Zentral-Haushaltsamt für die britische Zone (Bestand)
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BArch Z 10
call number: Z 10
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Finanzen, Wirtschaft
(1945) 1946-1950
Geschichte des Bestandsbildners: Das Zentral-Haushaltsamt (ZHA) entstand als provisorische Behörde im April 1946 und erhielt seine Rechtsgrundlage und endgültige Aufgabensetzung durch Verordnung Nr. 58 der britischen MilReg. vom 1. Dezember 1946 (Amtsblatt, S. 347 ff.). Es übte Befugnisse des ehemaligen Reichsfinanzministeriums insbesondere bei der Aufstellung und Prüfung von Haushaltsplänen, bei der Überwachung des Geld- und Kapitalmarktes sowie auf dem Gebiet des Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifrechts aus. Daneben fungierte es als oberste Feststellungsbehörde für Entschädigungsforderungen auf Grund von Kriegsschäden. Zum Erlass von Rechtsverordnungen oder zur Änderung der Reichshaushaltsordnung war die Zustimmung der MilReg. (Finance Division) erforderlich. Mit der Umwandlung des Zonenhaushalts in einen sogenannten Auftragshaushalt der Länder der britischen Zone am 1. April 1948 verlor es seine wesentlichen Befugnisse und wurde zum 15. August 1948 durch Verordnung Nr. 152 der MilReg. (Amtsbl., S. 189) aufgelöst. Die Akten wurden an Dienststellen der Länder abgegeben. Vorgänge, die mehr als ein Land betrafen, erhielt die Finanzbehörde der Hansestadt Hamburg.
Bearbeitungshinweis: Bestand vollständig bearbeitet und datenbankerfasst. Online-Findbuch liegt vor.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Nach Auflösung des Zentral-Haushaltsamtes wurden die Akten an das Staatsarchiv Hamburg übergeben. Im März 1955 wurde ein Großteil der Akten an das Bundesarchiv abgegeben, auch zuvor an den Bundesrechnungshof und an das nordrhein-westfälische Finanzministerium gelangten in das Bundesarchiv.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Eine archivische Bewertung hat im eigentlichen Sinne nicht stattgefunden. Die zum Bestand gehörenden Personalakten wurden kassiert, da keine der angeführten Personen den Auswahlkriterien des Bundesarchivs für Personalakten der Bundesverwaltung entsprach.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand des Bundesarchivs enthält insbesondere Unterlagen über allgemeines Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen, den Zonenhaushalt, die Haushaltspläne und -rechnungen einzelner Gebietskörperschaften (vor allem der Länder), Behörden und Zuwendungsempfänger aller Art, über Fragen des Finanzausgleichs, der Wirtschaft (z.B. Subventionen und Kredite an den Kohlenbergbau sowie die Eisen- und Stahlindustrie), der Besatzungskosten und -schäden (Requisitionen), der Abwicklung auch für Einrichtungen der ehem. Wehrmacht sowie über Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifrecht der Beamten, Angestellten und Lohnempfänger.
Dies wären im einzelnen:
I. Generalakten, dabei: Allgemeine Angelegenheiten (19), Personalstelle (Personalwesen) ( 16), Verwaltungswesen (Verwaltungsstelle) (14), Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, Geschäftsbedürfnisse (120), Finanzausgleich (21), Wirtschaft und Requisitionen (55), Angelegenheiten der Beamten, Angestellten und Lohnempfänger (28), Personalwirtschaft, Versorgungshaushalt und Haushaltsvoranschläge (8) II. Referatsakten (Sonderakten), dabei: Haushalts-und Kassenwesen (318)
III. ZHA: Beamtenwesen, Personal- und Verwaltungsangelegenheiten (18) IV. Personalakten der Beschäftigten, die vor Auflösung des ZHA ausgeschieden sind (18) V. Tagebücher und sonstige Hilfsmittel der Registratur (26) VI. Abwicklungsstelle des Zentralhaushaltsamtes (13)
Erschließungszustand: Findbuch (1957 mit Ergänzungen von 1977) (Online)
Umfang, Erläuterung: 659 AE
Zitierweise: BArch Z 10/...
Bearbeitungshinweis: Bestand vollständig bearbeitet und datenbankerfasst. Online-Findbuch liegt vor.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Nach Auflösung des Zentral-Haushaltsamtes wurden die Akten an das Staatsarchiv Hamburg übergeben. Im März 1955 wurde ein Großteil der Akten an das Bundesarchiv abgegeben, auch zuvor an den Bundesrechnungshof und an das nordrhein-westfälische Finanzministerium gelangten in das Bundesarchiv.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Eine archivische Bewertung hat im eigentlichen Sinne nicht stattgefunden. Die zum Bestand gehörenden Personalakten wurden kassiert, da keine der angeführten Personen den Auswahlkriterien des Bundesarchivs für Personalakten der Bundesverwaltung entsprach.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand des Bundesarchivs enthält insbesondere Unterlagen über allgemeines Haushalts-, Rechnungs- und Kassenwesen, den Zonenhaushalt, die Haushaltspläne und -rechnungen einzelner Gebietskörperschaften (vor allem der Länder), Behörden und Zuwendungsempfänger aller Art, über Fragen des Finanzausgleichs, der Wirtschaft (z.B. Subventionen und Kredite an den Kohlenbergbau sowie die Eisen- und Stahlindustrie), der Besatzungskosten und -schäden (Requisitionen), der Abwicklung auch für Einrichtungen der ehem. Wehrmacht sowie über Besoldungs-, Versorgungs- und Tarifrecht der Beamten, Angestellten und Lohnempfänger.
Dies wären im einzelnen:
I. Generalakten, dabei: Allgemeine Angelegenheiten (19), Personalstelle (Personalwesen) ( 16), Verwaltungswesen (Verwaltungsstelle) (14), Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen, Geschäftsbedürfnisse (120), Finanzausgleich (21), Wirtschaft und Requisitionen (55), Angelegenheiten der Beamten, Angestellten und Lohnempfänger (28), Personalwirtschaft, Versorgungshaushalt und Haushaltsvoranschläge (8) II. Referatsakten (Sonderakten), dabei: Haushalts-und Kassenwesen (318)
III. ZHA: Beamtenwesen, Personal- und Verwaltungsangelegenheiten (18) IV. Personalakten der Beschäftigten, die vor Auflösung des ZHA ausgeschieden sind (18) V. Tagebücher und sonstige Hilfsmittel der Registratur (26) VI. Abwicklungsstelle des Zentralhaushaltsamtes (13)
Erschließungszustand: Findbuch (1957 mit Ergänzungen von 1977) (Online)
Umfang, Erläuterung: 659 AE
Zitierweise: BArch Z 10/...
Zentral-Haushaltsamt für die britische Zone, 1946-1948
663 Aufbewahrungseinheiten; 18,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Staatsarchiv Hamburg
Niedersächsisches Landesarchiv, Hauptstaatsarchiv Hannover
Landesarchiv Schleswig-Holstein
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 126 Bundesministerium der Finanzen / Aktenplanobergruppe Z (Zölle), S (Besitz- und Verkehrsteuern) und V (Verbrauchsteuern) sowie Abteilung II (Bundeshaushalt).
Amtliche Druckschriften: Haushalts- und Besoldungsblatt, 1947-1948 (im BArch nur als Korrekturexemplar in: Z 45/580).
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 70 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 167 ff.- Schweigert:
Finanzverwaltung, S. 68 ff.
Niedersächsisches Landesarchiv, Hauptstaatsarchiv Hannover
Landesarchiv Schleswig-Holstein
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: B 126 Bundesministerium der Finanzen / Aktenplanobergruppe Z (Zölle), S (Besitz- und Verkehrsteuern) und V (Verbrauchsteuern) sowie Abteilung II (Bundeshaushalt).
Amtliche Druckschriften: Haushalts- und Besoldungsblatt, 1947-1948 (im BArch nur als Korrekturexemplar in: Z 45/580).
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 70 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 167 ff.- Schweigert:
Finanzverwaltung, S. 68 ff.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ