Friedrichs, Kurt Otto (Bestand)
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G009
Universitätsarchiv der Technischen Universität Braunschweig (Archivtektonik) >> Gliederung >> 6 Vor- und Nachlässe >> 6.2 F - K
(1930-1947) 1982
Geschichte des Bestandsbildners: Prof. Kurt Otto Friedrichs, geb. am 28.09.1901 in Kiel, gest. am 01.01.1983 in New Rochelle/New York. Nach dem Studium der Mathematik und Physik in Greifswald, Freiburg Granz und Göttingen wurde Friedrichs 1927 an der Universität Göttingen promoviert. Die Habilitation folgte 1928 an der TH Aachen. Als Privatdozent am Mathematischen Institut in Göttingen erreichte ihn im September 1930 der Ruf nach Braunschweig - mit 29 Jahren wurde er der jüngste Braunschweiger Professor. Seine Forschungsgebiete waren die Theorie der partiellen Differentialgleichungen, Numerische Analysis und Mathematische Physik. 1937 emigrierte Friedrichs mit seiner jüdischen Verlobten und späteren Frau Nellie Bruell in die USA. Zunächst Visiting Professor, ab 1939 Associated Professor war Friedrichs von 1943 bis 1974 ordentlicher Professor an der New York University.
Bestandsgeschichte: Im Jahr 1982 erhielt Joachim Hoffmann, Pressestelle der TU Braunschweig, von Prof. Jaenicke, Institut Computational Mathematics, AG Partielle Differentialgleichungen Fotokopien zu Vorgängen, die die Berufung und Entlassung von Prof. Friedrichs betrafen. Dafür bedankte er sich in einem Schreiben an den mittlerweile in New Rochelle lebenden Friedrichs und versicherte, dass "diese Unterlagen für die geschichtliche Darstellung der Vorgänge, die die Technische Hochschule Braunschweig in den Jahren von 1930 bis 1945 erlebte, von besonderem Interesse sind." Deshalb habe er die Unterlagen an das 1978 geschaffene Archiv gegeben. (UABS G009 Nr. 1) Ob Prof. Jaenicke seinerseits damals über die Originale verfügte und diese möglicherweise in den Institutsakten zu finden waren bzw. sein könnten, ist noch unklar. Die Schrifstücke von Prof. Friedrichs sind nicht unterschrieben und scheinen von einem Durchschlag kopiert worden zu sein; der Dienstvertrag liegt als zweite Ausfertigung vor.
Findmittel: Arcinsys
Bestandsgeschichte: Im Jahr 1982 erhielt Joachim Hoffmann, Pressestelle der TU Braunschweig, von Prof. Jaenicke, Institut Computational Mathematics, AG Partielle Differentialgleichungen Fotokopien zu Vorgängen, die die Berufung und Entlassung von Prof. Friedrichs betrafen. Dafür bedankte er sich in einem Schreiben an den mittlerweile in New Rochelle lebenden Friedrichs und versicherte, dass "diese Unterlagen für die geschichtliche Darstellung der Vorgänge, die die Technische Hochschule Braunschweig in den Jahren von 1930 bis 1945 erlebte, von besonderem Interesse sind." Deshalb habe er die Unterlagen an das 1978 geschaffene Archiv gegeben. (UABS G009 Nr. 1) Ob Prof. Jaenicke seinerseits damals über die Originale verfügte und diese möglicherweise in den Institutsakten zu finden waren bzw. sein könnten, ist noch unklar. Die Schrifstücke von Prof. Friedrichs sind nicht unterschrieben und scheinen von einem Durchschlag kopiert worden zu sein; der Dienstvertrag liegt als zweite Ausfertigung vor.
Findmittel: Arcinsys
0,1 lfd. M.
Bestand
Literatur: Bettina Gundler, Claudia Schüler: Catalogus Professorum der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig. Teil 2: Lehrkräfte 1877 - 1945. Braunschweig 1991, S. 72f. Walter Kertz (Hrsg.), Technische Universität Braunschweig: vom Collegium Carolinum zur Technischen Universität, 1745 - 1995, Hildesheim u. a.: Olms, 1995. Constance Reid: Richard Courant 1888 - 1972. Der Mathematiker als Zeitgenosse, übers. von Jeannette Zehnder-Reitinger, Berlin, Heidelberg, New York: Springer, 1979, 373 S. (Katalog der UB) (https://katalog.ub.tu-braunschweig.de/vufind/Record/775383228).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
02.06.2025, 08:52 MESZ