Die Maschinisierung des Menschen
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, {EL 235 I C 50048 /101}
EL 235/498
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 235 I Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg
Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg >> 3. Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen >> 3.3 Berichterstattung in Fernsehen und Hörfunk (Audiovisuelle Medien) >> 3.3.5 Humanwissenschaften
Mittwoch, 14. August 2002
Enthält: Kränkung oder Herausforderung - Durch Gentechnik, Nanotechnologie und künstlicher Intelligenz. Eine Sendung mit Pro- und Contrastimmen zur technischen Entwicklung.
Die technischen Entwicklungen lösen euphorische Erwartungen bei den Technikbefürwortern aus, dem stehen ethische und moralische Zweifel vor Fehlentwicklungen bei Skeptikern entgegen. Vor allem die Angst davor, dass Maschinen Menschen irgendwann verdrängen könnten ist weit verbreitet. An dem Einsatz von Robotern als Hilfe im Haushalt und Pflegebereich vor allem älterer Menschen wird immerhin schon gearbeitet. Die Meldung, dass im Jahre 2030 ein Computer die Leistungsfähigkeit eines menschlichen Gehirns erreichen könnte, wird aber noch als sensationsmache abgetan. Roboter bzw. Computer seien den Menschen zwar in den kognitiven Fähigkeiten wie logischem Denken oder Rechnen überlegen, für den Menschen selbstverständliche Fähigkeiten wie Spracherkennung oder Greifen seien noch unterentwickelt, und in der technischen Entwicklung bisher vernachlässigt worden.Der Mensch besäße also noch eine bessere Gesamtleistung als Computer, trotz deren schnellerer Schaltsysteme. Ein wichtiges Zeichen für Intelligenz sei zudem das Einschätzen menschlicher Handlungen, was Roboter ja nicht beherrschten. Mensch und Maschine würden jedoch immer mehr zusammenwachsen und sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Die Kritiker der Entwicklung sehen diese vor allem als schrittweise Ersetzung des Menschen durch Maschinen und lehnen die strikt naturwissenschaftliche Sicht auf das Leben ab. Auch seriöse Wissenschaftler erkennen an, das Gene nicht der Schlüssel zu allem seien, und nicht dem Bild des Menschen als Gottes Geschöpf widerspricht. Die Fortschrittsbefürworter kritisieren, dass nur die Risiken gesehen würden und in Hysterie verfallen würde. Sie verweisen auf die Segnungen der Gentechnologie wie das Insulin, und auf mögliche medizinische Fortschritte durch die Nanotechnologie wie Netzhautchips, die blinde wieder sehend machen könnten. Unabhängige Beobachter halten es für das wichtigste, zu erkennen und zu beachten, wem die technischen Fortschritte nützen und wem schaden. - O-Ton: Schäfer, Christoph (Fraunhofer Institut, Stuttgart) Ritter, Helge (Neuroinformatiker Bielefeld) Weizenbaum, Joseph Gronemayer, Marianne Sedmak, Clemens Höhn, Holger (Humangenetiker) Nüsslein-Vollhardt, Christiane (Max Plank Institut für Entwicklungsbiologie) Mohr, Hans ( Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg) Schimmel, Thomas (Institut für angewandte Physik und Nanotechnologie Forschungszentrum Karlsruhe) Ziegler, Christiane Fritsch, Bruno (Ökonom) Renn, Ortwin (Vorstandssprecher Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg)
Die technischen Entwicklungen lösen euphorische Erwartungen bei den Technikbefürwortern aus, dem stehen ethische und moralische Zweifel vor Fehlentwicklungen bei Skeptikern entgegen. Vor allem die Angst davor, dass Maschinen Menschen irgendwann verdrängen könnten ist weit verbreitet. An dem Einsatz von Robotern als Hilfe im Haushalt und Pflegebereich vor allem älterer Menschen wird immerhin schon gearbeitet. Die Meldung, dass im Jahre 2030 ein Computer die Leistungsfähigkeit eines menschlichen Gehirns erreichen könnte, wird aber noch als sensationsmache abgetan. Roboter bzw. Computer seien den Menschen zwar in den kognitiven Fähigkeiten wie logischem Denken oder Rechnen überlegen, für den Menschen selbstverständliche Fähigkeiten wie Spracherkennung oder Greifen seien noch unterentwickelt, und in der technischen Entwicklung bisher vernachlässigt worden.Der Mensch besäße also noch eine bessere Gesamtleistung als Computer, trotz deren schnellerer Schaltsysteme. Ein wichtiges Zeichen für Intelligenz sei zudem das Einschätzen menschlicher Handlungen, was Roboter ja nicht beherrschten. Mensch und Maschine würden jedoch immer mehr zusammenwachsen und sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Die Kritiker der Entwicklung sehen diese vor allem als schrittweise Ersetzung des Menschen durch Maschinen und lehnen die strikt naturwissenschaftliche Sicht auf das Leben ab. Auch seriöse Wissenschaftler erkennen an, das Gene nicht der Schlüssel zu allem seien, und nicht dem Bild des Menschen als Gottes Geschöpf widerspricht. Die Fortschrittsbefürworter kritisieren, dass nur die Risiken gesehen würden und in Hysterie verfallen würde. Sie verweisen auf die Segnungen der Gentechnologie wie das Insulin, und auf mögliche medizinische Fortschritte durch die Nanotechnologie wie Netzhautchips, die blinde wieder sehend machen könnten. Unabhängige Beobachter halten es für das wichtigste, zu erkennen und zu beachten, wem die technischen Fortschritte nützen und wem schaden. - O-Ton: Schäfer, Christoph (Fraunhofer Institut, Stuttgart) Ritter, Helge (Neuroinformatiker Bielefeld) Weizenbaum, Joseph Gronemayer, Marianne Sedmak, Clemens Höhn, Holger (Humangenetiker) Nüsslein-Vollhardt, Christiane (Max Plank Institut für Entwicklungsbiologie) Mohr, Hans ( Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg) Schimmel, Thomas (Institut für angewandte Physik und Nanotechnologie Forschungszentrum Karlsruhe) Ziegler, Christiane Fritsch, Bruno (Ökonom) Renn, Ortwin (Vorstandssprecher Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg)
ORF 1: Salzburger Nachtstudio
54'39
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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- 3. Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen (Classification)
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