Nds. Landespartei / Deutsche Partei - Ortsverband Osnabrück (Bestand)
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NLA OS, Erw C 6
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Organisationen, Betriebe, Einrichtungen >> 2.1 Parteien und Vereine
1932-1967
Geschichte des Bestandsbildners: Die nationalkonservative Niedersächsische Landespartei wurde in der Zweiten Hälfte des Jahres 1945 in Hannover ins Leben gerufen und benannte sich nach der Gründung des Landes Niedersachsen auf dem Parteitag in Celle (4.6.1947) in Deutsche Partei um.
Unter dem Vorsitz von Heinrich Hellwege öffnete sie sich nicht nur für niedersächsische bzw. norddeutsche Belange, sondern verstand sich auch als eine für ganz Deutschland eintretende konservative Rechtspartei und formierte sich auch über Niedersachsen hinaus in Deutschland.
In den ersten gewählten Landtag (20.4.1947) entsandte die Partei 27 Abgeordnete und stellte zwei Minister in der Koalitionsregierung des Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf (SPD).
Zu dem Spektrum der politischen Arbeit in Niedersachsen in der Nachkriegszeit gehörten die zerstörten Infrastruktur des Landes, die Flüchtlingsprobleme, die verschärfte Ernährungssituation und die Arbeitslosigkeit.
1951 schloss die Partei sich mit der CDU zur Niederdeutschen Union zur Opposition bis 1955 zusammen. Ab 1955 ging sie allein in den Landtagswahlkampf. An der ab 1959 von Ministerpräsident Hinrich Kopf geführten Landesregierung war die DP nicht mehr beteiligt.
Innerparteiliche Kontroversen über den politischen Kurs der Partei beschleunigten den Zerfall der DP. Das Zusammengehen mit der Freien Volkspartei (1957), der Wechsel einiger Abgeordneter und schließlich auch Heinrich Hellweges in die CDU bedeutete das Aus.
Bestandsgeschichte: Die Sammlung der Unterlagen (Akten, Zeitungsausschnitte, Druckschriften) des Kreisverbandes Osnabrück-Stadt der DP/NLP wurden von Frau Hilda Mörker, Protokollführerin, Leiterin der Frauengruppe und ehrenamtliche Geschäftsführerin im Kreisverband, dem Staatsarchiv Osnabrück übergeben.
Zu finden ist ebenfalls ein Aktenband der Deutsch-Hannoverschen Partei (Laufzeit 1932-1933).
Unter dem Vorsitz von Heinrich Hellwege öffnete sie sich nicht nur für niedersächsische bzw. norddeutsche Belange, sondern verstand sich auch als eine für ganz Deutschland eintretende konservative Rechtspartei und formierte sich auch über Niedersachsen hinaus in Deutschland.
In den ersten gewählten Landtag (20.4.1947) entsandte die Partei 27 Abgeordnete und stellte zwei Minister in der Koalitionsregierung des Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf (SPD).
Zu dem Spektrum der politischen Arbeit in Niedersachsen in der Nachkriegszeit gehörten die zerstörten Infrastruktur des Landes, die Flüchtlingsprobleme, die verschärfte Ernährungssituation und die Arbeitslosigkeit.
1951 schloss die Partei sich mit der CDU zur Niederdeutschen Union zur Opposition bis 1955 zusammen. Ab 1955 ging sie allein in den Landtagswahlkampf. An der ab 1959 von Ministerpräsident Hinrich Kopf geführten Landesregierung war die DP nicht mehr beteiligt.
Innerparteiliche Kontroversen über den politischen Kurs der Partei beschleunigten den Zerfall der DP. Das Zusammengehen mit der Freien Volkspartei (1957), der Wechsel einiger Abgeordneter und schließlich auch Heinrich Hellweges in die CDU bedeutete das Aus.
Bestandsgeschichte: Die Sammlung der Unterlagen (Akten, Zeitungsausschnitte, Druckschriften) des Kreisverbandes Osnabrück-Stadt der DP/NLP wurden von Frau Hilda Mörker, Protokollführerin, Leiterin der Frauengruppe und ehrenamtliche Geschäftsführerin im Kreisverband, dem Staatsarchiv Osnabrück übergeben.
Zu finden ist ebenfalls ein Aktenband der Deutsch-Hannoverschen Partei (Laufzeit 1932-1933).
1,6 lfd m (136 Einheiten)
Bestand
Literatur: Bergsträsser, Ludwig: Geschichte der politischen Parteien in Deutschland. In: Deutsches Handbuch der Politik Bd. 2. München 1965. Brosius, Dieter: Die Parteien im politischen Kräftespiel. In: Niedersachsen. Politische Landeskunde. Hrsg. von der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Hannover 1987. Delbanco, Werner: Akten der Niedersächsischen Landespartei/Deutschen Partei im Staatsarchiv Osnabrück. In: Archive in Niedersachsen 9, 1990, S. 22 - 23. Holzgräber, Rudolf: Die Deutsche Partei. Partei eines neuen Konservativismus. In: Parteien in der Bundesrepublik. Stuttgart und Düsseldorf 1955. Kaack, Heino: Geschichte und Struktur des deutschen Parteiensystems. Opladen 1971. Meyn, Hermann: Die Deutsche Partei. Entwicklung und Problematik einer national-konservativen Rechtspartei nach 1945. Düsseldorf 1965. Olzog, Günter/Hans- J. Liese: Die politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. München/Wien 1983. Rode, Norbert: Zur Entstehungsgeschichte der Niedersächsischen Landespartei/Deutsche Partei (NLP/DP). In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 53. Hildesheim 1981. Schmidt, Claudius: Heinrich Hellwege. Ein politisches Lebensbild. Stade 1991.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ