(1) G 342 (2)~Kläger: A. E. C., Witwe des Geheimen Kammerrates von Glandorf, Bielefeld; 1728 als deren Erben C. H. von Glandorf, Kanoniker zu St. Martin und Castor in Landshut; A. H. von Glandorf, Reichshofrat und kaiserlicher Referendar; M. T./Z. von Glandorf; A. Th. von Breunck, geb. von Glandorf; M. A. von Glandorf, Frau von Meinders; F. von Glandorf zu Olmütz; Ah. von Glandorf, Frau Besserer; (Intervenientin 1. Inst., Bekl. 1. Inst. Kanoniker Kessel, Göcken, Honerlage und Konsorten zu Hovedissen) (3)~Beklagter: von Kleinsorge, die Vollmacht von Johann Eberhard und Caspar von Kleinsorge von 1727 ist mit Scheidingen datiert; 1728 Johann Georg von Kleinsorge zu Schüren (datiert Scheidingen); 1732 Johann Georg von Kleinsorge zu Schüren als Senior; 1748 Wolfgang Wilhelm von Kleinsorge; Philipp Anton von Kleinsorge zu Schüren; Johann Wilhelm Florenz von Kleinsorge (Kl.) (4)~Prokuratoren (Kl.): Lic. Leonhard Krifft 1726 ( Subst.: Dr. Johann Hermann Scheurer ( Lic. Leonhard Grifft 1728 ( Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer Prokuratoren (Bekl.): Dr. Georg Andreas Geibel 1727, 1728 ( Subst.: Dr. Johann Hermann Dietz ( Lic. Johann Heinrich Dietz 1732 ( Subst.: Dr. Johann Eberhard Flach ( Lic. Johann Andreas Dietz 1748 ( Subst.: Lic. Johann Franz Wolff (5)~Prozessart: Appellationis Streitgegenstand: Die Appellantin erklärt, in einem RKG-Verfahren Kessel ./. Kessel, citationis, sei sie 1722 im Besitz der ihr verschriebenen Pfänder bis zum Abtrag der Schuld bestätigt worden. Sie klagt gegen das vorinstanzliche Urteil, in dem der sog. Moßhagen als nicht zum Gut Hovedissen gehörend dem Appellaten zugesprochen worden war, dem rückwirkend wie künftig die Pacht zu entrichten sei, als Eingriff in ihren vom RKG bestätigten Anspruch. Die Appellaten bestreiten die Zulässigkeit der RKG-Appellation, da sie mit der Appellantin in 1. Instanz in kein Gerichtsverfahren verwickelt gewesen seien, sondern nur gegen die Usurpatoren des Moßhagen vorgegangen seien. Der Moßhagen sei ihr von Paderborn lehensrühriges Lehen; die von Kessel hätten ihn von ihnen gepachtet gehabt. Sie bestreiten eine Pflicht zur Gewährleistung, wenn dieses Pachtgut ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung verhypothekisiert worden sei. Auch das Urteil in einem RKG-Verfahren, zu dem sie nicht geladen worden seien, könne ihre Rechte nicht präjudizieren. (6)~Instanzen: 1. Lipp. Regierungskanzlei zu Detmold 1723 - 1726 ( 2. RKG 1727 - 1749 (1723 - 1748) (7)~Beweismittel: Acta priora (Q 18). Rationes decidendi (Bd. 1 Bl. 193 - 198). Notizen (möglicherweise eines RKG-Referenten) zu Acta priora (Bd. 1 Bl. 181 - 187) und RKG-Akten (ebd. Bl. 188 - 191). Schuldschein der Sophia Elisabeth von Kessel gen. Bornemann, Äbtissin zu Wietmarschen, die von Friedrich Corfey, Rentmeister zu Melle, 2000 Rtlr. zur Erfüllung des mit ihren Brüdern 1713 geschlossenen Vergleichs zur Abfindung des Onkels, Obristlieutenant Otto Friedrich von Kessel gen. Bornemann, aufgenommen hat, 1715 (in Q 5 Bl. 25 - 27). Dgl. zugunsten von Anna Henrietta von Glandorf, Witwe des Geheimen Sekretärs Meinders über 2000 Rtlr., 1715 (in Q 5 Bl. 21 - 22). Botenlohnquittung (Q 9). Lehensbrief des Paderborner Bischofs Clemens August, Kölner Coadjutor, für Johann Eberhard von Kleinsorge zu Scheidingen als ältestem Lehensträger über den Moßhagen zu Hovedissen, 1723 (Q 13). (8)~Beschreibung: 2 Bde., 5 cm; Bd. 1: 2,5 cm, Bl. 1 - 59, 164 - 197 lose; Q 1 - 17, 19 - 21, 5 Beil.; Bd. 2: 2,5 cm, Bl. 60 - 162, geb.; Q 18.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
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