Grundstücksgesellschaft Weser GmbH (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
7.2116
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.3. Wirtschaftsarchive >> 7.3.7. Wissenschaftliche, technische, wirtschaftliche Dienstleistungen
1963-1980
Enthält: Gründung - Geschäftsführung - Protokolle - Aufsichtsrat - Gesellschafter - Rechnungswesen - Bauprojekte - An- und Verkauf von Grundstücken
Geschichte des Bestandsbildners: 1963 wurde die Grundstücksgesellschaft Weser GmbH gegründet, um im Auftrag der Stadtgemeinde Bremen Grundstücksgeschäfte zu erledigen. 50 % des Stammkapitals wurde von der Stadtgemeinde Bremen getragen, die andere Hälfte zeichneten Banken des öffentlich-rechtlichen Kreditwesens und öffentliche Wohnungsbaugesellschaften.
Die Gesellschaft erwarb Vorratsgelände für den Hafenbau auf dem linken Weserufer, für den Universitätsbau, für den Straßenbau, insbesondere die Mozarttrasse, und für die Industrieansiedlung im Allgemeinen. Unter den ersten Geschäftsführern, Dr. Ernst W. Albert und Alfred Wappler, sowie den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Richard Boljahn (SPD) war die Gesellschaft in den Baulandskandal verstrickt, der diese an den Rand der Insolvenz führte. Unter Boljahns Nachfolger, Finanzsenator Rolf Speckmann (FDP), setzten intensive Verhandlungen um eine Neuausrichtung der Gesellschaft ein.
Anfang der 70er-Jahre übernahm die Bauverwaltung die Zuständigkeit für den Ankauf von Grundstücken, die Gesellschaft erledigte noch Restaufgaben und ging 1983 in die Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf.
Geschichte des Bestandsbildners: Anhang:
a) Geschäftsführer:
Ernst W. Albert und Albert Wappler (1963 bis 1969)
Arthur Stegmann und Hermann Fuhse (1969 bis 1974)
Arthur Stegmann und Ferdinand Biel (1974 bis 1976)
Ferdinand Biel und Klaus Geertz (1976 bis 1977)
Klaus Geertz (1977 bis 1979)
Heinrich Dietrich (ab 1979)
b) Aufsichtsratsvorsitzende:
Richard Boljahn (1963 bis1968)
Rolf Speckmann (1968 bis 1971)
Christian Breyhan (1971 bis 1973)
Oskar Schulz (1973 bis 1975)
Karl Heinz Jantzen (1975 bis 1978)
Hans-Peter Küster (ab 1978)
Bestandsgeschichte: Offenkundig ist das Material der Gesellschaft Anfang der 1980er-Jahre in das Staatsarchiv Bremen übernommen worden. Im Zuge der Erschließung wurde die Überlieferung auf Sachakten zur Gründung und den Aufgaben der Gesellschaft konzentriert sowie auf aussagekräftige Serien, nämlich Aufsichtsratsprotokolle, Geschäftsberichte, Prüfungen der Jahresabschlüsse und Gesellschafterversammlungen. Um dem Baulandskandal Rechnung zu tragen, wurden Korrespondenzen bis Anfang der 70er-Jahre in großer Überlieferungsbreite aufbewahrt. Zur eigentlichen Geschäftstätigkeit wurden einige aussagekräftige Akten über den Erwerb und die Vermarktung von Grundstücken ausgewählt. Kleinteilige Unterlagen der Rechnungs- und Bilanzlegung wurden ebenso kassiert wie der alltägliche Schriftwechsel zu einzelnen Grundstücksgeschäften.
Jörn Brinkhus
2015
Geschichte des Bestandsbildners: 1963 wurde die Grundstücksgesellschaft Weser GmbH gegründet, um im Auftrag der Stadtgemeinde Bremen Grundstücksgeschäfte zu erledigen. 50 % des Stammkapitals wurde von der Stadtgemeinde Bremen getragen, die andere Hälfte zeichneten Banken des öffentlich-rechtlichen Kreditwesens und öffentliche Wohnungsbaugesellschaften.
Die Gesellschaft erwarb Vorratsgelände für den Hafenbau auf dem linken Weserufer, für den Universitätsbau, für den Straßenbau, insbesondere die Mozarttrasse, und für die Industrieansiedlung im Allgemeinen. Unter den ersten Geschäftsführern, Dr. Ernst W. Albert und Alfred Wappler, sowie den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Richard Boljahn (SPD) war die Gesellschaft in den Baulandskandal verstrickt, der diese an den Rand der Insolvenz führte. Unter Boljahns Nachfolger, Finanzsenator Rolf Speckmann (FDP), setzten intensive Verhandlungen um eine Neuausrichtung der Gesellschaft ein.
Anfang der 70er-Jahre übernahm die Bauverwaltung die Zuständigkeit für den Ankauf von Grundstücken, die Gesellschaft erledigte noch Restaufgaben und ging 1983 in die Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf.
Geschichte des Bestandsbildners: Anhang:
a) Geschäftsführer:
Ernst W. Albert und Albert Wappler (1963 bis 1969)
Arthur Stegmann und Hermann Fuhse (1969 bis 1974)
Arthur Stegmann und Ferdinand Biel (1974 bis 1976)
Ferdinand Biel und Klaus Geertz (1976 bis 1977)
Klaus Geertz (1977 bis 1979)
Heinrich Dietrich (ab 1979)
b) Aufsichtsratsvorsitzende:
Richard Boljahn (1963 bis1968)
Rolf Speckmann (1968 bis 1971)
Christian Breyhan (1971 bis 1973)
Oskar Schulz (1973 bis 1975)
Karl Heinz Jantzen (1975 bis 1978)
Hans-Peter Küster (ab 1978)
Bestandsgeschichte: Offenkundig ist das Material der Gesellschaft Anfang der 1980er-Jahre in das Staatsarchiv Bremen übernommen worden. Im Zuge der Erschließung wurde die Überlieferung auf Sachakten zur Gründung und den Aufgaben der Gesellschaft konzentriert sowie auf aussagekräftige Serien, nämlich Aufsichtsratsprotokolle, Geschäftsberichte, Prüfungen der Jahresabschlüsse und Gesellschafterversammlungen. Um dem Baulandskandal Rechnung zu tragen, wurden Korrespondenzen bis Anfang der 70er-Jahre in großer Überlieferungsbreite aufbewahrt. Zur eigentlichen Geschäftstätigkeit wurden einige aussagekräftige Akten über den Erwerb und die Vermarktung von Grundstücken ausgewählt. Kleinteilige Unterlagen der Rechnungs- und Bilanzlegung wurden ebenso kassiert wie der alltägliche Schriftwechsel zu einzelnen Grundstücksgeschäften.
Jörn Brinkhus
2015
7
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ