschriften mit der Absicht, das Geschehen im Sinne der Bewegung darzustellen und zu beeinflussen. Sehr informativ sind weiterhin die gedruckten, auf den Montagsdemonstrationen gehaltenen Reden der Aktivisten, die das Denken der Stuttgart 21 Gegner gut erkennen lassen. Die Unterlagen wurden Oktober/November 2019 von den Anwärtern Christian Hofmann, Lisa Jahn und Sophie Hildner des 58. Lehrgangs des gehobenen Archivdienstes, unter der Anleitung des Unterzeichnenden geordnet und erschlossen. Der Bestand, der die Bezeichnung "J 30/6 Sammlung Irmhild Dorgerloh zu Stuttgart 21" erhielt, umfasst 39 Verzeichnungseinheiten in ca. 1 lfd. m und hat eine Laufzeit von 2010 bis 2019. Stuttgart, im November 2019 Dr. Peter Schiffer
Nachtrag: Am 5. Mai 2021 lieferte Frau Dogerloh zwei weitere Ordner mit Unterlagen zu S 21 (Zeitungsberichte und Reden) beim Hauptstaatsarchiv ab, die dem Bestand J 30/6 hinzugefügt werden. Die Verzeichnung des Nachtrags erfolgte im September 2021 durch Erik Oelschläger unter Anleitung von Dr. Felix Teuchert.
am 15.4.2019 von Frau Irmhild Dorgerloh, Hohenzollernstraße 27, 71596 Möglingen abgegeben
Irmhild Dorgerloh entstammt einer ursprünglich ostpreußischen Familie. Sie wurde kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in Stuttgart geboren, wo sich die Familie berufsbedingt aufhielt. Die Familie zog 1944 in die Mark Brandenburg, floh aber gegen Kriegende vor den Russen und zog April 1946 wieder nach Stuttgart, das von da an Heimat der Dorgerlohs wurde. Irmhild Dorgerloh erlebte nach Kriegsende den Wiederaufbau der Stadt einschließlich des Bahnhofes, mit der sie sich stark identifizierte. Sie ist seit den Anfängen Gegnerin von Stuttgart 21 und engagiert sich seit 2010 aktiv bei den Gegnern des Projektes. Ergebnis dieses Engagements ist auch die vorliegende Dokumentation zu Stuttgart 21, einem kontroversen und hart umkämpften Thema des beginnenden 21. Jahrhunderts. Irmhild Dorgerloh überließ April 2019 dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart ihre Unterlagen zur Archivierung. Als Aktivistin hatte sie Zugang zu den Informationsunterlagen der Stuttgart 21 Gegner, die sie zusammengetragen hat. Aus den ihr zur Verfügung stehenden Zeitungen dokumentierte sie in einer ausführlichen Zeitungsausschnittsammlung die Vorgänge in Stuttgart von 2010 bis 2018. Ihre Auswahl ist relativ weit gefasst und gibt nicht nur die Vorgänge um den Stuttgarter Bahnhof, also das engere Thema, sondern auch den politischen Kontext aus Sicht der Aktivisten wieder. Gerade die lokalen Zeitungen ihrer Ausschnittsammlung (Stuttgarter Zeitung, seit 2014 Stuttgarter Nachrichten) werten und schildern die Vorgänge relativ neutral und ermöglichen eine objektive Sicht. Das aus der Bewegung stammende Dokumentations- und Informationsmaterial hingegen trägt oft den Charakter von Flugschriften mit der Absicht, das Geschehen im Sinne der Bewegung darzustellen und zu beeinflussen. Sehr informativ sind weiterhin die gedruckten, auf den Montagsdemonstrationen gehaltenen Reden der Aktivisten, die das Denken der Stuttgart 21 Gegner gut erkennen lassen. Die Unterlagen wurden Oktober/November 2019 von den Anwärtern Christian Hofmann, Lisa Jahn und Sophie Hildner des 58. Lehrgangs des gehobenen Archivdienstes, unter der Anleitung des Unterzeichnenden geordnet und erschlossen. Der Bestand, der die Bezeichnung "J 30/6 Sammlung Irmhild Dorgerloh zu Stuttgart 21" erhielt, umfasst 39 Verzeichnungseinheiten in ca. 1 lfd. m und hat eine Laufzeit von 2010 bis 2019. Stuttgart, im November 2019 Dr. Peter Schiffer
Nachtrag: Am 5. Mai 2021 lieferte Frau Dogerloh zwei weitere Ordner mit Unterlagen zu S 21 (Zeitungsberichte und Reden) beim Hauptstaatsarchiv ab, die dem Bestand J 30/6 hinzugefügt werden. Die Verzeichnung des Nachtrags erfolgte im September 2021 durch Erik Oelschläger unter Anleitung von Dr. Felix Teuchert.
53 Nummern (ca. 1 lfd. m)
Bestand
Dorgerloh, Irmhild
Stuttgart S
Stuttgart S; Hauptbahnhof
Stuttgart 21
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ