Gräfenkanzlei des Landes Hadeln zu Stade 1731-1810 (Bestand)
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NLA ST, Rep. 4
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.2 Kurfürstliche bzw. königliche Landdrostei, preußische bzw. niedersächsische (Bezirks-) Regierung Stade und Mittelinstanzen (bis 1978)
1690-1844
Bestandsgeschichte: Seit das Land Hadeln nach Absterben des lauenburgischen Herrscherhauses 1689 und Beendigung des kaierslichen Sequesters 1731 an das Kurfürstentum Hannover gelangte, führte man die tradierte Verwaltungstradition des Landes auch in Hannover weiter, nur dass der als Gräfe bezeichnete Statthalter des Landes mit seiner Kanzlei als eigenständige Mittelbehörde zwischen der lokalen Verwaltung in Otterndorf und dem Geheimen Rat in Hannover nicht mehr im alten Otterndorfer Schloß, sondern in Stade residierte. Dort bekleidete in der Regel der 1. Regierungsrat der Regierung Stade auch dieses Amt. Des weiteren gab es als Mittelbehörden noch die vier Mittelgerichte (Obergericht, Justizlandesgericht, Viergericht und Oberstadtgericht) sowie das Konsistorium, in denen der Gräfe jeweils auch vertreten war. Die hier im Mittelpunkt stehende Gräfenkanzlei bestand neben den Gräfen selbst aus einem Sekretär für die Hadelnsche Expedition sowie einen die eigentliche Schreibarbeit verrichtenden Kanzlisten, der aus der Regierungskanzlei bzw. aus der Dienerschaft des Gräfen entstammte. Insgesamt lassen sich bis zur endgültigen Aufhebung der Gräfenkanzlei im August 1810 in den genannten drei Gruppen nur 16 kurhannoversche Beamte namhaft machen.
Gräfen:
1731 X 13 - 1762 XII 11 Philipp Adolf von Münchhausen (ab 1748 X 17 nur noch nominell)
1748 X 18 - 1755 IX 02 Johann Wilhelm Ludwig von Berlepsch (als Vizegräfe)
1755 IX 03 - 1781 XII 25 Bodo Friedrich von Bodenhausen (bis 1763 V 30 als Vizegräfe)
1782 II 02 - 1798 X 13 Gotthelf Dietrich von Ende
1798 XII 31 - 1810 IV 12 Christian Ludwig von Hacke
1810 IV 13 - 1810 VIII Johann Julis Konrad von Schlütter
Die 1735 erstmalig erwähnte Hadelnsche Expedition war erst 1783 durch den Regierungssekretär Brandes geordnet und am Sitz des damaligen Gräfen auf dem Sande in Stade zusammengeführt worden. Es blieb aber weiter
Bestandsgeschichte: eine eigenständige Registratur. Von dort wurde sie mit der Auflösujg des Stader Regierungsarchivs 1869/70 an das Kgl. Staatsarchiv nach Hannover abgegeben und dort den lauenburgischen Beständen (unter der Signatur: Celle Br. 104c) angegliedert. Nach dem kriegsbedingten Verlust der Findmittel ordnete Erich Weise 1953 den Bestand nach dem Zustand in der Spätzeit der Gräfenkanzlei. Die Übertragung des Bestandes in die EDV erfolgte in zwei Etappen zuletzt durch den U. Dabei wurde neben einer 'numerus currens'-Zählung eine behutsame Modernisierung der
Aktentitel und vor allem eine Präzisierung der Laufzeiten der Akten vorgenommen. Eine Sammlung von Eidesformeln, Kirchenordnungen und anderen kirchlichen Verordnungen aus der Zeit von 1526 bis 1728 nebst chronologischem Index von 1796 (Rep. 4 I Nr. 4) liegt jetzt Rep. 81 Hs Nr. 3.
Literatur: Christian Hoffmann: Die Gräfenkanzlei des Landes Hadeln zu Stade 1731-1810. Organisation und Personal einer kurhannoverschen Mittelbehörde, in: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 81 (2002), S. 115-136.
Stade, im Dezember 2009
Dr. Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Gräfen:
1731 X 13 - 1762 XII 11 Philipp Adolf von Münchhausen (ab 1748 X 17 nur noch nominell)
1748 X 18 - 1755 IX 02 Johann Wilhelm Ludwig von Berlepsch (als Vizegräfe)
1755 IX 03 - 1781 XII 25 Bodo Friedrich von Bodenhausen (bis 1763 V 30 als Vizegräfe)
1782 II 02 - 1798 X 13 Gotthelf Dietrich von Ende
1798 XII 31 - 1810 IV 12 Christian Ludwig von Hacke
1810 IV 13 - 1810 VIII Johann Julis Konrad von Schlütter
Die 1735 erstmalig erwähnte Hadelnsche Expedition war erst 1783 durch den Regierungssekretär Brandes geordnet und am Sitz des damaligen Gräfen auf dem Sande in Stade zusammengeführt worden. Es blieb aber weiter
Bestandsgeschichte: eine eigenständige Registratur. Von dort wurde sie mit der Auflösujg des Stader Regierungsarchivs 1869/70 an das Kgl. Staatsarchiv nach Hannover abgegeben und dort den lauenburgischen Beständen (unter der Signatur: Celle Br. 104c) angegliedert. Nach dem kriegsbedingten Verlust der Findmittel ordnete Erich Weise 1953 den Bestand nach dem Zustand in der Spätzeit der Gräfenkanzlei. Die Übertragung des Bestandes in die EDV erfolgte in zwei Etappen zuletzt durch den U. Dabei wurde neben einer 'numerus currens'-Zählung eine behutsame Modernisierung der
Aktentitel und vor allem eine Präzisierung der Laufzeiten der Akten vorgenommen. Eine Sammlung von Eidesformeln, Kirchenordnungen und anderen kirchlichen Verordnungen aus der Zeit von 1526 bis 1728 nebst chronologischem Index von 1796 (Rep. 4 I Nr. 4) liegt jetzt Rep. 81 Hs Nr. 3.
Literatur: Christian Hoffmann: Die Gräfenkanzlei des Landes Hadeln zu Stade 1731-1810. Organisation und Personal einer kurhannoverschen Mittelbehörde, in: Jahrbuch der Männer vom Morgenstern 81 (2002), S. 115-136.
Stade, im Dezember 2009
Dr. Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2026, 12:45 MESZ