Klage des Klaus von Halderen (Halteren) in Amsterdam, vertreten durch Johan Lambertson; Prozessbevollmächtigte: Johan Schenckel und Evert Leiendecker in Münster - gegen Valentin Wyroich, Bürger in Mülhausen wegen der Bezahlung von Kalbfellen (Bd. 1).
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B-Acta jud, 21
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
1541 - 1549
Enthält: Die Sache wird verhandelt vor dem Stadtrichter Lic. Johan Wesselinck in einem „Gastgericht“; der Gerichtsstand ist vereinbart. Urteilsweiser ist Johan von Ascheberg. Die Parteien haben zusammen Geschäfte betrieben. Der Kläger verlangt auf Grund einer Handschrift die Bezahlung von Kalbfellen. Der Beklagte behauptet, gezahlt zu haben. Die Klage wird abgewiesen. Darauf erhebt der Beklagte Widerklage. Er verlangt Bezahlung von Weizen und Ersatz des Schadens, den ihm der Kläger durch frühere ungerechte Prozesse wegen derselben Forderung zugefügt habe. Eine Anzahl von Rechnungen, aus denen der Geschäftsverkehr hervorgeht, wird überreicht. Erwähnt werden Kurt Weyrauch, Vater des Beklagten; Gerd Lippe; Wilhelm Wetphen; Johan Wilhelms; Kornelius Arntsen; Henrik Vrede in Hamburg; Bernt van Emden und Johan Kock in Bremen; Heinrich Wolff in Antwerpen; ferner aus Amsterdam: Peter Jannsson, Jaspar Classon, Albert Diricksen und Maritjen, Witwe Florenz Adrians; aus Mülhausen: Anton Fleisschower, Franz Rutterd, Jorgen Schmeden, Niklas Newkercken, Oberstadtschreiber Lukas Ottonis, Unterschreiber Liborius Schroter, Bartel Kucheloen, Heinrich Strüter und Notar Leonard Hübner.
Archivale
Verweis: Vgl. Nr. 22
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:19 MEZ
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